Maison Alcée und MB&F: Nostromo – der Bausatz

Eine mechanische Uhr lässt sich betrachten, tragen oder sammeln. Bei Nostromo beginnt die eigentliche Erfahrung jedoch vor der fertigen Uhr: Die neue Tischuhr von Maison Alcée und der M.A.D.Gallery von MB&F wird in Einzelteilen geliefert und von ihrem Besitzer selbst zusammengesetzt. 222 Komponenten, Uhrmacherwerkzeuge und eine ausführliche Anleitung gehören zum Konzept.

Maison Alcée Nostromo von MB&F
Nostromo wird als Bausatz mit mehr als 200 Komponenten geliefert. Bild: MB&F / Maison Alcée

Eine mechanische Kreatur aus dem All

Gestaltet wurde Nostromo von Maximilian Maertens, Creative Designer bei MB&F. Der Mechanismus liegt horizontal und ruht auf drei organisch wirkenden Beinen. Das offene Zifferblatt gibt den Blick auf einen großen Teil der Mechanik frei. Form und Name verweisen auf die Science-Fiction-Welt des ersten „Alien“-Films, dessen Raumschiff Nostromo heißt.

Trotz dieser erzählerischen Ebene bleibt Nostromo eine vollwertige mechanische Tischuhr. Sie zeigt Stunden, Minuten und Sekunden, verfügt über einen Stundenschlag und bietet eine Gangreserve von 14 Tagen. Nach dem Zusammenbau kann sich die fertige Uhr auf ihren drei Beinen drehen.

222 Bauteile und rund zehn Stunden Arbeit

Nostromo wird als Bausatz mit mehr als 200 Komponenten geliefert. Bild: MB&F / Maison Alcée

Mit Ausnahme des bereits vormontierten Regulierorgans wird der gesamte Mechanismus zu Hause aufgebaut. Nach Angaben der Hersteller sind dafür keine uhrmacherischen Vorkenntnisse erforderlich. Für den Zusammenbau werden etwa zehn Stunden veranschlagt.

Zum Lieferumfang gehören die erforderlichen Werkzeuge, ein 250 Seiten starkes illustriertes Handbuch, ergänzende Videos und der Zugang zu einer privaten Austauschgruppe. Das fertige Objekt ist damit nur ein Teil des Produkts. Ebenso wichtig ist der Einblick in Aufbau und Funktion eines mechanischen Uhrwerks.

Nostromo: der Zusammenbau erfordert etwa 10 STunden Zeit Bild: MB&F / Maison Alcée

Aus einer ungewöhnlichen Idee wird eine Zusammenarbeit

Maison Alcée wurde von Alcée und Benoît Montfort gegründet. Die junge französische Marke übertrug mit ihrer ersten Tischuhr Persée klassische Uhrmacherarbeit in ein Selbstbaukonzept. Für Persée Azur erhielt sie 2023 beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève den Audacity Prize.

Die M.A.D.Gallery gehörte zu den ersten Verkaufsstellen, die dieses Konzept aufnahmen. Nostromo führt die Verbindung anlässlich des 15-jährigen Bestehens der von MB&F gegründeten Galerie fort. Die Zusammenarbeit wirkt deshalb weniger wie eine äußerlich hinzugefügte Sonderedition als wie die Verbindung zweier ähnlich spielerischer Vorstellungen von mechanischer Kunst.

50 Exemplare und ein gemeinsames Projekt in Genf

Nostromo ist auf 50 Exemplare limitiert und kostet 12.000 Schweizer Franken zuzüglich Mehrwertsteuer. Während der Geneva Watch Days können Besucher in der M.A.D.Gallery außerdem gemeinsam ein 51. Exemplar montieren. Wer sich am Aufbau beteiligt, nimmt an der anschließenden Verlosung dieser Uhr teil.

Gerade darin zeigt sich die Stärke des Projekts: Die Uhrmacherei wird nicht nur über technische Daten erklärt. Sie wird als Tätigkeit erfahrbar – mit Werkzeugen, Bauteilen und der Geduld, aus einzelnen Komponenten eine funktionierende Uhr entstehen zu lassen.

Weitere Informationen bei MB&F

Suchbegriff eingeben und Enter drücken