Uhren-News Kompakt: Zwischen Tiefsee, zweiter Zeitzone und V12-Faszination

Von der professionellen Taucheruhr über den praktischen Reisebegleiter bis hin zur spektakulären Konzeptuhr mit Motorsport-DNA: Die aktuellen Neuheiten zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich moderne Uhrmacherei heute interpretiert werden kann. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch, technische Funktionalität mit einer klaren gestalterischen Identität zu verbinden.

TAG Heuer bringt einen V12 ans Handgelenk

Den spektakulärsten Auftritt der Woche jedoch TAG Heuer. Mit der auf lediglich 50 Exemplare limitierten Monaco Speed 12 verwandelt die Marke die Faszination eines Zwölfzylinder-Motors in eine außergewöhnliche Stundenanzeige.

Die neue TAG Heuer Monaco Speed 12

Zwölf rotierende Kolben umkreisen das Zifferblatt und zeigen in Verbindung mit dem zentralen Minutenzeiger die jeweilige Stunde an. Die Uhr basiert auf einem von La Fabrique du Temps Louis Vuitton entwickelten Spin-Time-Konzept, das für die Monaco Speed 12 neu interpretiert wurde.

Das quadratische Gehäuse aus Titan Grade 5 bleibt der ikonischen Monaco treu, während das offene Zifferblatt und die mechanische Inszenierung an einen Hochleistungsmotor erinnern. Passend vorgestellt wurde die Uhr im Umfeld des Formel-1-Grand-Prix von Monaco – jenem Ort, mit dem die Monaco seit Jahrzehnten eng verbunden ist.

TAG Heuer Monaco Speed 12 von vorn und hinten

Seiko Prospex feiert zwei Jubiläen unter Wasser

Mit der neuen Prospex PADI 60th & Seiko 10th Anniversary Partnership Limited Edition feiert Seiko gleich zwei Meilensteine: das 60-jährige Bestehen von PADI sowie zehn Jahre Partnerschaft zwischen der weltweit größten Tauchausbildungsorganisation und Seiko Prospex.

Prospex PADI 60th & Seiko 10th Anniversary Partnership Limited Edition

Basis der auf 8.000 Exemplare limitierten Sonderedition ist die beliebte „Turtle“, die seit Jahren zu den bekanntesten Taucheruhren der Marke zählt. Blau-rote Akzente greifen die Farben von PADI auf, während eine neu entwickelte blaue Keramiklünette die Verbindung zur Unterwasserwelt unterstreicht.

Mit 200 Metern Wasserdichtigkeit, verschraubter Krone, LumiBrite-Leuchtmasse und dem bewährten Automatikkaliber 4R36 bleibt die Uhr dabei ganz ihren professionellen Wurzeln treu. Gleichzeitig erinnert sie daran, wie eng die Geschichte moderner Taucheruhren mit der Entwicklung des Sporttauchens verbunden ist.

Favre Leuba erweitert die Deep Raider um eine Day-Date-Version

Während viele Marken auf immer komplexere Komplikationen setzen, konzentriert sich Favre Leuba auf das, was im Alltag tatsächlich relevant ist. Die neue Deep Raider Day Date ergänzt die Taucheruhren-Kollektion um eine Wochentags- und Datumsanzeige und macht die Deep Raider damit noch vielseitiger.

Favre Leuba: Deep Raider Day-Date

Besonders auffällig sind die neuen Dégradé-Zifferblätter, die in Blau, Grün, Burgund oder Lachs erhältlich sind und zur unteren Hälfte hin in Schwarz verlaufen. Der Farbverlauf erinnert an Sonnenauf- und Sonnenuntergänge und verleiht der ansonsten robusten Taucheruhr eine überraschend elegante Note.

Favre Leuba: Deep Raider Day-Date

Mit 40 Millimetern Durchmesser, 30 ATM Wasserdichtigkeit, Keramiklünette und einem auf dem Sellita SW220-1 basierenden Automatikkaliber bleibt die Uhr ihrer sportlichen Herkunft treu. Gleichzeitig zeigt Favre Leuba, wie sich klassische Tool-Watches behutsam in Richtung Alltagstauglichkeit weiterentwickeln lassen.

Bruno Söhnle setzt auf kosmopolitische Eleganz

Auch bei Bruno Söhnle steht Funktionalität im Mittelpunkt – allerdings aus einer anderen Perspektive. Die neue Brunello GMT richtet sich an Vielreisende und alle, die regelmäßig zwischen verschiedenen Zeitzonen unterwegs sind.

Bruno Söhnle: Brunello GMT

Das neue Modell führt die bekannte Brunello-Linie fort und kombiniert ein flaches 41-Millimeter-Gehäuse mit einer zusätzlichen GMT-Anzeige auf sechs Uhr sowie dem für die Marke typischen Großdatum auf zwölf Uhr. Besonders bemerkenswert ist dabei der Preis: Bereits ab 750 Euro bietet Bruno Söhnle eine zweite Zeitzone und die aufwendige Glashütter Veredelung seines Quarzwerks.

Die Brunello GMT zeigt damit einmal mehr, dass hochwertige Uhrmacherei aus Glashütte nicht zwangsläufig mechanisch sein muss. Vielmehr setzt die Marke konsequent auf ihren eigenen Weg zwischen Präzision, Funktionalität und sächsischer Handwerkskunst.

Bruno Söhnle: Brunello GMT

Drei Wege, technische Uhrmacherei zu interpretieren

Die Neuheiten dieser Woche zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich moderne Uhrenmarken technische Funktionen interpretieren. Seiko feiert die Welt des Tauchens, Favre Leuba setzt auf Alltagstauglichkeit, Bruno Söhnle auf Reisen und praktische Zeitzonenfunktionen. TAG Heuer wiederum beweist, dass Uhrmacherei auch heute noch überraschen und begeistern kann – wenn sie den Mut besitzt, technische Ideen völlig neu zu denken.

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