Schweizer Uhrenexporte März 2026: Leichter Rückgang
Die Schweizer Uhrenexporte gingen im März 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 2,1 Milliarden CHF zurück. Mengenmäßig sank die Zahl der exportierten Armbanduhren um 0,6 Prozent auf 1,2 Millionen Stück.
Für das erste Quartal 2026 ergibt sich damit ein Exportvolumen von 6,2 Milliarden CHF. Das sind 1,4 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres (6,1 Mrd. CHF). Die USA, Japan und Hongkong belegen die ersten drei Plätze im Exportranking 2026 der Schweizer Uhrenexporte; Deutschland liegt auf dem 9. Platz.
Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Ende Februar begonnene Iran-Krieg auf die Dynamik der Uhrenbranche auswirken wird.
Rückgänge bei Edelmetall- und Stahluhren
Der Exportwert im März 2026 wurde durch einen Rückgang von vier Prozent bei Uhren aus Edelmetallen sowie einen Rückgang von neun Prozent bei Stahluhren belastet. Im Gegensatz dazu stiegen die Stückzahlen und erreichten insgesamt fast 57.000 zusätzliche Einheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich von Stahluhren (+5,8 %) und Uhren aus anderen Metallen (+23,8 %) getragen.
Abgesehen von Uhren mit einem Exportpreis zwischen 200 und 500 CHF, die aufgrund eines günstigen Basiseffekts ein Wachstum von 15,4 Prozent verzeichneten, mussten alle anderen Segmente einen leichten Rückgang hinnehmen (durchschnittlich −1 %).
USA mit leichtem Minus
Die Vereinigten Staaten gaben mit einem Rückgang von 1,6 Prozent den Ton an. Seit Dezember spiegelt die sehr starke Entwicklung in Frankreich (+72,4 % im März) nicht das tatsächliche Marktwachstum wider, sondern vielmehr Reexporte in andere Zielmärkte. Das Vereinigte Königreich (+3,2 %), China (+4,2 %) und Singapur (+4,9 %) verzeichneten Zuwächse, während Hongkong (+0,5 %) stabil blieb.
Demgegenüber mussten Japan (−12,6 %) und Deutschland (−8,5 %) deutliche Rückgänge hinnehmen. Der Konflikt im Nahen Osten hat die Uhrenexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate (+0,7 %) bislang nicht beeinträchtigt, während Saudi-Arabien einen Rückgang von 16,8 Prozent verzeichnete.






