Insight-Talk: Guido Maria Kretschmer x NXT LVL Brands
Am Nachmittag des 21. Februar kam es in Halle A2 der Inhorgenta 2026 am Stand von NXT LVL Brands zu einer freudig angespannten Menschenansammlung. Der Grund: Der wohl beliebteste Modedesigner Deutschlands gab sich ein Stelldichein – Guido Maria Kretschmer.

Das Unternehmen NXT LVL Brands ist Teil der italienischen Morellato Gruppe, die seit Jahrzehnten Schmuck- und Uhrenmarken entwickelt, produziert und erfolgreich im Handel etabliert. Als Wholesale-Partner vertreibt das Unternehmen in Deutschland Marken wie Maserati, Morellato Silver, JETTE Schmuck und Daniel Wellington. Nun startet NXT LVL Brands zudem mit dem Edelstahlschmuck des Designers Guido Maria Kretschmer.
Nach einem erfolgreichen Test bei ausgewählten Key Accounts wird die Marke jetzt gezielt für den Fachhandel geöffnet. Glückssymbole, modische Akzente und vielseitige Kombinierbarkeit treffen dabei auf eine zugängliche Preispositionierung.
„Das tut nichts für dich!“ – Dieser Ausspruch aus dem TV-Erfolgsformat Shopping Queen ist längst zum geflügelten Wort geworden. Im Zusammenhang mit seinem Schmuck würde Guido Maria Kretschmer dieses Urteil jedoch wohl kaum fällen. Schließlich ist er eng in den Entstehungsprozess eingebunden, wie er im Gespräch mit Insight Luxus verriet: „Es wird nichts ohne mein Okay gemacht.“


Insight Luxury: Seit rund zehn Jahren entwerfen Sie in enger Kooperation mit CHRIST eigenen Schmuck. Nun wird ihre GUIDO MARIA KRETSCHMER Edelstahlkollektion von NXT LVL Brands gezielt für den Fachhandel geöffnet. Worauf führen Sie den nachhaltigen Erfolg zurück?
Guido Maria Kretschmer: Das kann ich gar nicht klar beantworten. Ich mache Dinge immer dann, wenn ich spüre, dass es Sinn ergibt. Ich mochte von Beginn an die Idee, schönen und qualitativ hochwertigen Schmuck zu bezahlbaren Preisen anzubieten, ohne Schwellenängste aufzubauen. Im Bekleidungsbereich nenne ich das gerne „Democratic Couture“. Damit meine ich couture-inspirierte Qualität, Stil und Design, die gleichzeitig erschwinglich und für eine breite Kundschaft zugänglich sind.
Diese Philosophie habe ich auch auf meinen Schmuck übertragen: gute Verarbeitung und moderne, wertige Designs. Und es freut mich sehr, dass mein Schmuck schon so lange den Weg in die Herzen und Schatullen der Menschen findet.


IL: Was zeichnet Ihre Schmuckkollektion aus?
GMK: Sie ist absolut tragbar, vielseitig kombinierbar und – wie gesagt – erschwinglich. Mir ist es wichtig, meinen Schmuck zu einem Preispunkt anzubieten, den sich viele leisten können. Zugleich müssen Qualität und Wertigkeit stimmen. Außerdem gestalte ich meine Stücke so, dass man sie immer wieder tragen kann, weil sie den persönlichen Stil unterstreichen und sich wunderbar miteinander kombinieren lassen.
Es gibt auch immer kleine Messages in Form von Symbolen, wie zum Beispiel Herzen.
Diese findet man überall, als kleine und große Elemente, als Anhänger, oder manchmal nur dezent am Ende. Weil am Ende die Liebe das ist, was bleibt.
Ich bin ein sehr frauenaffiner Mensch und schätze es sehr, wenn mein Schmuck bei Frauen so viel Positives auslösen kann. Das ist wirklich ein großes Geschenk für mich.
IL: Was unterscheidet das Entwerfen von Kleidung vom Gestalten von Schmuck am deutlichsten?
GMK: Beim Schmuck muss ein Entwurf konzentrierter und mehr auf den Punkt sein. Es geht um die Essenz einer Idee, da Schmuck in der Regel deutlich länger getragen wird als Bekleidung.
Ein wesentlicher Unterschied ist außerdem, dass man bei Mode immer die Anatomie und die Unterschiedlichkeit der Körper respektieren muss. Schmuck hingegen entwirft man sozusagen figurübergreifend – für Finger, Handgelenke, Ohren und den Hals. Das schafft eine große Leichtigkeit und Freude beim Gestalten.


IL: Haben Sie einen persönlichen Favoriten in Ihrer eigenen Schmuckkollektion?
GMK: Ich bin ein großer Fan der vergoldeten Schmuckstücke mit den grünen Steinen. Grün ist meine absolute Lieblingsfarbe bei Schmucksteinen.
Und dann gibt es ganz neu diese kleinen, grünen Herzchen an Creolen und Armbändern. Auch in schwierigen Zeiten symbolisiert diese wertige Kombination aus grün und gold eine ganz spezielle Hoffnung, die uns stets etwas positiver auf uns und unsere Situation blicken lässt. Aber ich liebe auch die Sommerschmuckstücke mit ihrer fröhlichen, Symbolik, die in sich schon Träger guter Erinnerungen sind.
IL: Ist Schmuck mehr als ein Accessoire und kann er auch eine Botschaft vermitteln?
GMK: Oh ja! Schmuck vermittelt sehr viele Botschaften und kann als Träger einen nachhaltigen Effekt haben. Anders als z.B. eine Blume – so schön sie auch ist – hat Schmuck den Anspruch der Unvergänglichkeit. Das beginnt schon in dem Moment, wenn man das Schmuckkästchen öffnet, an den man sich immer erinnern wird.

Und Frau muss heute ja gar nicht mehr warten, bis jemand den richtigen Moment findet, um ihr ein Schmuckstück zu schenken. Frauen von heute beschenken sich selbst und gönnen sich etwas. Auch das ist eine wichtige Botschaft.
In meinen Augen hat Schmuck viele Ebenen von Kraft und kann einen Menschen sehr authentisch widerspiegeln.
Toll finde ich es zum Beispiel, wenn etwas ältere Frauen Schmuck, den sie schon lange besitzen, gekonnt mit neuen Stücken kombinieren. Sie haben das Spiel verstanden, wie man sich mit Schmuck und Mode ausdrücken kann Das ist eine große Freiheit, die wir haben und nutzen sollten.
IL: Welches Schmuckstück sollte Ihrer Meinung nach in keiner Schmuckschatulle fehlen?
GMK: Es sollte ein Schmuckstück mit persönlicher Bedeutung sein, das einen sehr lange begleitet. Dabei geht es um Qualität und nicht um Quantität. Deshalb ist es mir so wichtig, dass mein Schmuck Bezahlbarkeit und Langlebigkeit miteinander verbindet.






