A. Lange & Söhne beim Concours of Elegance: Triple Split und 1815 Auf/Ab in Blau
A. Lange & Söhne hat den Concours of Elegance im Schlosspark von Hampton Court Palace genutzt, um drei limitierte Neuheiten erstmals öffentlich zu präsentieren. Vom 4. bis 6. September 2026 trafen dort seltene historische Automobile auf den neuen Triple Split in Platin sowie zwei Ausführungen der 1815 Auf/Ab mit tiefblauem Zifferblatt in Weiß- und Rotgold.
Der Concours of Elegance als feste Bühne für A. Lange & Söhne
Die Vorstellung in Hampton Court ist kein zufällig gewählter Rahmen. A. Lange & Söhne begleitet den Concours of Elegance seit 2018 und präsentiert dort jedes Jahr Glashütter Uhrmacherkunst im Umfeld bedeutender Klassiker der Automobilgeschichte. Beide Gebiete verbinden technische Konstruktion, handwerkliche Arbeit und den Anspruch, mechanische Kulturgüter über Generationen zu bewahren.
Der Concours ist für die Marke damit mehr als eine Veranstaltungspartnerschaft. In früheren Jahren entstanden eigens für Hampton Court gefertigte Einzelstücke: 2022 wurde die 1815 Chronograph „Hampton Court Edition“ vorgestellt, 2024 folgte der Datograph Auf/Ab „Hampton Court Edition“. Beide Uhren wurden zugunsten des King’s Trust versteigert. 2026 diente das Wochenende erneut als Premierenort – diesmal für reguläre, aber streng limitierte Modellvarianten des Triple Split und der 1815 Auf/Ab.
Die Verbindung zu den ausgestellten Automobilen wird besonders im Triple Split sichtbar: Seine Konstruktion ist auf die präzise Messung langer Vergleichszeiten ausgelegt. Die 1815 Auf/Ab steht daneben für eine klassische Gestaltung, deren funktionale Details unmittelbar aus der sächsischen Uhrmachertradition stammen.
Triple Split: Rattrapante-Chronograph in Platin

Der neue Triple Split trägt die Referenz 424.025F. Sein Gehäuse besteht aus Platin 950, das Zifferblatt aus massivem Silber. Die rhodiéfarbene Hauptfläche wird von dunkleren grauen Totalisatoren gegliedert. Blaue Akzente auf den Rattrapante-Zeigern und der Gangreserveanzeige setzen einen kühlen Kontrast.
Das technische Prinzip bleibt unverändert außergewöhnlich: Der Triple Split kann Vergleichszeiten nicht nur bei den Sekunden, sondern auch bei Minuten und Stunden messen. Damit lassen sich zwei gleichzeitig beginnende Ereignisse über einen Zeitraum von bis zu zwölf Stunden getrennt stoppen. Drei übereinander angeordnete Zeigerpaare übernehmen diese Aufgabe.
Im Inneren arbeitet das Manufakturkaliber L132.1 mit Handaufzug. Es verbindet den Schleppzeigermechanismus mit einer Flyback-Funktion und einer präzise springenden Minutenzählung. Die Gangreserve beträgt 55 Stunden. Das Werk wird in der für A. Lange & Söhne typischen Weise zweimal montiert und von Hand finissiert. Die neue Platinversion ist auf 100 Exemplare limitiert.
1815 Auf/Ab mit blauem Zifferblatt
Deutlich zurückhaltender tritt die 1815 Auf/Ab auf. Ihre Besonderheit liegt in der klassischen Architektur: Eisenbahnminuterie, arabische Ziffern und kleine Sekunde erinnern an historische Taschenuhren. Die namensgebende Gangreserveanzeige bei drei Uhr verwendet die deutschen Begriffe „Auf“ und „Ab“.
2026 kombiniert die Manufaktur dieses vertraute Gesicht mit einem blauen Zifferblatt aus massivem Silber. Zur Wahl stehen Weißgold mit der Referenz 244.028 und Rotgold mit der Referenz 244.037. Beide Gehäuse messen 37,5 Millimeter im Durchmesser und 8,7 Millimeter in der Höhe. Damit bleibt die Uhr bewusst kompakt.

Das Handaufzugskaliber L051.2 liefert 72 Stunden Gangreserve. Zwei Federhäuser ermöglichen, dass die Uhr nach vollständigem Aufzug drei Tage weiterläuft. Neben Stunden und Minuten zeigt sie die kleine Sekunde und den verbleibenden Energievorrat an. Jede der beiden Goldversionen ist auf 300 Exemplare limitiert.
Zwei unterschiedliche Seiten der Manufaktur
Die Neuheiten zeigen zwei Pole im Programm von A. Lange & Söhne. Der Triple Split demonstriert die technische Kompetenz der Manufaktur mit einer Funktion, die in dieser Kombination weiterhin eine Ausnahme darstellt. Die 1815 Auf/Ab reduziert die mechanische Information dagegen auf das Wesentliche und macht den Stand des Federhauses zu einem gestalterischen Element.
Gemeinsam sind den drei Uhren die aufwendige Werkfinissierung, die klar gegliederte Anzeige und die Limitierung. Preise nennt A. Lange & Söhne nur auf Anfrage.





