Neues Aufsichtsratsmitglied von Rolex hat beste Trump-Kontakte
Das auf die Marke Rolex fokussierte Coronet Magazine berichtet, dass Alexa Aponte, Finanzchefin des Genfer Unternehmens MSC, im Oktober dem Verwaltungsrat von Rolex beigetreten ist.

Bemerkenswert daran ist nicht nur, dass Alexa Aponte (links) eine der wenigen Frauen in diesem Rolex-Gremium ist.
Sie ist die Schwester von MSC-Präsident Diego Aponte, der maßgeblich an der Organisation des kürzlichen Besuchs einer Schweizer Wirtschaftsdelegation im Weißen Haus beteiligt war.
Die Schweizer Exportindustrie leidet seit der Erhebung von 39 Prozent Strafzoll für Ausfuhren in die USA erheblich unter den Zoll-Kapriolen von Donald Trump. Das gilt auch für die Uhrenbranche.
Laut Schweizer Handelszeitung gehörten zu den Teilnehmern bei dem Treffen im Oval Office unter anderem Alfred Gantner von der Partners Group (größter Anteilseigner an Breitling), Richemont-Chef Johann Rupert und Rolex-CEO Jean-Frédéric Dufour. Diego Aponte selbst war aufgrund von Terminüberschneidungen nicht dabei.
Die Verbindung zu Trump scheint aber dennoch eng zu sein. So arbeitete der Italiener laut Coronet zuvor mit Trumps Verbündeten an einem geplanten Deal zur Übernahme chinesischer Hafenterminals durch eine Partnerschaft mit BlackRock, darunter zwei am Panamakanal – ein Projekt, das Trumps Bestrebungen zur Ausweitung des US-Einflusses in der Region entsprach.
Die italienische Unternehmerfamilie Gianluigi Aponte ist Eigentümerin der MSC Group, einer der größten Container-Schifffahrtsgesellschaften und Hafenbetreiberinnen der Welt. Zudem ist man stark im Kreuzfahrtgeschäft vertreten. Die Familie lebt zurückgezogen in mehreren Villen rund um Genf. Das US-Wirtschafts- und Finanzmagazin Forbes schätzt das Vermögen der Apontes auf 63 Milliarden CHF.
„Durch die Berufung der Finanzchefin von MSC in seinen Aufsichtsrat hat sich Rolex mit einem der weltweit mächtigsten Logistiknetzwerke und indirekt mit den Handelsinteressen Washingtons verbunden.“
Coronet-Magazin






