Schweizer Uhren-Exporte im Oktober 2025: USA brechen erneut ein, fast alle anderen Top-10-Märkte entwickeln sich positiv

Die Schweizer Uhrenindustrie verzeichnete im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Exportrückgang von 4,4 Prozent auf 2,2 Milliarden CHF. Insgesamt kumulieren sich damit die diesjährigen Ausfuhren der eidgenössischen Uhrenhersteller auf 21,2 Milliarden CHF. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert von 21,5 Milliarden CHF (-1,6 %).

Erneut wirkten sich die Zollkapriolen der USA deutlich auf die Statistik der Exporte aus, die der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie monatlich veröffentlicht, und die für den Oktober ein Minus in Höhe von 46,8 Prozent bei den US-Exporten gegenüber dem Oktober 2024 ausweist.

Die Hoffnung auf Zollsenkung – um die es gar nicht so schlecht steht – und volle Lager nach massiven Exporten in die Vereinigten Staaten, bevor der 39-Prozent-Zoll in Kraft trat, zeigen ihre Wirkung.

Bis auf die USA legen fast alle Top-10-Märkte zu

Trump amerikanische Flagge

Ansonsten lief es im Oktober für die Schweizer Uhrenexporteure gar nicht so schlecht.

Von den Top-10-Märkten verzeichneten 7 ein Plus, selbst China gehört dazu, und das den zweiten Monat in Folge:

China (+12,6 %), Hongkong (+2,4 %), Singapur (+6,6 %), Vereinigte Arabische Emirate (+38,8 %), Frankreich (+10,8 %), Deutschland (+3,9 %) und Italien (+4,3 %). Lediglich Japan (-5,6 %) und Großbritannien (-7,4 %) schnitten neben den USA (-46,8 %) negativ ab.

Alle Materialgruppen außer der Kategorie „Sonstige Materialien“ (+7,6 %) verzeichneten einen Rückgang. Bimetall- und Stahluhren sanken um 7,2 Prozent, während sich Uhren aus Edelmetallen besser hielten (-1 %) und nur leicht negativ abschnitten.

Die Anzahl der exportierten Artikel übertraf im Oktober die des Vorjahresmonats um 11.000 zusätzliche Einheiten (+0,8 %). Dieser Anstieg war hauptsächlich auf das Wachstum bei Stahlmodellen (+9,8 %) zurückzuführen, wurde jedoch durch die negative Entwicklung der Kategorie „Sonstige Materialien“ (-23,6 %) kompensiert.

Die Ergebnisse variierten je nach Preissegment. Die wertmäßigen Zuwächse bei Uhren mit einem Exportpreis unter 200 CHF (+8,3 %) und zwischen 500 und 3.000 CHF (+9,4 %) wurden teilweise durch den starken Rückgang bei Uhren über 3.000 CHF (-7,1 %) kompensiert.

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