Watches & Wonders: Echt tierisch
Das Zifferblatt ist die Leinwand der Uhrendesigner. Anders als Kunstmaler müssen sie jedoch technische Gegebenheiten in ihre Kreativität integrieren. Darüber hinaus herrscht kreative Freiheit – einschließlich tierischer Inspirationsquellen.
Diese und andere Ergebnisse tummeln sich auch auf der Watches & Wonders 2026.
Bremont – „Altitude MB Meteor ‘Felix the Cat’“
Katzen haben bekanntermaßen mehrere Leben. Sein drittes tritt gerade Felix the Cat an. Der zur Familie der Felidae gehörende Kater war eine der ersten großen Figuren der Trickfilmgeschichte und wurde ab 1919 zum internationalen Cartoonstar. Mit dem Aufkommen des Tonfilms verlor er jedoch an Popularität.

In seinem zweiten Leben wurde er ab 1943 zum Emblem der US-Navy-Fliegerstaffel, die heute als VFA-31 Tomcatters (englisch für „Kater“) bekannt ist. Fröhlich lachend, eine Bombe mit brennender Lunte tragend, symbolisiert er für die Marineflieger Mut, Humor und furchtlose Abenteuerlust.
Sein drittes Leben verbringt Felix – ebenfalls eine Bombe tragend – auf der Fliegeruhr „Altitude MB Meteor ‘Felix the Cat’“ der britischen Uhrenmarke Bremont. Die Uhren der MB-Serie entstanden in Zusammenarbeit mit dem britischen Schleudersitzhersteller Martin-Baker Aircraft Company und werden nach ähnlichen Standards getestet wie Schleudersitze für Kampfjets. Passt – zur Navy-Fliegerstaffel und zu Felix the Cat. Schließlich fallen Katzen immer sicher auf die Füße.



Doch die auf 500 Exemplare limitierte „Altitude MB Meteor ‘Felix the Cat’“ ist weitaus mehr als ein absturzerprobtes Gimmick. Titan in DLC-Schwarz, applizierte Ziffern und Indizes, Superluminova, eine beidseitig drehbare Innenlünette, das gummigelagerte Automatikkaliber BB14-AH mit 60-stündiger Gangreserve sowie eine Weicheisenabschirmung gegen Magnetfelder belegen die ernsthaften uhrmacherischen Ambitionen von Bremont: geschmückt mit einer fröhlich-frechen Katze auf Zifferblatt und Saphirglasboden. Miau! (UVP: 7.150 €)
Eberhard & Co. – Gilda Peacock
Ein Blick – ob auf Name oder Zifferblatt – und die Inspirationsquelle ist klar. Der männliche Pfau mit seinem schillernden Federkleid stand Pate für die neue Quarzuhr „Gilda“. Die „rätselhaften Augen“ scheinen den Betrachter der Uhr aufmerksam ins Visier zu nehmen und werden so zur kommunikativ aufgeladenen Dekoration.

Das neue Zifferblatt fügt sich dabei harmonisch in die Essenz der „Gilda“-Kollektion ein: Zeitmesser, die konsequent für die feminine Welt in all ihren Nuancen geschaffen werden und verspielte Leichtigkeit mit klarer Formgebung verbinden.

Die Basis des Pfauen-Zifferblatts in changierenden Blautönen mit Dégradé-Effekt ist das Ergebnis eines aufwendigen Kolorierungsverfahrens, das durch die elliptische Form besondere Präzision erfordert. Auf dieser Fläche entfaltet sich die aufwendige Dekoration, realisiert durch ein rund acht Stunden in Anspruch nehmendes Lasergravurverfahren: ein strahlenförmig graviertes Motiv, akzentuiert durch ein Relief, das vom Pfauenfederkleid inspiriert ist und anschließend koloriert wird, um das charakteristische Spiel irisierender Reflexe nachzuempfinden.

Das elliptische Edelstahlgehäuse – unverkennbares Erkennungsmerkmal der „Gilda“ – misst 32,1 × 38 Millimeter und schmiegt sich mit seinen fließenden Linien komfortabel ans Handgelenk. Das patentierte, sphärische Saphirglas folgt dem geschwungenen Profil des Gehäuses. (UVP: 3.820 €)
Piaget – Limelight Gala
Die „Limelight Gala“ wurde erstmals 1973 vorgestellt und orientierte sich an Piagets typischem „Spiel mit den Formen“. Die strukturellen Bandanstöße wurden dabei zu dekorativen, mit Edelsteinen besetzten Elementen.

Die jüngste „Limelight Gala“ zeigt sich mit einem Zifferblatt aus leuchtend orangefarbenem Grand-Feu-Email auf Gold, das mit einer Schlangenhautstruktur graviert und großzügig von 20 Diamanten sowie 22 Spessartin-Granaten in satten Sonnenuntergangstönen umgeben ist. Das Goldarmband schließt unmittelbar an das 32-Millimeter-Gehäuse aus Roségold an, ebenfalls in Schlangenhautoptik.



Diese hochspezialisierte Gravurtechnik, die 2019 erstmals im Rahmen der Uhr „Extremely Lady“ vorgestellt wurde, verlangt außergewöhnliche Präzision und handwerkliches Können. Ihr raffinierter Trompe-l’œil-Effekt imitiert gekonnt das fließende, geschmeidige Schuppenspiel eines Reptils.
Im Inneren arbeitet das Automatik-Manufakturkaliber 501P1 mit einer Gangreserve von 40 Stunden. (Preis auf Anfrage)






