Inhorgenta 2027: Frankreich kommt mit über 40 Marken nach München
Frankreich baut seine Präsenz auf der Inhorgenta 2027 deutlich aus. Vom 19. bis 22. Februar präsentieren sich mehr als 40 französische Uhren- und Schmuckmarken auf dem Münchner Messegelände. Gegenüber der vorherigen Ausgabe steigt die Zahl der Aussteller aus Frankreich nach Angaben der Messe um 54 Prozent.
Drei „French Pavilions“ für die INHORGENTA
Gemeinsam mit dem französischen Branchenverband Francéclat richtet die Inhorgenta erstmals drei eigenständige French Pavilions ein. Sie sind den Bereichen Timepieces, Fine & High Jewelry sowie Lifestyle Jewelry zugeordnet. Damit wird die französische Beteiligung nicht in einer gemeinsamen Fläche gebündelt, sondern entsprechend den unterschiedlichen Segmenten der Messe verteilt.
Als vierte Plattform mit starker französischer Beteiligung ergänzt der von Muriel Piaser kuratierte ICONIC Pavilion in Halle B2 das Konzept. Sein Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischem Design und markiert damit einen weiteren Zugang zur französischen Schmuckszene.
Mehr Sichtbarkeit für französische Marken
Die neue Struktur verschafft den teilnehmenden Marken eine klarere Einordnung innerhalb der Messe. Im Uhrenbereich treffen etablierte Hersteller auf jüngere, unabhängig geführte Marken. Die Schmuckpavillons decken sowohl hochwertige Einzelstücke und traditionelle Goldschmiedekunst als auch zugänglichere, designorientierte Kollektionen ab.
Frankreich besitzt eine breit gefächerte Uhren- und Schmucklandschaft, die international häufig weniger geschlossen auftritt als die Schweizer oder italienische Branche. Die gemeinsamen Pavillons schaffen deshalb nicht nur zusätzliche Fläche. Sie machen Herkunft, Gestaltungstraditionen und handwerkliche Kompetenzen als zusammenhängendes Profil sichtbar.
Francéclat und Inhorgenta vertiefen ihre Zusammenarbeit
Hinter dem Ausbau steht die vertiefte Kooperation zwischen Francéclat und der Messe München. Der französische Verband vertritt Unternehmen aus den Bereichen Schmuck, Uhren und Tafelwaren und unterstützt deren internationale Präsenz. Auf der Inhorgenta übernimmt er eine verbindende Rolle zwischen den einzelnen Marken und Messebereichen.
Für die Inhorgenta ist die deutlich größere französische Beteiligung zugleich ein weiterer Schritt zur Internationalisierung. Die Münchner Messe richtet sich an den europäischen Fachhandel und verbindet Uhren, Schmuck, Edelsteine, Design und Fertigungstechnik. Nationale Pavillons erleichtern insbesondere kleineren Marken den Zugang zu neuen Vertriebskontakten, ohne dass sie ihre gestalterische Eigenständigkeit aufgeben müssen.
Vier unterschiedliche Perspektiven auf französisches Design
Die vier Pavillons zeigen Frankreich nicht als einheitliche Stilrichtung. Klassische Uhrmacherei, Haute Joaillerie, modischer Schmuck und experimentelles Design erhalten jeweils einen eigenen Rahmen. Gerade diese Aufteilung dürfte die Vielfalt der französischen Szene deutlicher machen als eine einzelne Gemeinschaftsfläche.
Mit mehr als 40 Marken wird Frankreich 2027 zu einer der sichtbarsten internationalen Gruppen auf der Inhorgenta. Das Wachstum um 54 Prozent unterstreicht zugleich, wie stark München als Plattform für den europäischen Uhren- und Schmuckmarkt an Bedeutung gewinnt.






