Time to Watches 2026: Hightech, Solar und Quarz – die neuen Trends der Uhrenwelt
Die Time to Watches will eine Plattform für alle Aspekte der Uhren-Welt sein, für alle Trends und jedes Publikum, ausdrücklich ohne Vorurteile und ohne Eintritts-Barrieren – mit Ausnahme der hoher Qualität der Produkte.
Damit ist sie auch zur Bühne für Marken, die entscheiden auf Elektronik und Digitales setzen.
Lange Zeit galt in der Welt der hochwertigen Uhren das Mantra, dass Mechanik gut, Elektronik hingegen böse sei. Hatte sich die europäische Uhrenindustrie doch nach der Quarz-Krise der 1070er Jahre als Luxusgut neu erfunden: nicht modern elektronisch, sondern traditionell mechanisch, hergestellt mit großer handwerklicher Sorgfalt. Das Quarzwerk wurde geschmäht, als sei es wie ein Fluch über die Welt gekommen – und nicht selbst das Ergebnis von Forschung und Expertise, ein Stück Kultur. Viele Uhren-Kenner gestehen ihm einen Platz in ihrer Mikrowelle zu oder bestenfalls in der Smartwatch, die sie ausdrücklich nur zum Sport tragen.
Daneben aber gibt es Uhrenmarken, die davon unbeirrt elektronische Uhren auf hohem Niveau herstellen, Hightech und die Tugenden klassischen Uhrenkauf verbinden. Und es fällt auf, das manche von ihnen das eine wie das andere beherrschen, die Entscheidung für digitale Technik also keineswegs eine Notlösung ist, sondern eine Variante von zeitmesstechnischer Exzellenz.

Tradition und Hightech
Junghans beispielsweise hat gerade erst eine neue Serie mechanischer und hoch belastbarer Taucheruhren vorgestellt und steht damit in der Tradition traditioneller Toolwatches. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Kompetenz in Sachen Hightech ausgebaut. Uhren wie die Meister Mega Solar zeugen die sachliche Eleganz der 1960er-Jahre. Und lassen kaum erkennen, dass sie dank Funksteuerung extrem präzise und mit ihrem Solarantrieb energetisch unabhängig sind.


Bei Nepro Watch in La Chaux-De-Fonds, auch ein Pionier der Digitaltechnik, hat man ein Modell von 1976 wiederaufleben lasse: Die Neprosolar, die zu den ersten autonomen Digitaluhren gehörte – in Zeiten, als andere Produkte noch ständige Batteriewechsel erforderten. Das Modell mit integriertem Band hat die Architektur typischer „Driver’s Watches“, die die zeit ablesbar machten, ohne dass die Hand vom Lenkrad genommen werden musste – hat aber auch bei Computerarbeit denselben Nutzen.

Swiss Military Hanowa setzt bei seinen quarzgetriebenen Produkten ganz auf Robustheit und auch bei der Gestaltung auf technische Innovationen. Das Zifferblatt der neuen „Sirius Lightning“ besteht aus unregelmäßig strukturiertem Carbon, dem Leuchtmittel beigefügt wurde. Bei Tag wirkt die markante Uhr konventionell, sorgt aber in der Nacht für einen ungewöhnlichen Gluteffekt.

Bilder: Junghans, Swiss Military, Nepro






