Schweizer Uhrenexporte: Unterschiedliche Trends in verschiedenen Märkten

Nach einem schwachen Jahresbeginn verzeichneten die Schweizer Uhrenexporte im Februar 2026 wieder ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat. Allerdings lagen die Ausfuhren im Februar 2025 umsatzmäßig auf dem niedrigsten Stand seit September 2024 und gut acht Prozent unter dem Niveau von Februar 2023.

Wertmäßig exportierte die Schweizer Uhrenindustrie im Februar 2025 Waren im Gesamtwert von 2,2 Milliarden €. Das entspricht einem Plus von 9,2 Prozent (+10 % Armbanduhren und anderen Produkten) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mengenmäßig ging es um 8,4 Prozent nach oben. „Obwohl dieses Ergebnis teilweise durch einen positiven Basiseffekt beeinflusst wurde, war es vor allem das sehr starke Wachstum in drei der wichtigsten Märkte, das den Ausschlag gab“, erläutert der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH, welcher monatlich die Zahlen der Uhrenexporte veröffentlicht.

Starkes Plus bei der exportierten Menge

Wertmäßig entwickelten sich Uhren aus Edelmetallen (+12,4 %) und Bimetalluhren (+38,4 %) stark, während Stahlprodukte (-4,6 %) dem Aufwärtstrend entgegenwirkten. Auch die Anzahl der exportierten Artikel stieg deutlich (+14 %), hauptsächlich getrieben von Stahluhren (+11,3 %) – trotz ihres Wertrückgangs – sowie von Bimetallmodellen (+31,8 %) und Uhren aus anderen Materialien (+16,8 %).

Alle Preissegmente legten im Februar in unterschiedlichem Maße zu. Uhren mit einem Exportpreis von über 500 CHF waren der Hauptwachstumstreiber, wobei das Segment zwischen 500 und 3.000 CHF einen doppelt so hohen Anstieg verzeichnete.

Starke Nachfrage in Frankreich

Wertmäßig Besonders stark entwickelten sich die USA (+26,8 %), die aufgrund der Zollwirren großen Schwankungen unterworfen sind. In Japan (+23,7 %) und Frankreich (+57,1 %) stieg die Nachfrage den dritten Monat in Folge.

„Letzterer Trend lässt sich nicht durch ein Wachstum im Inland erklären und spiegelt wahrscheinlich den Transit über Frankreich zu anderen Zielen wider“, kommentiert der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH.

Die Lage in Hongkong (-5,2 %) und China (-11,0 %) blieb fragil, obwohl die positive Entwicklung im Januar auf einen optimistischeren Ausblick hingedeutet hatte. Die Uhrenexporte nach Singapur erholten sich im Februar (+5,1 %) und blieben in den Vereinigten Arabischen Emiraten (+5,1 %) stabil, die von der Krise im Nahen Osten in den letzten drei Wochen noch nicht betroffen waren.

Die Entwicklung in Europa (+durchschnittlich 7,2 %) war uneinheitlich: Zuwächse gab es in Frankreich und Großbritannien (+10 %), Rückgänge hingegen in Deutschland (-3,5 %) und Italien (-2 %).

fhs.swiss

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