Gucci-Mutter Kering: Italienische Gewerkschaften rufen zum Streik auf
Wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die größten italienischen Gewerkschaften für den 20. Mai 2026 zu einem landesweiten Streik in sämtlichen Unternehmen des französischen Luxuskonzerns Kering aufgerufen.
Kering betreibt in Italien zahlreiche Standorte und wickelt dort einen bedeutenden Teil seiner Produktion ab.
„ReconKering“ nennt Kering-CEO Luca de Meo den dreistufigen Plan, den er mit den Schlagworten „True Luxury“ und „Next Luxury“ versieht. Inhaltlich geht es dabei um die Stärkung der finanziellen Disziplin, die Schärfung der Produkt- und Preisstrategie, die Optimierung des Retail-Netzes sowie die Verbesserung der operativen Steuerung.
Das übergeordnete Ziel besteht darin, Kering wieder auf Kurs zu bringen, nachdem insbesondere Gucci seit geraumer Zeit schwächelt, und den Konzern zurück in Richtung Marktführerschaft zu führen. Luca de Meo strebt mehr als eine Verdoppelung der Gewinnmargen an, möchte das Filialnetz straffen und den Schmucksektor weiter ausbauen.
Die italienischen Gewerkschaften bemängeln die aus ihrer Sicht unzureichende Transparenz hinsichtlich der konkreten strategischen Konsequenzen und begründen damit ihren Aufruf zum Streik:
„Dieser Schritt erfolgt nach der Weigerung der Geschäftsführung, über einen konzernweiten Reorganisationsplan namens ‚ReconKering‘ zu beraten, der den Gewerkschaften nie offiziell vorgelegt wurde, sowie aufgrund des angekündigten Abbaus von 54 Stellen bei Alexander McQueen.“






