LVMH: Durchwachsene Geschäftszahlen 2025, Gerüchte über neue TAG Heuer Chefin und Zenith-Dementi

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH blickt auf ein durchwachsenes Jahr mit einem Umsatz in Höhe von knapp 81 Milliarden € zurück. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn betrug im zurückliegenden Jahr 17,8 Milliarden € und lag damit neun Prozent unter dem Ergebnis von 2024. 

Zu schaffen machten LVMH die weltweiten Handelskonflikte und eine damit einhergehende schwache Konsumlaune. Das Unternehmen weist für die beiden ersten Quartale ein Umsatzminus, für die Quartale drei und vier ein leichtes Wachstum aus.

In Europa ging der Umsatz im zweiten Halbjahr zurück, während die USA dank einer starken Binnennachfrage Wachstum verzeichneten. Japan lag unter dem Wert von 2024, der durch gestiegene Touristenausgaben aufgrund des deutlich schwächeren Yen beflügelt worden war. Im übrigen Asien verbesserte sich der Trend im Vergleich zu 2024 spürbar, und im zweiten Halbjahr kehrte das Wachstum zurück.

Uhren & Schmuck

Im Geschäftsbereich Uhren & Schmuck verzeichnete LVMH  2025 mit einem Umsatz von gut 10,5 Milliarden € ein Minus von einem Prozent. Hier zeichnete sich im Verlauf des Jahres eine positive Entwicklung ab. So bewegte sich der Umsatz in den ersten beiden Quartalen auf Vorjahresniveau, im dritten Quartal  erwirtschaftete das Segment ein Plus von zwei und im dritten Quartal von acht Prozent.

Schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Das laufende Jahr wird also auch für den zeitweise reichsten Mann der Welt, LVMH-Chef Bernard Arnault, herausfordernd. Denn zum unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld gesellt sich der kürzlich erfolgte, unerwartete Rücktritt – oder die Absetzung – des TAG-Heuer-CEOs und erfahrenen Uhrenmanagers Antoine Pin. Eine Begründung und die Bekanntgabe eines Nachfolgers ist LVMH bislang schuldig geblieben.

Bekommt TAG Heuer eine Chefin?

Aber wie könnte es anders sein? Die Gerüchteküche kocht. So berichtet das französische Onlineportal Business Montres & Joaillerie, dass eine Spitzenmanagerin aus den eigenen Reihen zukünftig TAG Heuer leiten wird –, nachdem sich in den 13 Jahren zuvor acht männliche CEOs die Klinke in die Hand gegeben hatten.

Ihr Name: Béatrice Goasglas. Aktuell bekleidet sie das Amt der Präsidentin von TAG Heuer Amerika und packt angeblich schon ihre Koffer, um von New York nach Genf umzusiedeln. „Angesichts ihres Führungsstils, ihres politischen Gespürs und ihrer Ambitionen, die sie offen zur Schau trägt, ist dies eine sehr logische Entscheidung“, schreibt Business Montres & Joaillerie und führt weiter aus, dass es für Goasglas nicht einfach werden wird – so sie denn tatsächlich die neue CEO wird.

Zeitlich würde sie zum einen kurz vor der Watches & Wonders und mit verplantem Budget für das laufende Geschäftsjahr einsteigen. „Und das mit drei Personen im Rücken: zwei offiziellen Mitstreitern (Stéphane Bianchi und Jean-Christophe Babin) sowie einem blinden Passagier (Frédéric Arnault präsenter denn je und sehr aktiv hinter den Kulissen).“

LVMH dementiert Plan, Zenith zu verkaufen

Ein anderes Gerücht hat LVMH mittlerweile dementiert. „Wir dementieren formell jegliche Pläne zum Verkauf der Marke Zenith“, sagte ein Sprecher von LVMH gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Die Schweizer Zeitung La Côte berichtet, dass zuvor eine branchennahe Quelle gegenüber AWP erklärt hätte, dass der Verkaufsprozess für Zenith im Gange und die Verkaufsunterlagen fertig seien. „LVMH sondiert den Markt sicherlich schon seit einiger Zeit“, zitiert La Côte einen auf die Uhrenbranche spezialisierten Analysten.

lvmh.com

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