Louis Vuitton und L’Epée: Zeitanzeigen mit Spaßfaktor – Ruderboot und Lkw
Lange bevor sich Uhren in die Taschen stecken und später ans Handgelenk schnallen ließen, präsentierte man seine horologische Kultiviertheit anders: Komplizierte und sorgsam gestaltete Tischuhren zeigten nicht nur die Zeit, sondern zugleich Geschmack und technisches Verständnis ihres Besitzers.
Glücklicherweise wird diese Tradition noch hie und da fortgeführt und modern interpretiert. Auch auf der LVMH Watch Week 2026 in Mailand sind derartige Modelle zu sehen, kreiert von Louis Vuitton und L’Epée.
„La Regatta“ – ein Ruderboot von L’Epée

L’Epée zeigt drei Ausführungen seiner „La Regatta“, die in Zusammenarbeit mit dem Emailleur David Kakabadze entstanden sind. Die Tischuhr, die an den schmalen Bug eines Rennruderboots erinnern soll, wird von einem lang gestreckten Stabwerk angetrieben, das per Handaufzug die Energie für acht Tage Gangreserve bekommt.
Die drei Modelle repräsentieren drei aufwendige Emaille-Techniken: Die japanischen Motive der „La Regatta Uni“ entstehen in Cloisonné-Technik; die monochrome „La Regatta New Horizon“ setzt auf schimmernde Flinqué-Emaille, und die Transparenz der „La Regatta Prism“ beruht auf der alten Technik der Plaque-à-jour-Emaillierung.

„Camionettes“ – ein Lastkraftwagen von Louis Vuitton
Louis Vuitton gibt sich noch verspielter. Das Haus bezieht sich nicht nur mit einer Reihe von reisetauglichen Armbanduhren auf seine Wurzeln als Gepäckhersteller, sondern auch mit zwei bemerkenswerten Tischuhren, den „Camionettes“. Sie sind detaillierte Miniatur-Nachbauten früher LV-Lieferwagen, auf deren Ladefläche sich natürlich auch ein sehr authentischer Mikro-Reisekoffer befindet.



Dieser beherbergt einen Schlüssel zum Einstellen und Aufziehen des Uhrwerks; ein Verweis auf die Handkurbeln vergangener Zeiten, die die Motoren historischer Fahrzeuge in Gang setzten.


Zwei Ausführungen des „Camionettes“ sind erhältlich: eine aus robustem Aluminium in den Farben des Hauses Louis Vuitton: Safran und Sibyllinblau. Eine weitere Variante kleidet sich in goldfarbenes Metall, geschmückt mit zahlreichen Diamanten und Saphiren.

Anstelle eines Lenkrads ist bei beiden Modellen in der Fahrerkabine die Unruh des mechanischen Werks zu sehen, das auch von L’Epée konstruiert wurde.
Die Zeitanzeige erfolgt auf rotierenden Walzen unter der Motorhaube. Angeboten wird das mit sieben Kilogramm wuchtige Louis-Vuitton-Vehikel in zwei Ausführungen:
einer im historischen Gelb lackierten und einer vergoldeten Version mit brillantbesetztem Kühler.






