Mario Götze verkauft seine Weltmeister-Rolex an Tim Stracke

Und damit ist sie in wertschätzende Hände gekommen. Tim Stracke stieg 2010 als Co-CEO bei Chrono24 ein und war maßgeblich am Aufstieg des 2003 gegründeten Marktplatzes zu einer weltweit führenden Online-Plattform für Pre-owned-Luxusuhren beteiligt.

Quelle Bild Links: LinkedIn-Account Tim Stracke

Anfang 2024 übergaben Tim Stracke und Holger Felgner den CEO-Posten an Carsten Keller (zuvor maßgeblich am Aufbau des Marktplatzmodells von Zalando beteiligt), blieben aber weiterhin wichtige Anteilseigner und wechselten in den Beirat von Chrono24, wobei Stracke auch als Vorsitzender agierte. Diese Rolle übergab er am 1. Juni 2025 an Tobias Hartmann, welcher zuvor CEO bei Scout24 war.

Die Welt der Uhren ist aber nach wie vor seine, wie er kürzlich im Podcast TOMorrow Watches des Journalisten und Medienunternehmers Tom Junkersdorf berichtete. Und offenbar hat Stracke auch ein Händchen für die Bedürfnisse von Top-Fußballern. So stieg 2023 kein Geringerer als Cristiano Ronaldo bei Chrono24 als Investor ein. „Niemand bringt so viel Leidenschaft für Luxusuhren auf die Weltbühne wie Cristiano“, kommentierte er 2023 das Engagement des fünffachen Weltfußballers bei Chrono24.

Rolex Submariner, welche Mario Götze nach der gewonnen Fußball-WM 2014 bekam.

Beim Podcast trägt er die Weltmeister-„Submariner“ von Mario Götze am Handgelenk. Und dabei handelt es sich nicht um ein Standard-Modell. „Ich bin sehr, sehr stolz, diese Uhr zu besitzen. Sie ist auf jeden Fall unter all meinen Uhren die Besonderste“, so Stracke. Der damit ganz nebenbei bestätigt, dass Uhren eine echt emotionale Angelegenheit sein können.

Wie die Weltmeister-Rolex von Mario Götze am Handgelenk von Tim Sracke landete

Wir erinnern uns kurz: Es ist der 13. Juli 2014, die DFB-11 steht im Finale der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro läuft bereits die 113. Minute bei einem Spielstand von 0:0. Dann kommt die Vorlage von André Schürrle, die Mario Götze zum 1:0-Endstand verwandelt. Deutschland ist Fußballweltmeister 2014, erzielt durch Götzes „Tor für die Ewigkeit“, so der O-Ton von Bundestrainer Jogi Löw.

Und dafür gab es als privates Geschenk eine „Submariner“. Wer der edle Spender, war, möchte der Ex-Fußballprofi für sich behalten. Dass es kein Geschenk der Schweizer Luxusmarke Rolex selbst war – die Schweiz unterlag Argentinien übrigens bereits im Achtelfinale –, liegt auf der Hand. Denn die Uhr wurde aufwendig verändert.

Eine Hand hält die Rolex Submariner, welche Mario Götze nach der gewonnen Fußball-WM 2014 bekam.

„Eigentlich ein absolutes No-Go unter Uhrenliebhabern“, so Stracke, und das gilt auch für ihn. „Eine Rolex verändert man nicht, die nimmt man so, wie sie aus dem Werk kommt. Aber dies ist eine sehr besondere Uhr“, so Stracke. Und die ist schwarz beschichtet, der Gehäuseboden ist mit dem Pokal sowie dem Namen Mario Götze graviert und auf dem Zifferblatt befinden sich zwei Würfel als Glückssymbole.

Rückseite der Submariner von Rolex, welche Mario Götze nach der gewonnen Fußball-WM 2014 bekam. man sieht den eingravierten Pokal und den Namen des Fußballers

Da konnte Stracke nicht Nein sagen, zumal er bei dem „Tor für die Ewigkeit“ im Stadion in Rio de Janeiro war. „Durch die Widmung ist etwas Unbezahlbares dazugekommen. Insbesondere wenn man live miterlebt hat, was 2014 in Rio passiert ist.“

Diese ganz besondere „Submariner“ war Teil einer ganzen Uhrensammlung, mit der sich Mario Götze an Chrono24 wandte und um Unterstützung beim Verkauf bat. Auf Strackes Frage, weshalb er diese Sammlung und vor allem eine so besondere Uhr verkaufen wolle, antwortete Götze, dass es Dinge gebe, die seit der Geburt seiner Kinder wichtiger seien.

Post auf LinkedIn: Tim Stracke und Mario Götze stehen nebeneinander, Mario Götze hält ein signiertes Fußballtrikot mit der Nummer 27

Aber wie ermittelt man den Preis eines solchen Einzelstückes? „Das war gar nicht so einfach, sich über den Preis zu einigen“, erinnert sich Stracke. „Wir wollten auch gar nicht groß diskutieren und haben das dann in Form einer Spende gemacht, und zwar an Organisationen, die er sich aussuchen konnte.“

„Das ist einfach ein total netter Typ, der weit außerhalb seines fußballerischen Könnens als Mensch echt viel zu bieten hat. Ich war sehr beeindruckt.“

Tim Stracke

Wieviel er für die Uhr gespendet hat, verrät Tim Stracke nicht. Ein wenig mehr als für die Kaffeekasse wird es aber gewesen sein, denn Uhren mit prominenten Vorbesitzern laufen gut, bestätigt er im Podcast.

chrono24.de

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