Audemars Piguet erwirbt historischen Zeitmesser für 6,6 Millionen Euro
Die Schweizer Luxusuhrenmarke Audemars Piguet hat auf der Sotheby’s-Auktion „Important Watches featuring Exceptional Discoveries: The Olmsted Complications Collection“ am 8. Dezember in New York eine astronomische Taschenuhr für gut 6,6 Millionen € ersteigert, bekannt als „Grosse Pièce“ aus dem Hause Audemars Piguet.
Die 1914 bei Audemars Piguet in Auftrag gegebene und 1921 fertiggestellte, hoch komplizierte Taschenuhr blieb bis in die 1990er-Jahre der Öffentlichkeit verborgen. Nun kehrt im Jubiläumsjahr von Audemars Piguet an den Hauptsitz des Unternehmens in Le Brassus zurück.

Zuvor wird die „Grosse Pièce“ auf eine mehrjährige Welttournee gehen und in ausgewählten AP-Häusern sowie auf besonderen Veranstaltungen zu sehen sein, bevor sie im Musée Atelier Audemars Piguet in Le Brassus ausgestellt wird.
Die „Grosse Pièce“ aus 18-karätigem Gelbgold ist die umfassendste astronomische Uhr, die Audemars Piguet je geschaffen hat, und eine der ersten mit Sternenkarte. Sie zeigt den Nachthimmel über London mit 315 Sternen, die Sternzeit, einen ewigen Kalender, die Mondphasen und die Zeitgleichung.
Als einzige hoch komplizierte Audemars Piguet des 20. Jahrhunderts verfügt sie außerdem über eine Minutenrepetition, Grande und Petite Sonnerie, einen Chronographen und das einzige Tourbillon der Marke in einer Taschenuhr jener Zeit.
Mit 19 Komplikationen teilt sich die „Grosse Pièce“ den Titel der kompliziertesten Audemars-Piguet-Taschenuhr aller Zeiten mit der legendären „Universelle“ von 1899.





Der geheimnisvolle Verbleib der „Grosse Pièce“ von Audemars Piguet
Nach ihrer Auslieferung an S. Smith & Son im Jahr 1921 verschwand die „Grosse Pièce“ für Jahrzehnte aus der Öffentlichkeit und war nur durch Archivaufzeichnungen und seltene Fotografien bekannt. Ein Dokument vom Januar 1915 offenbart Studien zur Sternzeit, zu Tierkreiszeichen, Sonnenwenden und zum Zustand des Himmels der Nordhalbkugel – und gewährt so einen Einblick in den Pioniergeist und die Handwerkskunst, die das goldene Zeitalter der Uhrmacherei prägten.
Jahrelang verblieb die Uhr in der renommierten Olmsted-Collection des 2024 verstorbenen Uhrensammlers Robert M. Olmsted, und wurde nur von wenigen Auserwählten unter strengster Geheimhaltung bewundert.
„Das Wiederauftauchen der ‚Grosse Pièce‘ bei Sotheby’s ist ein historischer Moment für Sammler und Liebhaber. Dass dies in unserem 150. Jubiläumsjahr geschieht, macht es umso außergewöhnlicher. Wir freuen uns sehr, diese bedeutende Uhr in der AP Heritage Collection willkommen zu heißen, wo sie für kommende Generationen bewahrt, erforscht und präsentiert wird“, kommentiert Sebastian Vivas (Direktor Heritage und Museum bei Audemars Piguet).






