Watches & Wonders 2026: Twice Unique – doppelte Einzigartigkeit von Nomos Glashütte
Mit dem Partnerlook ist das ja so eine Sache. Schlecht gemacht, erzeugt er eher ein gutmütiges Lächeln ob des Versuchs, Zusammengehörigkeit mittels äußeren Erscheinungsbilds auszustrahlen. Gut gemacht, entlockt er den Mitmenschen hingegen ein freudiges Lächeln. Zur zweiten Kategorie gehört zweifellos „Twice Unique“.
Nomos Glashütte hat damit ein Format geschaffen, in dem endlich all die Ideen und Entwürfe stattfinden können, die in den anderen Kollektionen eher als Nonkonformisten aufgefallen wären denn als schlüssige Erweiterung. Und genau deshalb ist „Twice Unique“ auch keine Eintagsfliege, sondern eine dauerhafte Nomos-Spielwiese für kreative Freiheit.
Unikate in Paaren gedacht
Dabei ist die Basis ganz klassisch und besteht aus fünf Nomos-Modellen, die zu Leinwänden für künstlerische Interpretationen und Experimente werden. Dabei gibt es jedes Motiv nur zweimal, sodass jedes Zifferblatt-Paar ein Unikat ist. Je nach Herstellungsweise des Zifferblatts handelt es sich mal um eineiige, mal um zweieiige Zwillinge – in 18 Karat Gold und Edelstahl. Enthüllt wurden sie auf der Watches & Wonders 2026.


Kreative Freiheit
„Twice Unique“ verbindet traditionelles Handwerk mit neuen Materialien, Techniken und Texturen. Jedes Uhrenpaar folgt dabei einem eigenen gestalterischen Ansatz. Einige Entwürfe wurden vollständig inhouse entwickelt, bei anderen haben eingeladene Künstlerinnen und Künstler ihr Können eingebracht.




Zwei „Twins“ erkunden zum Beispiel den Einsatz von Farbe anhand von Arbeiten der Textildesignerin Anna Diederichs, die in den 1960er-Jahren in Paris florale Muster schuf, in denen sich Psychedelia und Op-Art verbinden. Ausgehend von Diederichs’ Originalskizzen und Aquarellen wählte das Nomos-Team zifferblattgroße Ausschnitte aus und setzte sie im Vierfarben-Tampondruck um. „Rive Gauche“ und „1966“ übertragen so die Anmutung von Textildruck ins Miniaturformat fürs Handgelenk.




Andere Uhrenpaare widmen sich den technischen Möglichkeiten der Zifferblattfertigung. So präsentiert „Moiré“ das erste guillochierte Zifferblatt der Glashütter Manufaktur, während „Now“ eine spiegelpolierte Oberfläche zeigt und „Scribble“ sowie „Scribble Dark“ gravierte Zifferblätter präsentieren.

Ein dritter Aspekt ist die Textur, die zum Beispiel bei „Auric“ in den Mittelpunkt tritt und ein traditionelles Handwerk sichtbar macht, das heute kaum noch ausgeübt wird. Die Zifferblätter wurden von Michelle Sachs gestaltet, einer der wenigen verbliebenen Handvergolderinnen in Deutschland. Sie schimmern, ohne eine klare Reflexion zu zeigen. Das Blattgold ist so fragil, dass es mit einem besonders weichen Pinsel aus Eichhörnchenhaar aufgetragen werden muss. Je nach Gehäuse nehmen die vergoldeten Zifferblätter unterschiedliche Farbtöne an.
Diese fünf Uhrenmodelle bilden die Grundlage von „Twice Unique“: „Tetra 27“, „Tangente 33“, „Ludwig“, „Orion neomatik“ und „Tangente neomatik 38 Update“. Jedes Modell ist sowohl in Edelstahl als auch in 18 Karat Gold erhältlich. Von jedem Motiv entsteht pro Modell nur ein einziges Gold-Edelstahl-Set – und wird als untrennbares Paar verkauft. Alle Uhren tragen auf der Rückseite die Gravur „1/1“ und verweisen damit auf ihren Status als Unikate.






