Omega: Erste 2-Zeigeruhr mit einer Master Chronometer-Zertifizierung

Eine neue akustische Testmethode ermöglicht erstmals die Master-Chronometer-Zertifizierung einer Zweizeigeruhr. Entwickelt wurde diese im Laboratoire de Précision, das 2023 gegründet und im vergangenen Jahr von Omega eröffnet wurde.

Die Uhrwerke und Uhren der Kollektion „Constellation Observatory“ von Omega werden sowohl einer Chronometer- als auch einer Master-Chronometer-Prüfung unterzogen, ohne dass ein Sekundenzeiger erforderlich ist. Zum ersten Mal in der Geschichte der Uhrmacherkunst hat eine Zweizeigeruhr mit Stunden- und Minutenzeiger die Master-Chronometer-Zertifizierung erhalten.

Laboratoire de Précision
Laboratoire de Précision

Akustische Testmethode ermöglicht die Constellation Observatory

Seit 1952 steht die Kollektion „Constellation“ für Omegas Engagement für zertifizierte Präzision. Mit zwei neuen Uhrwerken in insgesamt neun Modellen setzt die „Constellation Observatory“-Kollektion diese Tradition fort. Die 39,4-Millimeter-Uhren vereinen die jahrzehntelange Designtradition der Linie mit modernen Präzisionstests und exklusiven Materialien in der gesamten Kollektion.

„Bislang war für die Präzisionszertifizierung ein Sekundenzeiger erforderlich. Durch die Entwicklung einer neuen akustischen Testmethode ist diese Anforderung nun hinfällig geworden. Dieser Durchbruch hat es uns ermöglicht, mit der ‚Constellation Observatory‘ die erste Zweizeigeruhr mit Master-Chronometer-Zertifizierung zu präsentieren“, erklärte Raynald Aeschlimann, Präsident und CEO von Omega.

Das Laboratoire de Précision

Das Laboratoire de Précision fungiert als offizielle, unabhängige Zertifizierungsstelle, die für ihre eigene Messtechnik und ihr Management verantwortlich ist. Es ist von METAS für den Master Chronometer zertifiziert und von SAS offiziell als Prüflabor für Chronometer akkreditiert. Die Struktur des Laboratoire gewährleistet unparteiische und vertrauliche Ergebnisse, auf die sich die gesamte Uhrenbranche vertrauensvoll stützen kann.

Die Dual Metric Technology

Das Laboratoire hat eine kabellose, eigenständige Prüfeinheit entwickelt, die alle Zertifizierungsprozesse für Chronometer und Master Chronometer in einem einzigen Gerät vereint. Dank der Dual Metric Technology erfasst das Gerät kontinuierlich das Ticken und zeichnet während der gesamten 25-tägigen Testdauer gleichzeitig Umgebungsparameter wie Temperatur, Position und Luftdruck auf.

Bei traditionellen Tests wurde die Position des Sekundenzeigers bisher fotografisch festgehalten, wodurch pro Tag zwei Datenpunkte erfasst wurden. Die Dual Metric Technology generiert kontinuierliche Daten ab der ersten Sekunde.

Die akustische Signatur kann Frequenzunregelmäßigkeiten, Temperatur- und Druckempfindlichkeiten, Positionsabweichungen und Amplitudenschwankungen identifizieren. Uhrmacherinnen und Uhrmacher können so nicht nur feststellen, ob eine Abweichung vorliegt, sondern auch, wo und wann sie auftritt.

Traditionelle Designelemente

Die „Constellation Observatory“-Kollektion interpretiert die charakteristischen ästhetischen Merkmale von Omega neu.

Hierzu gehören:

  • Das schlanke Design der „1948 Centenary“ zum 100. Jubiläum von Omega, die den Grundstein für die „Constellation“ legte.
  • Das 1952 eingeführte zwölfeckige Zifferblatt mit dem „Constellation“-Stern bei 6 Uhr und dem „Constellation“-Observatoriumsmedaillon auf dem Gehäuseboden.
  • Das guillochierte Finish auf den Facetten des 1953 eingeführten „Pie-Pan“-Zifferblatts.
  • Die jeweils passend neu interpretierten Stundenmarkierungen (ursprünglich facettierte Indizes in Drachenform) und traditionellen Dauphine-Zeiger.
  • Die Dog-Leg-Bandanstöße, die die Omega-Modelle dieser Zeit auszeichneten.
  • Das neunreihige Ziegelsteinmuster auf einem Armband aus 18 K Moonshine-Gold, inspiriert von Ziegelstein-Armbändern aus derselben Zeit.

Zwei neue Master-Chronometer-Kaliber

Die Kollektion umfasst zwei neue Kaliber, die auf einer skelettierten Rotorbasis mit polierten oder glänzenden Abschrägungen positioniert und mit einer abgerundeten Außenzone auf dem Rotor sowie einem applizierten „Constellation“-Observatoriumsmedaillon versehen sind. Das Kaliber 8915 ist in den Kategorien Grand Luxe und Luxe erhältlich, hinzu kommt das Kaliber 8914 Standard. Alle bieten 60 Stunden Gangreserve.

Das Kaliber 8915 Grand Luxe wird mit der 950er Platin-Gold-Edition kombiniert. Es verfügt über eine Rotorbasis aus 18 K Sedna-Gold mit feinem Spiralmuster und polierter Außenzone. Das aus 18 K Weißgold gefertigte Observatoriumsmedaillon ist lasergraviert und mit einem dunkelblauen Himmel aus Aventurin-Glas und acht Sternen verziert. Die Kuppel des Observatoriums ist mit durchscheinendem weißem Opal-Emaille ausgefüllt.

Die Kaliber 8915 Luxe-Uhrwerke wurden für die Kollektion aus 18-karätigem Gold entwickelt und verwenden neben dem üblichen 18 K Sedna-Gold erstmals in der Geschichte von Omega einen Rotor und eine Unruhbrücke aus 18 K Moonshine-Gold. Die Rotorbasis ist mit Genfer Streifen in Arabeskenform und einer horizontal gebürsteten Außenzone versehen. Das aus 18-karätigem Gold gefertigte Medaillon wird durch lasergravierte Elemente sowie kontrastierende matte und polierte Oberflächen abgerundet.

Das Kaliber 8914 Standard ist eine Nachbildung des Kalibers 8915 Luxe in rhodinierter Ausführung und treibt die O-Megasteel-Uhren an. (UVP 10.600–11.800 €)

Kaliber 8915

Constellation Observatory von Omega mit dem Kaliber 8915
Constellation Observatory

Vier Ausführungen in 18-karätigem Gold wurden kreiert, um eine nahtlose Edelmetalloptik zu erzielen. Die aus 18 K Sedna- oder Moonshine-Gold gefertigten Modelle vereinen das 39,4-Millimeter-Gehäuse, ein handguillochiertes Zifferblatt und das Uhrwerk auf harmonische Weise und sind mit Leder- oder Metallarmband erhältlich. Das aus 18 K Canopus-Gold gefertigte Modell kombiniert ein klar geschnittenes Uhrendesign mit einem durch den Gehäuseboden sichtbaren Uhrwerk aus 18 K Sedna-Gold.

Die Platin-Gold-Edition vervollständigt das Edelmetall-Repertoire von Omega und vereint erstmals alle vier markeneigenen Edelmetalllegierungen in einer einzigen Kollektion. (36.700–57.200 €)

Kaliber 8914

Vier 39,4-Millimeter-Ausführungen sind in der exklusiven Stahllegierung von Omega, die aufgrund ihrer Härte und mechanischen Eigenschaften ausgewählt wurde, erhältlich.

Die Kollektion präsentiert ein schwarzes Keramikzifferblatt in Pie-Pan-Form – eine bedeutende technische Errungenschaft in der Zifferblattfertigung, deren Realisierung umfangreiche Entwicklungsarbeit erforderte, um die Präzision der zwölfeckigen Form in Keramik zu erreichen. Drei weitere Modelle verfügen über farbige Zifferblätter mit geprägten Rillenfacetten.

Constellation Observatory von Omega mit dem Kaliber 8914
Constellation Observatory

Omega-Meilensteine der Präzision

  • 1948: Omega präsentiert die „Centenary“, seine erste chronometerzertifizierte Automatikuhr.
  • 1952: Die „Constellation“ wird Omegas erste serienmäßig hergestellte Chronometerkollektion. Von Anfang an ist jede mechanische „Constellation“ ein Chronometer.
  • 1999–2013: Omega führt die Co-Axial-Hemmung ein, die erste praktische neue Hemmung seit 250 Jahren. Sie reduziert die Reibung und gewährleistet so eine höhere Langzeitgenauigkeit. Es folgen vollständig antimagnetische Uhrwerke mit Silizium, Nivagauss und nichtmagnetischen Komponenten.
  • 2015: Die „Globemaster“ erhält die erste Master-Chronometer-Zertifizierung von METAS. Die Uhren werden in ihrer Funktion als komplette Zeitmesser betrachtet und dabei nicht nur auf Präzision und magnetische Widerstandskraft, sondern auch auf Gangreserve und Wasserdichtigkeit geprüft.
  • 2023: Omega gründet das Laboratoire de Précision, das offiziell als Messlabor gemäß der Norm ISO/IEC 17025:2017 akkreditiert ist.
  • 2026: Die „Constellation Observatory“-Kollektion wird die erste Zweizeigeruhr-Kollektion, die vom Laboratoire de Précision getestet wird. Dabei kommt ein akustisches Verfahren zum Einsatz, das den Sekundenzeiger bei der Präzisionsprüfung überflüssig macht.

    omegawatches.com

Suchbegriff eingeben und Enter drücken