Responsible Jewellery Council stärkt sein Standards-Committee
Ein entscheidender Moment für Transparenz und Vertrauen im Luxussegment.
Das Responsible Jewellery Council (RJC), die weltweit führende Standardorganisation für die Schmuck- und Uhrenbranche, hat die Leitung seines Standards Committee neu aufgestellt – jenes Gremiums, das maßgeblich bestimmt, wie verantwortungsvolle Beschaffung, Umweltverantwortung und ethische Unternehmensführung künftig definiert werden.
Mit der Ernennung von Sara Yood, Präsidentin & CEO des Jewellers Vigilance Committee (USA), und Eduard Stefanescu, Sustainability Manager bei C.HAFNER (Deutschland), gewinnt der RJC zwei ausgewiesene Expert*innen in Compliance, ESG und Lieferketten-Governance. Ihre Kompetenzen spiegeln exakt wider, was Industrie und Verbraucher heute von Luxus erwarten: mehr Transparenz, klarere Regeln und glaubwürdige Verantwortlichkeit.


Verbrauchervertrauen stärken – die neue Definition von Luxus
Mehr denn je möchten Schmuck- und Uhrenkäufer und Sammler die Geschichte hinter ihren Stücken kennen:
Woher stammen die Materialien? Unter welchen Bedingungen wurden sie gewonnen? Wurde die Umwelt geschützt?
Das RJC ist eine der wenigen Organisationen weltweit, die verbindliche, international anerkannte Antworten auf diese Fragen formulieren kann. Ein stärkeres Komitee bedeutet deshalb auch stärkeres Vertrauen – und eine klare Richtung, wie sich Luxus in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.
Luxus definiert sich nicht mehr allein über Seltenheit oder handwerkliche Virtuosität. Er definiert sich zunehmend über Verantwortung, Transparenz und Integrität.
Warum das für Marken, Händler und zunehmend auch für Verbraucher wichtig ist
Die Schmuck- und Uhrenbranche befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Regulatorische Anforderungen steigen, Lieferketten werden neu bewertet und Konsument*innen treffen immer stärker wertebasierte Kaufentscheidungen. Vor diesem Hintergrund ist das Standards Committee des RJC weit mehr als ein administratives Organ – es bildet den Rahmen dafür, wie Vertrauen im Luxusmarkt entsteht.
Für Marken bedeutet die gestärkte Struktur klarere internationale Anforderungen, besser definierte Vorgaben zur Sorgfaltspflicht, zur Materialrückverfolgbarkeit und zur verantwortungsvollen Beschaffung. Diese Standards helfen Unternehmen, sich in einem zunehmend regulierten Umfeld zu orientieren und sich glaubwürdig in einem Markt zu positionieren, in dem Transparenz längst Teil des Luxusversprechens geworden ist.
Für Konsumenten sind die Auswirkungen ebenso bedeutend. Sie erhalten tiefere Einblicke in die Herkunft der verwendeten Edelmetalle und Edelsteine, mehr Sicherheit in Bezug auf Umwelt- und Sozialstandards und ein besseres Verständnis dafür, wie verantwortungsvoll jeder Schritt der Lieferkette gestaltet ist. Vertrauen in Schmuck und Uhren entsteht heute nicht mehr nur durch Handwerkskunst und Design, sondern ebenso durch Werte und überprüfbare Herkunft.
Das Standards-Committee repräsentiert nun die gesamte Wertschöpfungskette
Zur Stärkung des Multi-Stakeholder-Ansatzes hat der RJC eine breit aufgestellte Gruppe neuer Mitglieder berufen – darunter führende Persönlichkeiten aus Bergbau, Raffination, Produktion, Gemmologie, Nachhaltigkeit, Politik, Handel und Verbraucherschutz.
Neue Industrievertreter
- Ben Ronca (Leach Garner) – Spezialisiert auf Metallbeschaffung, finanzielle Kontrolle und verantwortungsvolle Lieferketten.
- Donald Bray (Fura Gems) – Chief Sustainability Officer mit Fokus auf Biodiversität, CO₂-Reduktion und ESG in Hochrisikoregionen.
- Melanie Mater (De Beers) – Verantwortlich für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten, Geldwäscheprävention und ESG-Programme.
- Valerie Michel (Rosy Blue) – Treibende Kraft für ethische Beschaffung, Transparenz und Frauenförderung in der Branche.
- Wafa Jaffery (DMCC / Dubai Diamond Exchange) – Expertin für Kimberley-Prozess, Diamantregularien und internationale Handelsstandards.
- Alethea Inns (Gemological Science International – GSI) – Führende Fachfrau für Diamantgraduierung, Farbsteinkunde und gemmologische Ausbildung.
- Raluca Angel (Natural Diamond Council) – Politik- und Transparenzexpertin, die globale Regulierungsrahmen für Diamanten mitgestaltet.
Neue Mitglieder außerhalb der Industrie
- Antonino Serra Cambaceres – Verbraucherschutz-Spezialist mit jahrzehntelanger Erfahrung in regulatorischen Prozessen.
- Chris Vandome (Chatham House) – Forscher zu Rohstoffregulierung, Umweltfragen und afrikanischer politischer Ökonomie.
- Abbi Buxton – Menschenrechts- und Genderexpertin mit Fokus auf handwerklichen Bergbau und community-basierte Lieferketten.
Neue Gastmitglieder
- Laure Williams (Richemont) – ESG-Fachfrau für verantwortungsvolle Beschaffung innerhalb der Richemont-Marken.
- Francesco Giunta (Heraeus) – Experte für LBMA-konforme Minenbewertungen und internationale Auditprozesse.
- Kesah Trowell (Watches of Switzerland) – CSR- und Kommunikationsprofi mit 30 Jahren Erfahrung in Luxus, Handel und Industrie.
Gemeinsam repräsentiert diese Gruppe nahezu alle Facetten des modernen Schmuck- und Uhrenökosystems – und stellt sicher, dass zukünftige Standards realistisch, glaubwürdig und global anschlussfähig bleiben.
Eine gemeinsame Vision für eine verantwortungsvolle Zukunft
RJC-Interimsdirektor John Hall fasst diesen Wandel zusammen:
„Die Expertise der neuen Co-Chairs und der gesamten Kommission wird sicherstellen, dass die RJC-Standards glaubwürdig, inklusiv und eng an globalen Erwartungen ausgerichtet bleiben.“
Alle Ernennungen treten am 1. Januar 2026 in Kraft – passend zu einem Jahr, in dem weltweit neue ESG-Regulierungen und Lieferkettenanforderungen spürbar an Bedeutung gewinnen. Mit mehr als 2.000 Mitgliedsunternehmen in 74 Ländern bleibt der RJC das einflussreichste Standardsystem der Schmuck- und Uhrenwelt.






