USA stützen Schweizer Uhrenexporte im Mai 2026, China und Deutschland bremsen
Die Schweizer Uhrenexporte blieben im Mai 2026 stabil und verzeichneten gegenüber dem Vorjahresmonat ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.
Der Gesamtwert der Schweizer Uhrenexporte belief sich im Mai 2026 auf 2,1 Milliarden CHF. Dies trug dazu bei, den kumulierten Rückgang der ersten fünf Monate des Jahres, der nun bei 3,1 Prozent liegt, etwas abzufedern.
Materialmix: Bimetall wächst, Stahl und Edelmetall verlieren
Betrachtet man den Exportwert, reichte das Wachstum bei Bimetall-Modellen (+34 %) nicht aus, um die Rückgänge bei Uhren aus Edelmetall (-7,2 %) und Stahluhren (-5,4 %) auszugleichen.
Bei den Stückzahlen wirkte sich insbesondere der starke Rückgang bei Stahluhren (-9,6 %) negativ aus. Dieser konnte auch durch den Zuwachs bei Uhren aus „sonstigen Materialien“ (+17,3 %) nicht kompensiert werden. Insgesamt sank die Zahl der exportierten Uhren um knapp 14.000 Stück, verglichen mit dem Mai 2025.
Unterschiedliche Entwicklung in den Preissegmenten
In den verschiedenen Preissegmenten zeigten sich gegensätzliche Tendenzen. Uhren im oberen Preissegment legten um 3,7 Prozent zu, während das Exportvolumen bei Modellen im Preisbereich zwischen 500 und 3.000 CHF um 17,2 Prozent zurückging.
Demgegenüber verzeichneten Uhren mit einem Exportpreis zwischen 200 und 500 CHF einen deutlichen Anstieg um 23,6 Prozent.
USA und Großbritannien treiben Wachstum
Die USA (+12,3 %) und das Vereinigte Königreich (+24,9 %) entwickelten sich positiv, begünstigt durch einen günstigen Basiseffekt.
Frankreich behauptete seinen zweiten Platz unter den wichtigsten Absatzmärkten und erzielte ein bemerkenswertes Wachstum von 57 Prozent. Grund dafür ist vorrangig die Rolle des Landes als Logistikdrehscheibe seit Dezember 2025.
Hongkong (+3,4 %) bestätigte Anzeichen einer schrittweisen Erholung.
China, Deutschland und Nahost mit Einbußen
China erwies sich erneut als äußerst volatil und verzeichnete einen Rückgang von 21,4 Prozent. Japan (-3,5 %) setzte seinen Abwärtstrend fort. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (-13,5 %) und Deutschland (-18 %) mussten deutliche Einbußen hinnehmen.






