Fossil Group: Bereinigtes Betriebsergebnis verdoppelt – Umsatz rückläufig

Allerdings gilt dies nur auf währungsbereinigter Basis. Das bereinigte Betriebsergebnis auf Basis konstanter Wechselkurse des US-amerikanischen Unternehmens belief sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 4. Juli endete, auf 8,6 Millionen US-Dollar.

Im zweiten Quartal 2025 betrug das bereinigte Betriebsergebnis der Fossil Group 4,3 Millionen US-Dollar. Damit hat es sich auf währungsbereinigter Basis innerhalb eines Jahres verdoppelt.

Ausgewiesenes Betriebsergebnis deutlich niedriger

Der operative Gewinn der Fossil Group auf tatsächlicher Wechselkursbasis betrug hingegen nur 3,2 Millionen US-Dollar, verglichen mit 8,5 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2025. Das entspricht einem Rückgang von rund 62 Prozent.

Der Bruttogewinn belief sich auf 130,8 Millionen US-Dollar gegenüber 126,7 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Nettoumsatz rückläufig

Der Nettoumsatz belief sich auf 209,7 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent auf ausgewiesener Basis beziehungsweise 4,4 Prozent auf währungsbereinigter Basis gegenüber 220,4 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025. Als Grund für den Umsatzrückgang nennt die Fossil Group unter anderem Maßnahmen zur Optimierung des Filialnetzes und der Vertriebskanäle.

Besonders deutlich ging im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 der Umsatz in Europa zurück, und zwar um 18,2 Prozent. In Asien stieg er dagegen um 3,7 Prozent und in Amerika um 0,2 Prozent.

Der Großhandelsumsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 0,9 Prozent, während der Direktvertrieb um 14,6 Prozent zurückging. Innerhalb der Direktvertriebskanäle, zu denen E-Commerce und die Fossil-Einzelhandelsgeschäfte zählen, gingen die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent zurück.

Uhrenumsatz nahezu stabil – Smartwatches spielen keine Rolle mehr

In der wichtigsten Produktkategorie klassische Uhren sank der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf währungsbereinigter Basis um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Smartwatches spielen für das heutige Geschäft der Fossil Group dagegen keine relevante Rolle mehr. Dies ist vor dem Hintergrund interessant, dass die Fossil Group noch vor wenigen Jahren besonders stark auf Connected Watches und Smartwatches setzte. 2018 machten Wearables bereits 18 Prozent des gesamten Uhrenumsatzes aus; in Amerika lag ihr Anteil sogar bei 21 Prozent.

Die Fossil Group hatte das Smartwatch-Geschäft zunächst massiv ausgebaut und Smartwatches für 14 eigene und lizenzierte Marken entwickelt. 2020 bezeichnete das Unternehmen Wearables noch als seine am schnellsten wachsende Kategorie. In den Folgejahren wurde der Wettbewerb mit Technologiekonzernen jedoch zunehmend schwieriger, während sich gleichzeitig die wirtschaftliche Situation der Fossil Group verschlechterte. 2024 zog sich das Unternehmen schließlich vollständig aus dem Smartwatch-Geschäft zurück.

Fossil Group blickt optimistisch nach vorn

Franco Fogliato, CEO der Fossil Group, zieht dennoch eine positive Bilanz und blickt optimistisch in die Zukunft:

„Wir haben ein weiteres Quartal über unseren Erwartungen abgeschlossen. Ausschlaggebend dafür war eine breit angelegte Stärke über unsere Kernmarken, Vertriebskanäle und viele unserer wichtigen geografischen Märkte hinweg.“

Franco Fogliato, CEO der Fossil Group
Franco Fogliato, CEO der Fossil Group

Auch für die weitere Entwicklung zeigt sich Fogliato zuversichtlich: „Die starke Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 und die anhaltende Dynamik unseres Geschäfts ermöglichen es uns, unseren Finanzausblick für das Gesamtjahr zuversichtlich anzuheben. Dieser beinhaltet insbesondere die erwartete Rückkehr zu einem Umsatzwachstum im vierten Quartal, eine verbesserte Profitabilität und einen positiven Free Cashflow. Es ist offensichtlich, dass unsere Weiterentwicklung hin zu einem markenorientierten, auf den Verbraucher ausgerichteten Geschäftsmodell – kombiniert mit den gesunden Fundamentaldaten der Uhrenbranche – uns in die Lage versetzt, langfristig profitables Wachstum und einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Aktionäre zu erzielen.“

Finanzausblick für 2026

Das Unternehmen hebt seine Finanzprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Der weltweite Nettoumsatz soll um 3 bis 5 Prozent zurückgehen, wobei im vierten Quartal die Rückkehr zum Umsatzwachstum erwartet wird.


Über die Fossil Group

Die Fossil Group ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das sich auf Lifestyle-Accessoires spezialisiert hat. Das Portfolio eigener und lizenzierter Marken umfasst Uhren, Schmuck, Handtaschen, Kleinlederwaren, Gürtel und Sonnenbrillen. Zu den Eigenmarken gehören Fossil, Michele, Relic, Skagen und Zodiac. Hinzu kommen die Lizenzmarken Armani Exchange, Diesel, Emporio Armani, Michael Kors, Skechers und Tory Burch. fossilgroup.com

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