Uhren-News kompakt: Frédérique Constant, DOXA, Favre Leuba und Formex

Bordeaux, Rosa, tiefes Blau und Schwarz mit roten Akzenten: Frédérique Constant, DOXA, Favre Leuba und Formex setzen bei ihren neuen Editionen auf ausdrucksstarke Zifferblätter. Die Konzepte reichen vom ewigen Kalender über die kompakte Taucheruhr und das handguillochierte Tourbillon bis zur Keramikuhr mit Meteoritzifferblatt.

Frédérique Constant: Ewiger Kalender in Bordeaux

Die Classic Perpetual Calendar Manufacture erhält ein bordeauxrotes Zifferblatt mit Sonnenschliff. Frédérique Constant limitiert die Edelstahlreferenz FC-776BRG3H6 auf 100 nummerierte Exemplare. Das Gehäuse misst 40 Millimeter im Durchmesser und 12,25 Millimeter in der Höhe; eine Zwiebelkrone und die umlaufende Eisenbahnminuterie geben der Gestaltung einen historischen Bezug.

Frédérique Constant Classic Perpetual Calendar in Bordeaux
Bordeauxroter Sonnenschliff und ein Stahlgehäuse kennzeichnen die auf 100 Exemplare begrenzte Edition. Bild: Frédérique Constant

Der Wochentag steht links, das Datum bei drei Uhr. Monate und Schaltjahreszyklus teilen sich die Anzeige bei zwölf Uhr, die Mondphase sitzt bei sechs Uhr. Das automatische Manufakturkaliber FC-776 berücksichtigt die unterschiedlichen Monatslängen und den Schaltjahresrhythmus mechanisch. Es ist eine Weiterentwicklung des FC-775, mit dem die Marke 2016 ihren ersten eigenen ewigen Kalender vorstellte.

Zum überarbeiteten Werk gehören ein optimierter Aufzugsmechanismus und eine neue Federlegierung. Die Gangreserve beträgt 72 Stunden. Durch den Saphirglasboden werden unter anderem Genfer Streifen, Perlage und die goldfarbene Schwungmasse sichtbar. Der Preis der limitierten Edition liegt bei 10.295 Euro.

Frédérique Constant FC-776BRG3H6 mit Kalenderanzeigen
Die Kalenderanzeigen sind um die zentrale Zeitanzeige und die Mondphase angeordnet. Bild: Frédérique Constant

DOXA SUB 200T Afterglow: Rosa nach Sonnenuntergang

Für die SUB 200T Afterglow arbeitet DOXA mit seinem langjährigen US-Handelspartner Exquisite Timepieces zusammen. Die Inspiration kommt aus dessen Heimat Naples an Floridas Westküste: Der rosa Farbton des Zifferblatts greift das Nachleuchten des Himmels nach Sonnenuntergang auf. Die Edition ist auf 50 Stück begrenzt und wird exklusiv über Exquisite Timepieces angeboten.

DOXA SUB 200T Afterglow mit rosa Zifferblatt
Die Afterglow verbindet die kompakte SUB-200T-Form mit einem exklusiven rosa Zifferblatt. Bild: DOXA

Das 39 Millimeter große Edelstahlgehäuse bleibt den Proportionen der regulären SUB 200T treu. Eine einseitig drehbare Lünette, das typische Reiskornband und eine Wasserdichtigkeit bis 200 Meter bewahren den Charakter der Taucheruhr. Ein Schweizer Automatikwerk zeigt Stunden, Minuten, Sekunden und Datum an. Die Sonderfarbe verändert damit vor allem den Auftritt eines bereits etablierten Modells.

Favre Leuba Chief Tourbillon: Handguillochiertes Blau

Favre Leuba legt die Chief Tourbillon als Guilloché Edition in 25 Exemplaren auf. Ihr tiefblaues Zifferblatt entsteht auf einer traditionellen Guillochiermaschine. Das von Hand geführte Gerstenkornmuster – Grain d’Orge – breitet sich vom Zentrum aus und verändert seine Lichtwirkung mit dem Blickwinkel. Rhodinierte Zeiger und applizierte Indizes tragen Super-LumiNova C1 X1.

Favre Leuba Chief Tourbillon Guilloché am Handgelenk
Handguillochiertes Blau ergänzt die markante Gehäuseform der Chief. Bild: Favre Leuba

Bei sechs Uhr dreht sich das Tourbillon einmal pro Minute. Der Käfig misst 14,85 Millimeter und gibt entsprechend viel von der Mechanik frei. Das Handaufzugskaliber FL T01 basiert auf dem von Jean-François Mojon für Favre Leuba überarbeiteten Chronode C502. Es arbeitet mit drei Hertz, besitzt 23 Lagersteine und liefert rund 60 Stunden Gangreserve.

Guillochiertes Zifferblatt und Tourbillon der Favre Leuba Chief
Das Tourbillon wird von einem blauen Gerstenkornmuster eingerahmt. Bild: Favre Leuba

Das kissenförmige Stahlgehäuse misst 41 Millimeter im Durchmesser und 11,45 Millimeter in der Höhe. Gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas schützt die Vorderseite; der Saphirboden zeigt das mit anthrazitfarbenen Genfer Streifen dekorierte Werk. Zum Stahlband mit H-förmigen Gliedern und Faltschließe kommt ein schwarzes FKM-Kautschukband. Beide lassen sich wechseln.

Formex Essence Ceramica Dark Matter Redshift: Meteoritenstruktur in Schwarz und Rot

Mit der Essence Ceramica Dark Matter Redshift erweitert Formex die im März 2025 vorgestellte Keramiklinie. Das neue Modell kombiniert ein 41 Millimeter großes Gehäuse und ein Band aus schwarzer Zirkonoxidkeramik mit einem massiven Muonionalusta-Meteoritzifferblatt. Dessen schwarze Goldgalvanik lässt die charakteristische Widmanstätten-Struktur sichtbar und verleiht ihr eine anthrazitfarbene bis nahezu schwarze Wirkung. Rote Schriftzüge, ein roter Sekundenzeiger und rote Markierungen am Zifferblattrand setzen dazu einen klaren Kontrast.

Meteoritzifferblatt der Formex Essence Ceramica Dark Matter Redshift
Die individuelle Meteoritenstruktur bleibt unter der dunklen Galvanik erkennbar. Bild: Formex

Die überwiegend sandgestrahlten Oberflächen verändern den Charakter der Essence Ceramica: Das matte Finish absorbiert Licht und lässt Fingerabdrücke weniger deutlich hervortreten. Diamantpolierte Gehäusefasen und eine neu geschnittene Facette an der Unterseite der Lünette bilden schmale reflektierende Konturen. An der ebenfalls sandgestrahlten Krone ist nur die abgeschrägte Seitenfläche poliert. So entsteht die plastische Wirkung vor allem aus dem Wechsel zwischen matter Fläche und glänzender Kante.

Zum technischen Konzept gehören die verschraubte Krone und das patentierte Case Suspension System. Diese gefederte Gehäusekonstruktion soll Tragekomfort und Stoßdämpfung verbessern. Das Keramikband verfügt über eine mikroverstellbare Schließe, mit der sich die Passform anpassen lässt. Bei der Fertigung arbeitet Formex mit dem Gehäuse-, Band- und Schließenhersteller Dexel sowie dem Zifferblattspezialisten Cadranor zusammen; alle drei Unternehmen befinden sich im selben Familienbesitz.

Formex Essence Ceramica Dark Matter Redshift mit Keramikgehäuse und Keramikband
Matte Keramikflächen und polierte Kanten strukturieren Gehäuse und Band. Bild: Formex

Im Inneren arbeitet das als Chronometer von der COSC zertifizierte Sellita SW200-2 Power+. Das automatische Kaliber bietet bis zu 65 Stunden Gangreserve. Gegenüber der bisherigen Werkbasis wurden laut Formex unter anderem Aufzug, Regulierung und Stoßsicherung überarbeitet. Die Redshift verbindet damit ihre neue Material- und Farbgestaltung mit einer längeren Laufzeit.

Die Referenz 0336.4.6208.411 kostet am Keramikband 4.190 Euro. Formex begrenzt die Fertigung auf 100 Uhren pro Jahr; die erste Serie ist einzeln von 001 bis 100 nummeriert. Die Vorstellung erfolgte am 16. Oktober zur Windup Watch Fair in New York, erste Auslieferungen sind für Ende November 2026 angekündigt. Kautschuk-, Nylon- und Lederbänder werden separat angeboten.

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