LVMH Watch Week 2026: Kleine Marken mit großen Namen – Daniel Roth und Gérald Genta
Seit jeher sind es besonders die kleinen Uhrenhersteller, die sich durch Kreativität hervortun und damit die ganze Branche antreiben. Die LVMH-Gruppe hat gleich zwei Marken im Portfolio, die einst von echten und sehr eigensinnigen Größen der Uhrenwelt gegründet wurden: der Designer-Legende Gérald Genta und dem Konstrukteur Daniel Roth.
Das Unternehmen des Letztgenannten gehört schon länger ins Portfolio der Luxusgüter-Gruppe LVMH und wurde 2023 wiederbelebt. Mit Uhren in derselben markanten Gehäuseform, die schon 1988 auf die ersten Modelle von Daniel Roth aufmerksam machte.

Auf der LVMH Watch Week zeigte das Haus eine kunstvoll skelettierte Handaufzugsuhr, die „Extraplate Rose Gold Skeleton“. Das Werk im nur 6,5 Millimeter hohen Gehäuse wurde so konstruiert, dass die nach der Freilegung verbleibenden Streben wie eine leichte, elegante Skulptur wirken.

Auch Gérald Gentas ehemalige Eigenmarke gehört schon länger der LVMH und wird neu profiliert, seit um den Designer großer Uhren-Klassiker wie der „Polerouter“, der „Nautilus“ und der „Royal Oak“ ein regelrechter Kult entstanden ist. Bei den unter seinem Namen hergestellten Uhren leistete sich Genta etliche kunterbunte Spielereien und Zitate wie eine golfende Micky Maus, deren Schläger retrograd die Zeit anzeigte.

Bei den jetzt in Mailand vorgestellten zwei Modellen ist auf den ersten Blick nur das godronierte Kissengehäuse ungewöhnlich, ähnlich dem, das schon Genta selbst einsetzte. Ansonsten konzentriert sich ihr Design auf reduzierte Eleganz.


Auch der Name deutet auf den Purismus: „Geneva Time Only“ heißen die Zweizeiger-Uhren, vielleicht mehrdeutig. Die Ausführung in Roségold trägt ein braunes, die Weißgold-Variante ein graues, gekörntes Zifferblatt. Die Eisenbahn-Minuterie unterstreicht die Gehäuseform. Angetrieben wird die „Geneva Time Only“ von einem Automatikwerk, das auf einem Zenith-Kaliber basiert.






