Grand Guilloche One: Alexander Shorokhoff trifft Jochen Benzinger

Alexander Shorokhoff und Jochen Benzinger bringen mit der Grand Guilloche One zwei deutlich erkennbare Handschriften zusammen. Expressive Farben treffen auf ein Zifferblatt, dessen Strukturen auf historischen Guillochiermaschinen von Hand entstehen. Die erste Edition ist auf 30 Exemplare limitiert.

Zifferblatt der Alexander Shorokhoff Grand Guilloche One mit handguillochierten Strukturen und farbigen Segmenten
Das Zifferblatt der Grand Guilloche One verbindet ein Moiré-Muster mit farbig guillochierten Segmenten. Bild: Alexander Shorokhoff

Ein Zifferblatt von zwei historischen Maschinen

Im Mittelpunkt steht das mehrteilige, stark strukturierte Zifferblatt. Für das Moiré-Muster des Hauptzifferblatts arbeitet Jochen Benzinger mit einer Rosettenmaschine von Augenstein aus Pforzheim, die um 1900 gebaut wurde. Fein geschnittene Linien überlagern sich und erzeugen einen schimmernden Effekt, der sich mit dem Lichteinfall verändert.

Jochen Benzinger arbeitet an einer historischen Guillochiermaschine am Zifferblatt der Grand Guilloche One
Die Zifferblätter werden auf historischen, vollständig mechanischen Maschinen bearbeitet. Bild: Alexander Shorokhoff
Erwärmung eines Zifferblatts der Alexander Shorokhoff Grand Guilloche One mit einer Gasflamme
Ein weiterer Arbeitsschritt bei der Veredelung des Zifferblatts. Bild: Alexander Shorokhoff

Die farbigen Segmente werden auf einer Straight Line Engine von Gudel aus Biel bearbeitet, die aus der Zeit um 1925 stammt. Drehgeschwindigkeit, Schneiddruck, Schnitttiefe und Versatz werden dabei manuell gesteuert. Transparente Akzente in Blau und Gelb sowie eine galvanische Veredelung machen die feinen Strukturen sichtbar.

Avantgarde und traditionelle Dekoration

Die Zusammenarbeit lebt vom Kontrast: Alexander Shorokhoff steht für eine expressive, häufig asymmetrische Gestaltung, während Jochen Benzinger traditionelle Verfahren der Werk- und Zifferblattveredelung pflegt. Bei der Grand Guilloche One wird die Guillochierung deshalb nicht zum zurückhaltenden Hintergrund, sondern selbst zum prägenden Gestaltungselement.

Nur 30 Exemplare

Die Fertigung der Grand Guilloche One beginnt nach Abschluss der Entwurfsphase. Die erste Auflage umfasst lediglich 30 Uhren. Nach Angaben der Manufaktur war bereits vor der Verfügbarkeit mehr als die Hälfte der Edition vorreserviert.

Damit richtet sich das Modell weniger an Käufer einer klassischen Serienuhr als an Sammler, die sichtbare Handarbeit und eine bewusst eigenständige Gestaltung suchen. Ein konkreter Termin für die Auslieferung wurde zunächst nicht genannt.

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