Munich Show & Gemworld 2026: Vom Ursprung bis zur Gestaltung
Vom 22. bis 25. Oktober 2026 bringt die Munich Show & Gemworld in München erneut Mineralien, Fossilien, Edelsteine, Schmuck und Gestaltung zusammen. Neben mehr als 1.150 Ausstellern aus über 60 Ländern prägen Sonderschauen, Wettbewerbe, Länderpavillons, Nachwuchsformate und ein umfangreiches Rahmenprogramm die vier Messetage.
Wer durch die fünf Hallen geht, erlebt sehr unterschiedliche Welten. In B1 bis B3 dominieren Mineralien, Fossilien, Meteoriten und Rohmaterialien, in A1 und A2 folgt die Gemworld mit Edelsteinen, Perlen, Schmuck und Edelsteinkunst. Mehr als 1.150 Aussteller aus über 60 Ländern werden erwartet; die Gemworld allein bringt mehr als 300 Aussteller aus über 30 Nationen zusammen.
Die Menschen hinter dem Mineralienmarkt

Die große Mineralien-Sonderschau „The Pioneers of the Mineral Market“ widmet sich 2026 den Menschen und Strukturen, die den internationalen Mineralienmarkt geprägt haben: Händlern, Sammlern, Museen, Universitäten, Fachmedien, Auktionen und großen Handelsplätzen wie Tucson und München.
Dabei geht es auch um den Weg eines einzelnen Minerals – von der Entdeckung über Specimen Mining und Präparation bis zu Fotografie, Provenienz und Präsentation. Die Ausstellung entsteht gemeinsam mit dem Fachmagazin Lapis, das 2026 sein 50-jähriges Bestehen feiert.
Fossilien mit Geschichte
Eine zweite Sonderschau beschäftigt sich mit Mary Anning, einer der wichtigsten Fossiliensammlerinnen des frühen 19. Jahrhunderts. Ihre Funde an der britischen Jurassic Coast trugen wesentlich zur frühen Entwicklung der Paläontologie bei.
Mit Funden, Rekonstruktionen und historischen Dokumenten zeigt die Ausstellung, wie eng Entdeckung, Handel und Wissenschaft bei Fossilien miteinander verbunden sind.
Bereits im Eingang West verbindet die Installation „Into the Blue – Art Meets Evolution“ Erdgeschichte mit Gegenwart. Ein Ichthyosaurier-Skelett und ein menschliches Skelett werden über einem Wasserbecken inszeniert; das verwendete Material besteht weitgehend aus recyceltem PET. Die Arbeit schlägt damit den Bogen von der Jurazeit bis zur heutigen Kunststoffproblematik.

Herkunft wird konkret
Länder-Pavillons, unter anderem aus Pakistan und Malawi, bringen Anbieter aus wichtigen Ursprungsregionen direkt nach München. Für Händler, Goldschmiede und Designer eröffnet das Gespräche über Herkunft, Material und Verarbeitung aus erster Hand.
Gerade dieser direkte Kontakt mit Herkunftsländern ergänzt die klassische Messeperspektive um eine Ebene, die im fertigen Produkt häufig kaum noch sichtbar ist.
Zehn Jahre European Open
Der internationale Facettierer-Wettbewerb European Open feiert 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Im Mittelpunkt stehen Proportion, Symmetrie und handwerkliche Präzision – also jene Entscheidungen, die aus einem Rohstein ein charakteristisches Einzelstück machen.
Der Wettbewerb zeigt zugleich, wie viel Gestaltung bereits im Schliff steckt. Für Besucher ist das eine Gelegenheit, handwerkliche Qualität nicht nur am fertigen Schmuckstück, sondern bereits am geschliffenen Stein zu betrachten.
Mehr Raum für junge Gestaltung
Auf der Gemworld erhalten auch junge Gestalter zusätzliche Sichtbarkeit. Neben dem Young Designers Corner Award gibt es das Future Forum für junge Schmuckdesigner, Goldschmiede und Independent Labels.
Schulen und Weiterbildungseinrichtungen ergänzen diesen Bereich. So entsteht eine Verbindung zwischen Ausbildung, Gestaltung und dem Schritt in die eigene unternehmerische Tätigkeit.

Das Rahmenprogramm 2026
Das Begleitprogramm reicht von Mineralogie, Fossilien und Edelsteinen bis zu Schmuck, Gestaltung und aktuellen Branchenthemen. Im Forum in Halle A2 stehen wissenschaftliche Beiträge neben Praxisfragen und aktuellen Marktthemen. Dazu gehören unter anderem Themen rund um synthetische Diamanten, Meteoriten, Edelsteinwissen, Verarbeitung und historische Zusammenhänge.
Hinzu kommen die Sonderschauen, der European Open, die Länder-Pavillons sowie Formate für junge Designer und Goldschmiede. Damit ist das Rahmenprogramm ein wesentlicher Teil der Veranstaltung.
Das vollständige Forumsprogramm 2026 mit Vorträgen, Referenten und Uhrzeiten ist hier zu finden:
https://munichshow.com/de/highlights/2026/forumsprogramm
Viele Themen, die sonst getrennt betrachtet werden, treffen in München unmittelbar aufeinander – von Herkunft und Materialkunde bis zu Gestaltung, Handel und Sammlung.
Zwei Tage Branche, zwei Tage Publikum
Donnerstag, 22. Oktober, und Freitag, 23. Oktober, sind registrierten Fachbesuchern vorbehalten. Am Samstag und Sonntag öffnet die Veranstaltung zusätzlich für das allgemeine Publikum.
Der Zugang erfolgt über den Eingang West der Messe München. Die Gemworld belegt die Hallen A1 und A2, die Mineralientage die Hallen B1 bis B3.
Vier Tage, viele Perspektiven
Die Munich Show und Gemworld bringen 2026 sehr unterschiedliche Programmpunkte zusammen: internationale Händler und Herkunftsländer, historische und wissenschaftliche Sonderschauen, Schliffwettbewerb, Nachwuchsdesign und Fachprogramm.
Wer bereits weiß, was die besondere Struktur von Munich Show und Gemworld ausmacht, bekommt 2026 vor allem eines hinzu: mehr Möglichkeiten, hinter die Objekte, ihre Herkunft und die Menschen dahinter zu schauen.
Munich Show & Gemworld Munich 2026
22.–25. Oktober 2026 · 9–18 Uhr
Messe München · Eingang West
Gemworld: Hallen A1/A2 · Mineralientage: Hallen B1/B2/B3






