Jacob & Co. stellt neuen Diamantschliff vor – der „Angel Cut“

Mit dem Angel Cut präsentiert Jacob & Co. zum 40-jährigen Bestehen der Marke einen eigenen, patentierten Diamantschliff – und setzt damit bewusst nicht auf eine Variation bestehender Formen, sondern auf eine neue Interpretation von Lichtführung im Stein.

Ein Schliff als konstruktive Idee

Im Zentrum steht weniger ein ästhetisches Statement als ein technischer Ansatz. Der Angel Cut wurde entwickelt, um ein bekanntes Spannungsfeld der Gemmologie neu zu lösen: rechteckige Steine möglichst effizient aus dem Rohmaterial zu gewinnen, ohne dabei Einbußen bei Brillanz und Lichtreflexion hinnehmen zu müssen.

Seine Bedeutung spiegelt sich auch in seiner Struktur wider: Der Angel Cut verfügt über 37 präzise konstruierte Facetten – eine Zahl, die auf die 37 Ehejahre von Jacob und Angela verweist. Auf diese Weise wird der Schliff zugleich zu einer technischen Innovation und zu einem Symbol der Verbundenheit, übersetzt in Geometrie.

Statt die Zahl der Facetten zu erhöhen, basiert der Schliff auf einer präzise berechneten Geometrie. Die 37 Facetten sind so angeordnet, dass Licht gezielt gelenkt und im Stein kontrolliert reflektiert wird. Auffällig ist dabei die rautenförmige Tafel, eingebettet in eine rechteckige Grundform mit abgeschrägten Ecken.

Das Ergebnis unterscheidet sich sichtbar von klassischen Schliffen: Das Licht wirkt weniger punktuell oder kontrastreich, sondern gleichmäßiger verteilt. Die Brillanz erscheint ruhiger, fast fließend, bei gleichzeitig hoher Tiefe.

Zwischen Step Cut und Brillantschliff

Traditionell stehen sich zwei Prinzipien gegenüber:
Brillantschliffe maximieren die Lichtausbeute, gehen aber oft mit hohem Materialverlust einher. Stufenschliffe wie der Baguette- oder Smaragdschliff erhalten mehr Rohgewicht, wirken jedoch optisch zurückhaltender.

Der Angel Cut versucht, beide Ansätze zu verbinden. Er nutzt die Geometrie rechteckiger Rohsteine effizient aus und erreicht gleichzeitig eine deutlich gesteigerte Lichtleistung. Gerade in komplexen Fassungen – etwa in stark ausgefassten Uhrengehäusen – zeigt sich dieser Vorteil, da der Schliff auch bei begrenztem Lichteinfall stabil wirkt.

Erste Anwendung in einer Uhr

Diamant besetze Uhr von Jacob & Co.
Die Billionaire Double Tourbillon von Jacob & Co. voll ausgefasst mit Angel-Cut Diamanten.

Seine Premiere feiert der Schliff in der Billionaire Double Tourbillon. Die Uhr ist vollständig mit Angel-Cut-Diamanten besetzt, insgesamt rund 79 Karat, verteilt auf Gehäuse und Zifferblatt.

Dabei wird der Schliff nicht nur dekorativ eingesetzt, sondern prägt die gesamte visuelle Wirkung der Uhr. Die gleichmäßige Lichtführung unterstützt die klare, symmetrische Gestaltung – insbesondere im Zusammenspiel mit den beiden Tourbillons, die mechanisch für ein Gegengewicht zur statischen Geometrie der Steine sorgen.

Diamant besetze Uhr von Jacob & Co.
Billionaire Double Tourbillon von Jacob & Co.

Das 54 x 41 mm große Gehäuse aus Weißgold ist mit 98 Angel-Cut-Diamanten besetzt, die zusammen 51,13 Karat ergeben – darunter zahlreiche außergewöhnlich große Steine, wie sie sonst meist als zentrale Solitäre verwendet werden.

Das Zifferblatt führt diese durchgehende Lichtarchitektur mit weiteren 88 Angel-Cut- und Baguette-Diamanten fort, die die beiden Tourbillon-Ausschnitte symmetrisch und brillant rahmen.

Insgesamt ist die Uhr mit 298 weißen Diamanten von zusammen rund 79 Karat besetzt. Unter dieser strahlenden Oberfläche arbeitet das Handaufzugskaliber JCAM50, ein Werk aus 460 Komponenten, das von zwei fliegenden Tourbillons bei 12 und 6 Uhr geprägt ist.

Der Name der Uhr gibt schon eine Idee in welcher Preisliga diese Uhr spielt: sie ist für 3,4 Mio. USD zu haben.

https://jacobandco.com

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