Eine Werkstatt auf Rädern: Wie das Uhrmachermobil Nachwuchs für ein altes Handwerk begeistert

Das Uhrmachermobil – die mobile Werkstatt geht 2026 wieder auf Tour

Das Uhrmacherhandwerk lebt von Präzision, Geduld und Leidenschaft – und steht zugleich vor einer seiner größten Herausforderungen: Nachwuchs zu gewinnen. Genau hier setzt das Uhrmachermobil an. Statt junger Menschen abstrakt für ein traditionsreiches Handwerk zu werben, bringt es das Handwerk selbst zu ihnen. Sichtbar, greifbar und verständlich.

Zum Fahrplan 2026: hier entlang

Initiiert vom Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik, ist das Uhrmachermobil eine vollständig ausgestattete Werkstatt auf Rädern. Es tourt durch Deutschland und macht dort Halt, wo Berufsorientierung stattfindet: auf Ausbildungsmessen, bei regionalen Veranstaltungen, in Schulen oder auf Branchenevents wie der INHORGENTA. Vom 20. bis 23. Februar startet das Mobil dort in das neue Veranstaltungsjahr – mit vielen weiteren Stationen bereits fest geplant.

Uhrmacherei zum Anfassen

Was das Uhrmachermobil besonders macht, ist seine Unmittelbarkeit. Im Inneren des Fahrzeugs befindet sich eine richtige Uhren-Werkstatt mit Werkzeugen, Uhrwerken und Anschauungsmaterialien. Besucherinnen und Besucher können sehen und ausprobieren, wie feinmechanische Bauteile zusammenspielen, wie eine Uhr zerlegt wird – und warum dieser Beruf weit mehr ist als „Uhren reparieren“. Begleitet wird das Mobil von engagierten Uhrmachermeisterinnen und -meistern, die erklären, Fragen beantworten und Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben.

Hier wird verständlich, was die Uhrmacherei heute so faszinierend macht: eine Kombination aus Handwerk, Technik, Konzentration und Sinn für Ästhetik. Für junge Menschen wird greifbar, dass es sich um einen Beruf mit Zukunft handelt – anspruchsvoll, sinnstiftend und überraschend modern.

Nachwuchsgewinnung als Gemeinschaftsaufgabe

Das erklärte Ziel des Uhrmachermobils ist die Gewinnung von Auszubildenden. Doch dahinter steht mehr als reine Nachwuchswerbung. Es geht um Sichtbarkeit für ein Handwerk, das im Alltag oft unsichtbar bleibt, obwohl hochwertige mechanische Uhren auch in den jungen Generationen einen bedeutenden Stellenwert haben.

Reichweite über den Standort hinaus

Begleitet werden die Einsätze des Uhrmachermobils durch eine gezielte Social-Media-Präsenz auf Instagram, TikTok und Facebook sowie durch regionale Pressearbeit. Ergänzt wird dies durch eine Ausbildungsplatzbörse, die Interessierte direkt mit Betrieben zusammenbringt. So ist der Kontakt am Fahrzeug nur der Beginn einer spannenden Reise in die Welt der Uhrmacherei.

Mehr dazu und zur Ausbildungsplatzbörse: https://wie-tickst-du.de/

Folgen & teilen ausdrücklich gewünscht:

https://www.instagram.com/wie_tickst_du & https://www.tiktok.com/@uhrmacher.werden

Die Branche macht mit

Auch 2026 sind Förderer und Sponsoren des Uhrmacher-Mobils weiterhin die Firmen: Beco Technic, Boley, Casio, Favor, G-Shock, Juwelier Hilscher, Kieninger, Erwin Sattler, Sinn, Tutima, Valorima/Mannheimer Versicherung, Vector Technik, Wempe, Witschi und Zeppelin (PointTec) und mit der Inhorgenta/Messe München, dem Uhrenhersteller Seiko und dem Versicherungsanbieter Wertgarantie konnten neue Sponsoren hinzugewonnen werden.

ZV-Präsident Albert Fischer bringt es auf den Punkt: „Die Zukunft des Uhrmacherhandwerks braucht die breite Unterstützung der gesamten Branche“.

Bemerkenswert ist auch, dass Innungen und Mitgliedsbetriebe das Uhrmachermobil kostenfrei für eigene Veranstaltungen nutzen können. Damit wird aus einer zentralen Initiative ein flexibles Instrument für die Regionen – nah an den Menschen, nah am Bedarf.

Ein mobiles Versprechen an die Zukunft

Das Uhrmachermobil zeigt, wie zeitgemäße Nachwuchsarbeit im Handwerk aussehen kann: nicht belehrend, sondern einladend; nicht abstrakt, sondern konkret. Es übersetzt ein komplexes, traditionsreiches Handwerk in eine Sprache, die junge Menschen verstehen – durch Erleben statt Erklären.

In einer Zeit, in der viele Berufe um Aufmerksamkeit kämpfen, setzt die mobile Uhrmacherwerkstatt ein starkes Zeichen: Die Zukunft der Uhrmacherei beginnt dort, wo man ihr beim Ticken zusehen kann.

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