Time to Watches Neuheiten: Vielfalt statt Einheitsästhetik
Die Time to Watches in Genf zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich sich unabhängige Marken und etablierte Hersteller heute positionieren – zwischen radikaler Handwerkskunst, technischer Innovation und klassischer Uhrmacherei.
So präsentiert TAOS mit Genèse und Odonata zwei Einzelstücke, die Métiers d’Art auf die Spitze treiben: Zifferblätter als kunsthandwerkliche Kompositionen aus Email, Gravur und Steinintarsien, entstanden in über 1.000 Arbeitsstunden.

Dem gegenüber steht die Premiere der Marke Dominique Renaud, die mit der Pulse60 einen konzeptionellen Ansatz verfolgt: ein neu entwickeltes Uhrwerk mit extrem niedriger Frequenz von 1 Hz und einem überdimensionierten Unruh-System, das Präzision über Rhythmus neu denkt.

Adriatica zeigt sich klassischer und marktnäher – mit einem Tourbillon-Modell in Titan sowie sportlich-eleganten Chronographen und Automatikuhren für den Alltag.


Auch traditionsbewusste Mechanik bleibt präsent: Aerowatch ergänzt seine Kollektion um einen Vollkalender mit Doppelmondphase, der beide Hemisphären abbildet und klassische Komplikationen neu interpretiert.

Squale steht für die Taucheruhr und deren Neuinterpretation schlechthin. Die markante Gehäuse stehen für eine reduzierte Toolwatch-Ästhetik – und bilden einen bewussten Gegenpol zu den experimentellen Ansätzen anderer unabhängiger Marken.

Gerade diese Bandbreite macht die Stärke des Events aus: von hochspezialisierten Einzelstücken über experimentelle Uhrwerke und markanter Toolwatches bis hin zu zugänglicher Schweizer Serienproduktion – ein Panorama, das die aktuelle Vielfalt der Uhrmacherei präzise widerspiegelt.






