Watches & Wonders 2026: Poesie und mechanische Intelligenz fürs Handgelenk

Die Mondphasenanzeige wird meist weniger aufgrund ihrer – selten genutzten – Funktionalität geschätzt als vielmehr wegen der poetischen Umsetzung uhrmacherischer Präzision. Gleiches gilt für den Ewigen Kalender mit seiner extremen Komplexität und mechanische Intelligenz – ein hochpräziser, analoger Computer am Handgelenk.

Auf der Watches & Wonders 2026 lassen sich viele Zeitmesser mit den beliebten Komplikationen entdecken.


Chronoswiss – Space Timer Gravity

Mit dem auf 50 Exemplare limitierten „Space Timer Gravity“ setzt Chronoswiss seine Faszination für den Kosmos fort – nicht als fernes Schauspiel, sondern unmittelbar am Handgelenk.

Das teils handguillochierte, dezentrale Open-Gear-Zifferblatt trägt eine farbwechselnde CVD-Beschichtung, die je nach Lichteinfall von tiefem Grün zu Ozeanblau changiert. Es erinnert an den Blick auf die Atmosphäre eines Planeten aus dem Orbit.

Links erscheint der gelaserte Mond in beeindruckender Detailtiefe. Basierend auf einem NASA-Originalfoto wurde die zerklüftete Oberfläche plastisch rekonstruiert – eine subtile, dreidimensionale Struktur, die den Blick fesselt.

Transparente Stunden- und Datumsringe aus ITR2 scheinen über diesem Terrain zu schweben und das Zifferblatt zu umkreisen. Darunter wird das freigelegte Räderwerk von einer hellblauen Brücke akzentuiert, die den Farbton des zentralen Sekundenzeigers aufnimmt. Die Mondphasenanzeige mit Titanmond ist mit Sternen aus Super-LumiNova verziert.

Im bis zehn Bar wasserdichten 44-Millimeter-Edelstahlgehäuse arbeitet das Chronoswiss-Kaliber C.308 mit 42 Stunden Gangreserve und treibt Stunden, Minuten, Datum und Mondphasenanzeige zuverlässig an. (UVP: 23.400 €)

chronoswiss.com


Gerald Charles – Masterlink Perpetual Calendar

In der kompliziertesten Uhr von Gerald Charles seit der Wiedergründung der Marke vor weniger als zehn Jahren arbeitet das innerhalb von drei Jahren vollständig inhouse entwickelte Automatikwerk GCA11000 mit goldenem Mikrorotor und einer Gangreserve von 50 Stunden. Die drei Zähler der „Masterlink Perpetual Calendar“ zeigen Tag, Datum, Monat, Mondphase und Schaltjahr an. Sie sind mechanisch so programmiert, dass sie die unterschiedlichen Monatslängen – auch in Schaltjahren – für mehr als 100 Jahre berücksichtigen.

Masterlink Perpetual Calendar von Gerald Charles
Masterlink Perpetual Calendar von Gerald Charles

Federico Ziviani, CEO von Gerald Charles, erläutert: „Nach 400 Jahren Uhrmacherkunst erfüllt es uns mit großem Stolz, dass wir bei Gerald Charles eine Weltneuheit präsentieren konnten: den ersten asymmetrischen ewigen Kalender mit Mikrorotor und einer eigens entwickelten Drei-Zähler-Anzeige. Wir sind besonders stolz darauf, dass der Masterlink Perpetual Calendar auch der Mission all unserer Uhren entspricht: ultradünn, wasserdicht und vielseitig zu sein.“

Zum Verkaufsstart werden zwei Versionen erhältlich sein. Die erste verfügt über ein zweistufiges Fumé-Zifferblatt mit einer markanten, vertikalen Aussparung in Gitterform. Die zweite Version besitzt ein skelettiertes Zifferblatt unter einer dünnen Saphirglasschicht, die die Stundenmarkierungen fixiert. Bei beiden Ausführungen befinden sich bei 6 Uhr das Zeigerdatum und die Mondphasenanzeige; der Wochentag ist bei 9 Uhr und der Monat bei 3 Uhr abzulesen.

Die Anzeigen der „Masterlink Perpetual Calendar“ werden über vier Drücker eingestellt, zwei auf jeder Seite des Gehäuses. Jeder Drücker verfügt über eine Vertiefung, die die Bedienung mit dem mitgelieferten Stift erleichtert. Dieser besitzt eine spezielle, weiche Spitze, die Kratzer am Gehäuse während der Einstellung verhindert. (Preis auf Anfrage)

geraldcharles.com


SINN – 308 Jagduhr

Diese Neuheit von Sinn Spezialuhren ist auf die anspruchsvollen Licht- und Einsatzbedingungen bei der Jagd abgestimmt. Im Mittelpunkt des dunkelgrünen Zifferblatts steht die bei 6 Uhr positionierte Mondlichtanzeige – eine besondere Komplikation, die anzeigt, wann das natürliche Mondlicht eine ausreichende Helligkeit erreicht.

Die „308 Jagduhr“ liefert so eine verlässliche Orientierung in Situationen, in denen künstliche Lichtquellen nicht eingesetzt werden dürfen und ausschließlich vorhandenes Umgebungslicht zur Verfügung steht.

Sowohl die Mondlichtanzeige als auch die von Hand aufgesetzten Indizes sind zudem mit hybridkeramischen Nachleuchtelementen ausgestattet. Durch die Integration der Leuchtpigmente in das keramische Formteil entsteht eine außergewöhnlich hohe Konzentration des Leuchtmittels. Daraus resultieren eine sehr hohe Leuchtintensität und eine hervorragende Ablesbarkeit in der Dunkelheit, unterstützt durch die mit Superluminova belegten Zeiger. In diesem technischen Gesamtkonzept gewährleistet die Ar-Trockenhaltetechnik eine erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit.

Im Inneren des bis 20 Bar wasserdichten und unterdrucksicheren 40-Millimeter-Gehäuses aus Edelstahl arbeitet das Automatikwerk SW 382-1 von Sellita. (UVP: 2.570 € (Leder- oder Silikonband), 2.870 € (Edelstahlband))

sinn.de

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