Uhren-News kompakt: Blancpain, Dennison, Favre Leuba und Shorokhoff
Vier Neuheiten zeigen die Bandbreite aktueller Uhrmacherei: Blancpain stellt mit der Grande Double Sonnerie eine außergewöhnliche Schlagwerkuhr vor, Dennison arbeitet mit Schwarz, Diamantpavé und Schachbrettgrafik. Favre Leuba ergänzt die Harpoon Revival um schwarze und blaue Varianten, während Alexander Shorokhoff Perlmutt mit dem Motiv des Feuer-Pferdes verbindet.
Blancpain Grande Double Sonnerie: große Komplikation für zwei Melodien

Blancpain führt mit der Grande Double Sonnerie Ref. 15GSQ eine Schlagwerkuhr ins Feld, die zwei unterschiedliche Melodien wiedergeben kann. Die Konstruktion verbindet Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition und wurde für den Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2026 in der Kategorie „Mechanical Exception“ nominiert.
Die Grande Sonnerie schlägt Stunden und Viertelstunden automatisch, während die Petite Sonnerie auf die Wiederholung der Stunde zu jedem Viertel verzichtet. Die Minutenrepetition lässt sich bei Bedarf auslösen. Damit steht nicht allein die Zahl der Komplikationen im Mittelpunkt, sondern vor allem deren akustische Abstimmung und die Steuerung der verschiedenen Schlagmodi.
Dennison ALD Checker: drei Varianten zwischen Schwarz und Diamanten

Dennison überträgt das Schachbrettmotiv auf drei diamantbesetzte Varianten seiner ALD-Gehäuseform. Balance, Gambit und Draw arbeiten jeweils mit tiefschwarzen Flächen und Diamantpavé, ordnen diese Elemente jedoch unterschiedlich an. Die Marke beschreibt die drei Kompositionen als Gleichgewicht, Symmetrie und bewusste Störung.
Die Diamanten bleiben nicht auf das Zifferblatt beschränkt, sondern setzen sich bis in das Gehäuse fort. Dadurch wird das Pavé zum konstruktiven Teil der Gestaltung und steht den vollständig schwarzen Partien gegenüber. Alle drei Modelle teilen dieselbe Formensprache, wirken durch die unterschiedliche Verteilung des Musters aber eigenständig.
Favre Leuba Harpoon Revival: Schwarz und Blau für die 1966er-Form

Favre Leuba erweitert die von einem Modell aus dem Jahr 1966 inspirierte Harpoon Revival um zwei Zifferblattfarben. Die schwarze Version kombiniert ein Sonnenschliff-Zifferblatt mit rhodinierten Indizes und einem schwarzen Lederband. Die blaue Variante trägt ebenfalls Sonnenschliff, wird jedoch mit einem braunen Lederband ausgeliefert. Die horizontal ausgerichteten Indizes bei zwölf, sechs und neun Uhr sowie der stilisierte Harpunen-Schriftzug bleiben erhalten.
Beide Uhren messen 36,8 Millimeter im Durchmesser und 10 Millimeter in der Höhe. Im Inneren arbeitet das Kaliber FLD04 auf Basis des La Joux-Perret G100 mit 68 Stunden Gangreserve und 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Der Preis liegt jeweils bei 1.800 Schweizer Franken.
Alexander Shorokhoff Fire Horse: Perlmutt für elf Exemplare

Alexander Shorokhoff interpretiert das chinesische Jahr des Feuer-Pferdes mit einer auf elf Exemplare limitierten Sonderserie. Unterschiedlich schimmernde Perlmuttflächen bilden fünf Bereiche, die für die bewohnten Kontinente stehen. Die individuelle Limitierungsnummer ersetzt bei jeder Uhr einen Stundenindex. Bei neun Uhr sitzt eine kleine Sekunde, deren Zeiger in zwei stilisierten Pferdehufen endet.
Das Edelstahlgehäuse misst 43,5 Millimeter. Darin arbeitet das automatische Kaliber 14069 von Dubois Dépraz mit 21 Lagersteinen und rund 44 Stunden Gangreserve. Durch den Saphirglasboden ist der von Hand gravierte und finissierte Rotor sichtbar.







