INHORGENTA Munich 2026
Vier Tage lang war München erneut das Zentrum der internationalen Schmuck-, Uhren- und Edelsteinbranche. Vom 20. bis 23. Februar 2026 bestätigte die INHORGENTA ihre Rolle als europäische Leitmesse – mit klarer thematischer Ausrichtung, steigender Internationalität und wirtschaftlicher Relevanz.
Rund 900 Aussteller mit 1.200 Marken aus 35 Ländern präsentierten ihre Neuheiten. Über 25.000 Fachbesucher aus 94 Nationen sorgten für volle Hallen. Damit gewinnt die Messe weiter an Reichweite und Bedeutung im globalen Marktumfeld.
Craftsmanship im Mittelpunkt
Erstmals stand die INHORGENTA unter einem übergeordneten Leitthema: Craftsmanship. Die Messe rückte damit bewusst die handwerkliche Exzellenz – als zentrales Fundament der Branche – in den Fokus.

An mehr als 30 Stationen konnten Besucher Edelsteinfasser, Graveure oder Uhrmacher live erleben. Werkbänke wurden zu Bühnen, Arbeitsprozesse transparent. Formate wie „MasterCraft Live“, die „Craftsmanship Area“, „THE ATELIER“, die „Silbertriennale International“, das „Edelmetallforum“ sowie der erweiterte „FHH Cultural Space“ machten das Handwerk sichtbar – ergänzt durch moderne Technologien wie 3D-Design, Laser und CNC, die sich als präzise Partner traditioneller Fertigung präsentierten.
Die Messe setzte damit ein klares Signal: In einem zunehmend digitalen Umfeld gewinnt die sichtbare, nachvollziehbare Entstehung eines Produkts an Bedeutung. Handwerk schafft Differenzierung – und Vertrauen.


Business, Begegnung, internationale Dynamik
Die INHORGENTA positioniert sich heute nicht mehr allein als Orderplattform. Sie versteht sich als Thought-Leader, Forum für Dialog, Inspiration und persönliche Begegnung – eine Qualität, die gerade in einer globalisierten Branche an Gewicht gewinnt.

Die Internationalisierung setzte sich 2026 fort. Während die Zahl deutscher Besucher leicht zurückging, wuchs die internationale Beteiligung deutlich. Besonders stark vertreten waren Fachbesucher aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, Großbritannien, Tschechien und Belgien. Die höchsten Zuwächse kamen aus Sri Lanka, Schweden, der Ukraine und den USA.
Mit einer Kundenzufriedenheit von 80 Punkten erzielte die Messe Bestwerte – insbesondere in den Bereichen Organisation, Internationalität und Atmosphäre. Auch die mediale Sichtbarkeit nahm spürbar zu, unterstützt durch internationale Berichterstattung und eine aktive Social-Media-Community.
Positive Marktsignale
Die Messe fiel in ein wirtschaftlich anspruchsvolles Umfeld – und sendete dennoch ein positives Signal. Laut Handelsverband Juweliere stieg der Fachhandelsumsatz 2025 um 2,1 Prozent. Uhrenexporte legten um 5,9 Prozent zu, Schmuckexporte sogar um 13,3 Prozent. Es ist das vierte Wachstumsjahr in Folge.
Besonders stark bleibt das Premiumsegment: Goldschmuck, individuelle Anfertigungen und renommierte Uhrenmarken verzeichnen stabile Nachfrage. Mit einem Marktanteil von 73 Prozent behauptet der stationäre Fachhandel eine außergewöhnlich starke Position.
Rekordbeteiligung beim INHORGENTA AWARD

Ein Höhepunkt war die Verleihung des INHORGENTA AWARD in den Bavaria Filmstudios. Mit 148 Einreichungen aus 19 Ländern erreichte der Preis eine neue Bestmarke. Neue Kategorien wie „Mechanical Watch of the Year“, „Goldschmied des Jahres“, „Juwelier des Jahres“ und „Luxury Watch of the Year | Public Choice“ erweiterten das Spektrum und stärkten die internationale Relevanz des Awards.
Fazit für 2026
Mit klarem thematischem Fokus, wachsender Internationalität und positiver Marktdynamik unterstreicht die INHORGENTA ihre Rolle als zentrale europäische Plattform der Branche.
Das Leitthema Craftsmanship war dabei mehr als ein kuratorisches Element – es markierte eine strategische Positionierung: Qualität, handwerkliche Kompetenz und transparente Wertschöpfung rücken in den Mittelpunkt. Damit setzt die Messe ein deutliches Signal für die Zukunft der Schmuck- und Uhrenindustrie in Europa.







