Inhorgenta Spotlight: Erwin Sattler
An der Wand oder auf dem Schreibtisch – seit 1958 tickt eine Erwin-Sattler-Uhr im regelmäßigen Takt der Welt. Dabei setzt die Großuhrenmanufaktur bei München auf ein Design, das sich heute wie morgen geradlinig und unaufgeregt präsentiert – eben zeitlos. Und das lässt sich auch am Handgelenk tragen.
Auf der Inhorgenta 2026 präsentierte die Manufaktur Erwin Sattler ihr ganzes Können, wenn es darum geht, traditionelle und hochpräzise Handwerkskunst mit zeitlosem Design zu verbinden: Made in Germany.
Classica K100 II M – eine Frage der Perspektive
Der Anblick der Mondphasen ist bei der Wanduhr „Classica K100 II M“ je nach geografischer Position spiegelverkehrt. Während von der Nordhalbkugel aus der Nordpol des Mondes oben liegt, sehen Beobachter auf der Südhalbkugel den Südpol oben. Alles eine Frage der Perspektive! Die Mondphasen (Neumond, Vollmond usw.) bleiben jedoch identisch.

Das neue zweiteilige Zifferblatt greift diesen Effekt raffiniert auf: Die Mondphasenanzeige ist mit „N“ und „S“ markiert und durch Pfeile in ihrer Laufrichtung ergänzt. Die Mondscheibe mit zwei handbemalten Monden zeigt detailliert die entsprechenden Mondphasen innerhalb der Ausschnitte des Zifferblatts.
Auch das Kalendarium erhielt ein Facelift: Tag- und Datumsanzeige erscheinen nun in präzise gearbeiteten Ausschnitten des vorderen Zifferblatts, durch die der zweite, tiefer liegende Teil mit den Anzeigen sichtbar wird.

Erhältlich ist die „Classica K100 II M“ in Schwarz mit polierten Stahlzeigern oder in hell eloxierter Ausführung mit gebläuten Zeigern – jeweils mit modernen arabischen Ziffern.

Im Inneren der 98 x 27,5 x 11 Zentimeter messenden Wanduhr arbeitet das Sattler-Kaliber 1565 mit 30-tägiger Gangdauer. (UVP 13.600 €)
Opus K100 II – erweiterte Mondphasenanzeige
Für das Modell „Opus K100 II“ stehen zwei zeitgemäße Zifferblattvarianten zur Auswahl: eine schwarze Ausführung mit polierten Stahlzeigern sowie ein hell eloxiertes Zifferblatt, akzentuiert durch gebläute Stahlzeiger.

Ein besonderes Highlight bildet die neue Mondphasenanzeige, die sowohl die Nord- als auch die Südhalbkugel berücksichtigt. Dadurch wird die unterschiedliche Wahrnehmung des Mondes authentisch und spiegelverkehrt dargestellt – ein Detail, das durch ein mit „N“ und „S“ gekennzeichnetes System samt Richtungsangabe verdeutlicht wird.

Das entspiegelte, rahmenlose Mineralglas ermöglicht einen ungehinderten Blick auf das neu entwickelte zweiteilige Zifferblatt. Eine integrierte Klappe im Sockel verstaut die Kurbel sicher und stilvoll.
Auch hier gewährleistet das Sattler-Kaliber 1565 (links) eine Gangdauer von 30 Tagen. Die Maße der „Opus K100 II“ betragen 96 x 25,5 x 11 Zentimeter. (UVP 14.800 €)
Lunaris II – moderne Eleganz
Die neue „Lunaris II“ führt das hochwertige Design ihrer Vorgängerin konsequent fort. Das rahmenlose Glasgehäuse der Tischuhr bleibt prägend, während Deckel und Sockel aus strichgeschliffenem Edelstahl mit handpolierter Ziernut neu gestaltet wurden. Diese Details verleihen der Uhr moderne Eleganz, ohne ihren Charakter zu verändern.

Der Mond bleibt zentrales Gestaltungselement. Ausgefräste römische Indexe und ein zweiteiliges Zifferblatt – naturfarben oder schwarz – sorgen für optische Tiefe und bessere Ablesbarkeit. Neue, skelettierte Zeiger ergänzen das Design, während die handbemalte Mondphase als markantes Merkmal erhalten bleibt.
Auch das neue Modell bietet den bekannten akustischen Genuss: Der Passageschlag markiert jede volle Stunde mit einem klaren, feinen Schlag auf die Glocke. Die Bedienung bleibt komfortabel – Aufzug, Zeigerstellung, Mondphasenanpassung und die Regulierung der 8-Tage-Uhr befinden sich übersichtlich auf der Rückseite.

Die 23 x 16 x 8 Zentimeter messende „Lunaris II“ beherbergt das Sattler-Kaliber 2004 mit einer Gangdauer von acht Tagen. (UVP 9.800 €)
Rotalis – für perfekte Bewegung und Präsentation
Das Gehäuse des auf 20 Exemplare limitierten Uhrenbewegers „Rotalis 2“ besteht aus naturbelassenem Nussbaum und setzt maximal zwei Uhren stilvoll in Szene – auch wenn sie nicht getragen werden. Er kann sowohl per Batterie als auch über den Netzanschluss betrieben werden und verfügt über eine integrierte Datenbank mit über 12.000 Uhrenmodellen.

Die Steuerung erfolgt per Smartphone, Tablet oder Computer. Präzisionskugellager gewährleisten dabei einen nahezu lautlosen Betrieb, sodass der Uhrenbeweger selbst in ruhigen Räumen nicht störend wahrgenommen wird. Er misst 17 x 27 x 22 Zentimeter. (UVP 3.800 €)

Uhrenliebhabern, die mit den zwei Plätzen des „Rotalis 2“ nicht auskommen, bietet der „Rotalis 24“ ausreichend Raum für die gesamte Sammlung an Automatikuhren. Die 24 Präzisions-Uhrenbeweger sind einzeln über WLAN programmierbar. Auf Wunsch ist der XXL-Uhrenbeweger an die hauseigene Alarmanlage anschließbar. Neu sind die indirekte, dimmbare Gehäusebeleuchtung sowie die Schiffsuhr „Navis Quarz“ mit ausgefrästen und hinterleuchteten Indizes, flankiert von Barometer und Thermometer.


Ausgestattet mit dreilagigem Sicherheits-Spionglas ist das elektrische Öffnen der Scheiben erst nach Legitimation via Smart Interface oder Fingerabdruckscanner möglich. Der „Rotalis 24“ misst 88,5 (mit ausgefahrener Scheibe 127) x 120 x 20 Zentimeter. (UVP 112.500 €)


Classica Medium Limited – Erwin Sattler fürs Handgelenk
Erwin Sattler beherrscht auch die Uhrmacherei für das Handgelenk. Jüngstes Beispiel ist die auf 50 Exemplare limitierte „Classica Medium Limited“ mit champagner-bronzefarbenem Zifferblatt mit Sonnenschliff.

Das bis 5 Bar wasserdichte 39-Millimeter-Edelstahlgehäuse beherbergt das Automatikkaliber STP 1-21 mit 44 Stunden Gangreserve. Die Dreizeigeruhr wird mit zwei Lederbändern geliefert. (UVP 4.250 €)

Den Grundstein für die heutige Großuhrenmanufaktur Erwin Sattler legten im Jahr 1958 der Firmengründer und Namensgeber Erwin Sattler und seine Frau Viola. Auch heute befindet sich das Unternehmen noch in Familienbesitz und wird von Stephanie Sattler-Rick, der Tochter von Erwin und Viola Sattler, geleitet.





