GemGenève: Die Edelstein- und Schmuckmesse im Zeichen des Art Déco

GemGenève: Die Edelstein- und Schmuckmesse im Zeichen des Art Déco

Am 8. Mai startet die 9. Ausgabe der GemGenève. Die Edelstein- und Schmuckmesse erwartet 4.000 Besucher im Palexpo in Genf. Dieses Jahr steht das Event im Zeichen des Art Déco Stils der 1920er- und 1930er-Jahre. 

Links: Art Déco Armband aus Platin mit Rubinen und Diamanten aus dem Jahr 1930. © Paul Fischer Inc.

Kunsthandwerk und Schmuckindustrie unter einem Dach

Vom 8. bis zum 11. Mai bringt die GemGenève Menschen zusammen, die ihre Expertise und Leidenschaft für Schmuck vermitteln und miteinander teilen wollen. Hier treffen sich Sammler, Liebhaber, Stiftungen und kulturelle Einrichtungen. Sie verbindet das Kunsthandwerk mit der Schmuckindustrie, zeigt Tradition und Innovation, Kunst, Design und nicht zuletzt Kultur und Ausbildung im Schmuck. 

Während den vier Tagen der Messe geben sich 250 Aussteller, darunter mehr als 200 internationale Händler, die Ehre. Es sind auf der GemGenève 75 Nationalitäten vertreten. Es werden bis zu 4.000 Besucher erwartet. Die Veranstaltung findet, wie in den vorhergegangenen Jahren auch, im Palexpo in Genf statt. 2024 verzeichnete die Messe einen Besucheranstieg von 10 Prozent – und auch dieses Jahr wird die Zahl wieder übertroffen werden.

Art Déco Ausstellungsstück: Diadem-Collier aus Diamanten von Cartier aus Platin und Diamanten. © Paul Fischer Inc.

Messe-Highlight: Art Déco Ausstellung

Anlässlich des 100. Jahrestags der internationalen Ausstellung für moderne dekorative und industrielle Kunst in Paris präsentiert die GemGenève in diesem Jahr eine Ausstellung, die 

dem Art Déco gewidmet ist. Die Epoche des Art Déco, von den 1920ern- bis zum Ende der 1930er, gilt als eine der kreativsten Epochen in der Geschichte des Schmucks. Sie durchdringt auch Architektur, Möbel, Innenarchitektur, Mode und die Kunst.

Mathieu Dekeukelaire, Direktor der GemGenève kuratierte eine Ausstellung, die alle Facetten dieser Bewegung und alle Aspekte des Kunsthandwerks umfasst. Unter den fast 100 Ausstellungsobjekten befinden sich Schmuck, Haute Couture Stücke, Skulpturen und Möbel, die als Inspiration für Juweliere des vergangenen Jahrhunderts dienten. Die Zeitreise in die Art Deco Epoche zeigt den Dialog zwischen Juwelieren, Modeschöpfern, Bildhauern, Designer und Künstlern – sie stellt einen Höhepunkt der Veranstaltung dar.

Art Déco Ring mit Diamanten. © Mellen Inc.
Art Déco Ring mit Diamanten und Saphir. © Mellen Inc.

In der Ausstellung sind viele Juwelen aus privaten und institutionellen Sammlungen zu sehen. Verschiedene Aussteller haben sich dem Projekt angeschlossen und einige ihrer schönsten Stücke ausgeliehen. Zu den Projektpartnern gehören Aussteller und Institutionen wie das Museum für Kunst und Geschichte von Genf, das Musée International d’Horlogerie in La Chaux-de-Fonds und die Schmuckhäuser Chaumet, Ernst Färber, Faerber Collection, G. Torroni SA, Horovitz & Totah, Humphrey Butler Ltd., Morelle Davidson, N. Torroni, und Paul Fisher Inc.

Antike Brosche aus Diamanten, Englisch, aus dem Jahr 1870. © Färber Collection

Noch mehr Programm: Exponate Digital Jewelry Week und ein Blick nach Afrika

Die Digital Jewelry Week (DJW) wurde von Dario Rjeili gegründet. Sie dient zur Förderung von Kreativität und Inklusion in der Schmuckbranche und richtet sich ausschließlich an junge Künstler bis zu 30 Jahren, egal ob schon bekannt, oder noch Newcomer. Das Online-Event, gibt den Künstlern die Möglichkeit, ihre Kreationen auf internationaler Ebene ohne logistische oder finanzielle Einschränkungen einer internationalen Gemeinschaft zu präsentieren. Die zweite Ausgabe im Oktober 2024 brachte mehrere vielversprechende Designer und Juweliere hervor. 

Abstrakter Ring im Schmetterlings-Design mit Diamanten, Topasen, Perlen und Organza-Stoff von Künstlerin Shavarsh Hakobian. © Shavarsh Hakobian

Die GemGenève unterstützt die Initiative und bietet den aufstrebenden Talenten die Gelegenheit, ihre Kreationen zum ersten Mal im Rahmen einer reellen Ausstellung zu präsentieren. Der Fachsalon wird einige der beeindruckendsten und am meisten beachteten Schmuckstücke der zweiten Ausgabe der DJW besichtigen. Ziel der Partnerschaft ist es, die aufstrebende Szene durch den Abbau von Barrieren, mit denen junge Designer häufig zu kämpfen haben, zu unterstützen. 

Die Jewellery and Gemstone Association of Africa (JGAA) ist die erste afrikanische Organisation, die Juweliere, Designer, Edelsteinhändler und Gemmologen zusammenbringt. Die Initiative hat die Förderung der Schmuckbranche sowie nachhaltiger Modelle für die wirtschaftliche Entwicklung zum Ziel. Die gemeinnützige Organisation fördert auch die Ausbildung und die Entwicklung von Lehrprogrammen mit Schwerpunkten auf die Gestaltung und Herstellung von Schmuck, Gemmologie und das Schleifen von Edelsteinen. Die GemGenève bietet die Plattform, die JGAA kennenzulernen. 

Noch mehr Programmpunkte, Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter https://gemgeneve.com/.

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