Rolex 2026: Ein Quartett zum 100. Geburtstag der Oyster

Zum 100. Geburtstag der Oyster präsentiert Rolex ein Quartett neuer „Oyster Perpetual“-Modelle in unterschiedlichen Größen. Und ja – die Marke hat es erneut getan: Ein ebenso verspieltes wie auffälliges Zifferblatt sorgt für Aufmerksamkeit und steht dem Puzzle- und Bubble-Design der „Day-Date“ von 2023 in nichts nach.

Vor genau einem Jahrhundert überraschte Rolex die Uhrenwelt mit der ersten alltagstauglichen, zuverlässigen und wasserdichten Armbanduhr: der „Oyster“. Ihr Name – Englisch für Auster – war Programm. Lünette, Gehäuseboden und auch die Aufzugskrone waren verschraubt und schützten das Uhrwerk so effektiv vor Wasser, Staub und Schmutz. Gleichzeitig bewies Rolex ein gutes Gespür für Inszenierung und lancierte eine der ersten großen Marketingkampagnen der Uhrengeschichte.

Der Wahrheitsversuch

Im Zentrum stand die britische Langstreckenschwimmerin Mercedes Gleitze. Am 7. Oktober 1927 durchquerte sie den Ärmelkanal – rund 33 Kilometer in eisigem Wasser. Als kurz darauf eine andere Frau fälschlicherweise behauptete, die Strecke ebenfalls bewältigt zu haben, trat Gleitze erneut an: zum sogenannten „Wahrheitsversuch“ (Vindication Swim) am 21. Oktober. Diesen musste sie zwar aufgrund von Unterkühlung abbrechen, doch ihr Auftritt schrieb dennoch Geschichte.

Am Handgelenk trug sie eine „Oyster“ von Rolex, die nach über zehn Stunden in den kalten Fluten zwischen Großbritannien und Frankreich einwandfrei funktionierte. Rolex nutzte diesen Beweis: Firmengründer Hans Wilsdorf schaltete am 24. November 1927 eine ganzseitige Anzeige auf der Titelseite der Daily Mail – mit dem selbstbewussten Titel: „Die Wunder-Uhr, die den Elementen trotzt“. Der Grundstein für den weltweiten Ruhm war gelegt.

1931 folgte mit dem Perpetual-Rotor der automatische Selbstaufzug. In Kombination mit dem Oyster-Gehäuse entstand jene Linie, die bis heute eine bedeutende Säule der Marke bildet: die „Oyster Perpetual“

Jubiläums-Quartett Oyster Perpetual

Die neuen Modelle erscheinen in den Größen 41, 36, 34 und 28 Millimetern und bieten ein bis zu zehn Bar wasserdichtes Oyster-Gehäuse. Wie alle Rolex-Armbanduhren tragen sie außerdem die Zertifizierung „Superlative Chronometer“, die höchste Präzision und Zuverlässigkeit garantiert.

Oyster Perpetual 41

Erstmals hält Rolesor gelb – die Kombination aus Edelstahl Oystersteel und Gelbgold – Einzug in die Oyster-Perpetual-Linie in 41 Millimetern. Lünette und Aufzugskrone in Gelbgold treffen auf ein 11,6 Millimeter flaches Gehäuse und ein dreireihiges Armband aus Oystersteel.

Zahlreiche Details verweisen auf das Jubiläum: Die Twinlock-Krone trägt die reliefartige „100“, während auf der 6-Uhr-Position des schiefergrauen Zifferblatts anstelle von „Swiss Made“ der Schriftzug „100 years“ erscheint.

Oyster Perpetual 41 von Rolex

Chromalight-Indizes mit Goldrahmen sorgen für komfortable Ablesbarkeit, während grüne Akzente – darunter quadratische Markierungen in Fünf-Minuten-Schritten und der „Rolex“-Schriftzug – die Markenfarbe zitieren. (UVP 8.600 CHF)

Oyster Perpetual 36

Die 36-Millimeter-Version setzt ganz auf Ausdruck. Gefertigt aus Oystersteel, interpretiert sie ein historisches Motiv neu: das Jubilee-Design der späten 1970er-Jahre. Der Rolex-Schriftzug wiederholt sich dabei über das gesamte Zifferblatt und erzeugt einen modernen, fast textilen Monogramm-Effekt.

Neu ist vor allem die Farbigkeit: Statt einer monochromen Gestaltung kommen hier gleich zehn Farbtöne zum Einsatz, die nacheinander aufgetragen werden. (UVP 6.000 €)

Rolex Oyster Perpetual 36

Oyster Perpetual 28 und 34

Die kleineren Modelle präsentieren sich in 18 Karat Gold und kombinieren dieses mit lackierten Zifferblättern mit Indizes aus Naturstein. Die Stundenmarker bei 3, 6 und 9 Uhr sind mit einem Spitzbogenschliff versehen, der Struktur und das Farbspiel der Steine besonders zur Geltung bringt und Reflexionen minimiert.

Die 28-Millimeter-Version zeigt sich im neuen Farbton „Green Stone“ mit Indizes aus Heliotrop, dessen unterschiedliche Grüntöne für Tiefe sorgen.

Die 34-Millimeter-Ausführung in Everose-Gold trägt ein Zifferblatt in „Blue Stone“ – ebenfalls neu – und wird von Indizes aus Dumortierit akzentuiert, einem Mineral mit charakteristisch wechselnden Blauabstufungen. (UVP 26.800 bzw. 33.900 CHF)

Kaliber 3230 und 2232

Im Inneren der Modelle 41 und 36 arbeitet das Kaliber 3230 mit Rolex’ Chronergy-Hemmung – effizient, robust und unempfindlich gegenüber Magnetfeldern. Ergänzt wird es durch die blaue Parachrom-Spirale, die Stabilität bei Temperaturschwankungen und Erschütterungen gewährleistet.

Kaliber 3230

Die kleineren Modelle setzen auf das Kaliber 2232 mit Syloxi-Spirale aus Silizium, deren Geometrie einen konstanten Gang in allen Lagen ermöglicht. Beide Werke profitieren vom Paraflex-Antischocksystem und werden über den Perpetual-Rotor mit Energie versorgt. Die Gangreserve beträgt 70 Stunden (41/36 mm) beziehungsweise 55 Stunden (28/34 mm).

Kaliber 2322 von Rolex

Die Zertifizierung als „Superlative Chronometer“ wurde 2026 um zusätzliche Kriterien erweitert: Neben Präzision und Wasserdichtheit stehen nun auch Magnetfeldresistenz, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im Fokus – geprüft über den gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozess hinweg.

Das Oyster-Band

Alle Modelle sind mit dem klassischen Oyster-Band ausgestattet – einem dreireihigen Metallarmband, das Ende der 1930er-Jahre entwickelt wurde. Es verfügt über eine Oysterclasp-Faltschließe sowie die Easylink-Verlängerung, mit der sich die Länge um etwa fünf Millimeter anpassen lässt. Bei den Goldversionen sorgen zusätzliche Keramikeinsätze im Inneren der Bandelemente für erhöhte Geschmeidigkeit und reduzierten Verschleiß.

rolex.com

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