TAG Heuer und Tiffany aktivieren klassische Designcodes: Chronographen auf See und für den roten Teppich
Eine Chronographen-Funktion ist, neben der Datumsanzeige, wohl die bekannteste und begehrteste Zusatzeinrichtung bei Armbanduhren. Über ihren praktischen Nutzwert hinaus zeigt sie doch auch, dass der Träger die Zeit nicht nur einfach vorbeileiten lässt, sondern misst, kontrolliert und aktiv ist.
Bei der LVMH Watch Week 2026 in Mailand zeigten ganz unterschiedliche Marken wie TAG Heuer und Tiffany ihre technische und gestalterische Kompetenz in Sachen Kurzzeitmessung.
TAG Heuer: „Seafarer“ für Ebbe und Flut
TAG Heuer ist mit dem Bau von Chronographen groß geworden, war früh Spezialist für die exakte Zeitmessung bei Pferde- und Skirennen. Am bekanntesten ist natürlich die Bedeutung der Marke im Automobilsport. Dass sie zeitweise auch Uhren für Regattasegler baute, war lange nur noch Sammlern bekannt, bis TAG Heuer mit der „Carrera Skipper“ diese Tradition 2023 wieder aufnahm: mit einem Regatta-Chronographen, der den Countdown bis zum Startschuss anzeigt.


Ihm folgt jetzt ein weiterer nautischer „Carrera“-Chrono mit einer noch selteneren Komplikation: die „Seafarer“ mit Gezeitenanzeige nach einem Vorbild von 1949.
Das neu entwickelte Automatikkaliber TH20-04 zeigt den Wechsel von Ebbe und Flut in einem exakten Mondzyklus und lässt sich über einen Drücker bei 9 Uhr einstellen. Die bemerkenswerte Farbstellung hält die Balance zwischen historischen und aktuellen Designmerkmalen der „Carrera“.

Tiffany: „Timer“ in Tiffany-Blau
Tiffany & Co feiert das 160. Jubiläum der ersten hauseigenen (damals natürlich noch Taschen-)Chronos mit einem üppig ausgestatteten Modell. Der „Timer“ versammelt jede Menge Firmengeschichte und zeigt das zu Recht mit der Farbe seines Zifferblatts. Die holt sich das Unternehmen quasi zurück, von erfolgreichen Modellen anderer Marken wie Patek, die von der Uhren-Welt als „Tiffany-Blau“ bezeichnet werden.

Die Tradition von Tiffany & Co als Juwelier zeigt sich beim Platingehäuse des „Timers“ und den Diamant-Indizes.

Und auch die langjährige Zusammenarbeit mit herausragenden Uhrenmarken setzt sich hier fort: Angetrieben wird der Chronograph von einem „El Primero“-Kaliber der Konzern-Schwester Zenith.
Der Rotor des Automatikwerks wiederum ist ganz Tiffany, mit einem von Hand aus Gelbgold gearbeiteten „Bird on the Rock“, einem ikonischen Schmuckmotivs des Traditionshauses.
Damit ist der „Timer“ ein eminentes Stück Handwerksgeschichte – und zugleich voll Lifestyle-tauglich.






