GPHG strukturiert Kategorien neu
Für seine 26. Ausgabe stellt der Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) seine Kategorien neu auf und entwickelt sowohl den Special Jury Prize als auch den Iconic Watch Prize weiter, um den aktuellen Marktentwicklungen gerecht zu werden.
Im Zuge veränderter Kaufgewohnheiten und wachsender Branchenanforderungen werden außerdem die bisherigen geschlechterspezifischen GPHG-Kategorien (Herren und Damen) durch zwei neue, technisch definierte Kategorien ersetzt: Essential Watch und Complication Watch. Damit trägt der Wettbewerb einem zunehmend universellen Markt Rechnung, in dem klassische Geschlechter-Abgrenzungen an Bedeutung verlieren.
Ergänzend dazu wird die Kategorie Gemset für mit Edelsteinen besetzte Uhren (bis sechs Karat) eingeführt. Die bisherige Schmuckkategorie konzentriert sich künftig ausschließlich auf besonders aufwendige und außergewöhnliche Kreationen.
Zur Wahrung einer klaren Wettbewerbsstruktur sind zudem Unikate ab sofort ausschließlich in den Kategorien Jewellery Watch und Mechanical Clock zugelassen.
Der Iconic Watch Prize öffnet sich für den gesamten Markt: Ausgezeichnet werden können alle im jeweiligen Jahr vorgestellten Modelle, die eine zeitgemäße Interpretation einer ikonischen Uhr darstellen, die seit über 20 Jahren prägend für die Branche ist – unabhängig davon, ob sie offiziell eingereicht wurden.
Erweiterter Special Jury Prize
Auch der Special Jury Prize erhält eine breitere Ausrichtung: Neben Persönlichkeiten und Institutionen können nun erstmals auch Marken geehrt werden – etwa für bedeutende uhrmacherische Innovationen oder für vorbildliches Engagement in den Bereichen Ethik und Nachhaltigkeit.
„Der GPHG bleibt seiner Mission treu, die Uhrmacherkunst in ihrer heutigen Form und zukünftigen Entwicklung sichtbar zu machen. Die Anpassung unserer Kategorien und Preise unterstreicht unseren Anspruch auf Relevanz und Klarheit – im Einklang mit den sich wandelnden Anforderungen des Marktes“, erklären Raymond Loretan und Carine Maillard, Präsident und Direktorin der GPHG-Stiftung.
GPHG-Auswahlverfahren
Die Jury des Jahres 2026 unter dem Vorsitz des neuen Jury-Präsidenten Wei Koh wird wenige Tage vor der Preisverleihung die nominierten Zeitmesser bewerten. Die Vorauswahl erfolgte bereits im Sommer durch die rund tausend Mitglieder der Akademie in einer ersten Abstimmungsrunde.
Das finale Ergebnis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Juryentscheidung, die unter notarieller Aufsicht und nicht öffentlich erfolgt, sowie einer ergänzenden digitalen Abstimmung der Akademie, die ein Drittel des Gesamtergebnisses ausmacht und so eine breite Repräsentation sicherstellt.
Zusammensetzung der Jury 2026
Um intensivere Diskussionen zu ermöglichen, wird die Jury von bislang 30 auf 24 Mitglieder verkleinert:
- Wei Koh, Jury-Präsident
- 11 Mitglieder, ernannt vom Jury-Präsidenten in Abstimmung mit der GPHG-Stiftung
- 11 Akademiemitglieder, per Los unter notarieller Aufsicht bestimmt
- Gregory Kissling als Vertreter der Marke Breguet, Gewinnerin des „Aiguille d’Or“ 2025 (gemäß den Regeln ist die Sieger-Marke im Folgejahr vom Wettbewerb ausgeschlossen)
Die Gewinner werden am Samstag, den 7. November 2026, im Bâtiment des Forces Motrices (BFM) in Genf bekannt gegeben.






