INSIGHT-RADAR: Kurznachrichten aus der Uhrenbranche
Die Uhrenbranche bleibt in Bewegung: Führungswechsel, positive Geschäftszahlen und außergewöhnliche Markenkooperationen prägen die aktuellen Entwicklungen. Der INSIGHT-RADAR fasst die wichtigsten Meldungen der vergangenen Tage kompakt zusammen.
In diesem INSIGHT-RADAR im Fokus: Abschied bei Maurice Lacroix, starke Halbjahreszahlen von Hermès und das Swatch-Engagement beim 79. Locarno Film Festival.
Stéphane Waser verlässt Maurice Lacroix nach 18 Jahren
Für viele ist er Mister Maurice Lacroix. Nun verlässt Stéphane Waser nach 18 Jahren die Schweizer Uhrenmarke. Waser kam 2008 zu Maurice Lacroix und führt die Marke seit 2014 als Managing Director. Seine Amtszeit war geprägt von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen – von der Weltwirtschaftskrise über die Corona-Pandemie bis hin zum Ukraine-Krieg. Zugleich entwickelte sich Maurice Lacroix in diesen Jahren zu einer erfolgreichen Schweizer Uhrenmarke mit Fokus auf erschwingliche Luxusuhren.
Bislang gibt es noch keine offizielle Mitteilung von Maurice Lacroix. Auf seinem LinkedIn-Account schreibt Stéphane Waser jedoch:
„Nach einer unglaublichen 18-jährigen Reise mit Maurice Lacroix habe ich beschlossen, dass es Zeit ist, mich auf ein neues Kapitel vorzubereiten. Während ich während dieser Übergangsphase voll engagiert bleibe, möchte ich einen Moment nutzen, um allen, die Teil dieser Reise waren, meine aufrichtige Dankbarkeit auszudrücken. An meine Kollegen, unsere Partner, Kunden, Lieferanten, Einzelhändler, Medien und Freunde auf der ganzen Welt – vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Zusammenarbeit und Unterstützung über die Jahre. Es war ein Privileg, mit so vielen talentierten und leidenschaftlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam haben wir unvergessliche Momente erlebt, echte Herausforderungen überwunden, spannende Innovationen eingeführt und die Entwicklung von Maurice Lacroix mitgeprägt. Ich bin sehr stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Wenn ich nach vorne blicke, tue ich dies mit Dankbarkeit, Optimismus und echter Begeisterung für das, was als Nächstes kommt.“
Auf der Inhorgenta 2026 war Stéphane Waser mein Gesprächspartner auf der Watch-Talks-Bühne. Auf meine Frage, ob er sich ein Leben ohne Maurice Lacroix vorstellen könne, antwortete er:
Hermès bleibt auf Wachstumskurs – Uhrensparte legt im zweiten Quartal zu
Der konsolidierte Umsatz des französischen Luxusgüterkonzerns belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 8,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent zu konstanten Wechselkursen beziehungsweise zwei Prozent zu aktuellen Wechselkursen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Mit Ausnahme des Nahen Ostens verzeichneten alle Regionen Umsatzwachstum. Besonders stark entwickelten sich Nord- und Südamerika, Japan sowie Europa ohne Frankreich – jeweils im ersten und zweiten Quartal.
Im zweiten Quartal erzielte Hermès einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und damit ein Plus von sieben Prozent zu konstanten Wechselkursen. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem ersten Quartal leicht, insbesondere in Frankreich, Japan und im Nahen Osten.
Axel Dumas, Executive Chairman von Hermès, kommentiert: „Im ersten Halbjahr 2026 hat Hermès eine starke Entwicklung erzielt. Sie spiegelt die hohe Attraktivität unserer 16 Geschäftsbereiche und das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden wider. Dank der Stärke unseres einzigartigen handwerklichen Modells und einer ausgewogenen Unternehmensführung blicken wir mit Zuversicht auf das zweite Halbjahr.“
Bis Ende Juni verzeichneten alle Geschäftsbereiche mit Ausnahme von Parfum & Beauty Wachstum. Besonders die Bereiche Lederwaren, Ready-to-Wear & Accessoires, Seide & Textilien sowie Uhren beschleunigten ihr Wachstum im zweiten Quartal.

Die Uhrensparte blieb im ersten Halbjahr insgesamt stabil, verzeichnete jedoch im zweiten Quartal ein solides Wachstum. Parallel dazu baut Hermès seine Produktionskapazitäten weiter aus: Der Ausbau der Uhrenmanufaktur in Le Noirmont (Schweiz) soll bis 2028 abgeschlossen sein. hermes.com
Swatch: Hauptsponsor des 79. Locarno Film Festivals
Swatch ist erneut Hauptpartner des Locarno Film Festivals, das vom 5. bis 15. August 2026 stattfindet. Neben der limitierten Edition „Locarno79 Pay“ gestaltet die Marke außerdem die offizielle Eröffnungsfeier des Festivals.
Dazu hat Swatch den britischen Künstler Sam Wilde, Artist-in-Residence des Swatch Art Peace Hotel, eingeladen, seine Arbeit „Precarious Pangolins“ als Videoinstallation zu präsentieren. Die Installation wird bei der Eröffnung des Festivals am 5. August gezeigt und bleibt während der gesamten Festivaldauer zu sehen.
Zur Förderung des Autorenkinos verleiht Swatch zudem auch in diesem Jahr den „Swatch First Feature Award“ im Wert von 15.000 Schweizer Franken an eine talentierte Filmemacherin oder einen talentierten Filmemacher. swatch.com







