INSIGHT-RADAR: Kurznachrichten aus der Uhrenbranche

Die Timex Group übernimmt Daniel Wellington, Laura Burdese wird Bulgari-CEO, Antoine Pin wird De Bethune-CEO, Jaeger-LeCoultre duftet und IWC hebt ab.

Unsere Insight-Radar-Meldungen zeigen viel Bewegungen im Markt: Konsolidierung im zugänglicheren Uhren- und Schmucksegment, neue Erlebnisformate für Marken und Publikum, wichtige Personalwechsel sowie eine olfaktorische Interpretation der  Uhrmacherei.

Timex Group übernimmt Daniel Wellington

Die Timex Group hat die Übernahme von Daniel Wellington abgeschlossen und die Uhren- und Schmuckmarke vollständig in ihr Portfolio integriert.

Nach der ursprünglichen 25-Prozent-Beteiligung vor drei Jahren und der Erhöhung auf 51 Prozent Ende vergangenen Jahres gehört Daniel Wellington nun vollständig zur Timex Group. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen bereits in den Bereichen Produktentwicklung, Beschaffung, Markenkommunikation und kommerzielle Aktivitäten eng zusammengearbeitet. Nachdem die Timex Group nun 100 Prozent an Daniel Wellington hält, will sie ihre Investitionen in die Marke erhöhen.

„Da wir nun 100 Prozent der Marke besitzen, erhöhen wir unsere Investitionen und bringen die volle Stärke der globalen Kompetenzen und Infrastruktur der Timex Group ein, um diese spannende Wachstumsgeschichte weiter voranzutreiben“, sagt Tobias Reiss-Schmidt, Präsident und Geschäftsführer der Timex Group.

Daniel Wellington wird weiterhin als eigenständige Marke innerhalb der Timex Group agieren.

„Die Timex Group hat echten Respekt für die Identität von Daniel Wellington gezeigt und zugleich die nötige Erfahrung und Skalierungskraft eingebracht, um das weitere Wachstum der Marke zu unterstützen“, ergänzt Filip Tysander, Gründer von Daniel Wellington. danielwellington.com


Bulgari hat eine neue CEO: Laura Burdese

Am 1. Juli hat Laura Burdese ihre neue Position als CEO der LVMH-Marke Bulgari angetreten. Sie folgt auf Jean-Christophe Babin, der die Leitung von Bulgari nach mehr als 25 Jahren im Luxuskonzern – zunächst bei TAG Heuer, dann bei Bulgari – abgibt.

Laura Burdese war Chief Marketing Officer von Bulgari und ist seit Juli 2024 stellvertretende CEO des Hauses. Zuvor war sie CEO von Acqua di Parma und bekleidete Führungspositionen bei Beiersdorf, L’Oréal und der Swatch Group.

Stéphane Bianchi, Group Managing Director von LVMH, bezeichnete die Ernennung als einen „reibungslosen Übergang“ und würdigte Burdeses maßgeblichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Marke.

Jean-Christophe Babin bleibt dem Unternehmen in mehreren Schlüsselrollen erhalten. Unter seiner Führung festigte Bulgari seine Position in der Haute Joaillerie und baute gleichzeitig die Kompetenz des Hauses in der Uhrmacherei konsequent aus. Parallel dazu trieb er die Expansion der Hotelsparte voran. Babin wird weiterhin als Vorsitzender des Bulgari-Verwaltungsrats, CEO der Geschäftseinheit Bulgari Hotels und Präsident der Bulgari-Stiftung tätig sein. bulgari.com


De Bethune begrüßt Antoine Pin als CEO

Der unabhängige Schweizer Uhrenhersteller De Bethune hat Antoine Pin zum Chief Executive Officer ernannt. Der ehemalige CEO von TAG Heuer soll die Entwicklung der Manufaktur vorantreiben und zugleich die unabhängige Identität der Marke bewahren. Die Ernennung erfolgt unmittelbar vor dem 25-jährigen Jubiläum von De Bethune.

Mit fast 30 Jahren Erfahrung in der Luxusbranche, davon mehr als 17 Jahre in der Uhrenindustrie, blickt Antoine Pin auf eine internationale Karriere bei einigen der renommiertesten Häuser der Welt zurück.

Antoine Pin
Antoine Pin

Gemeinsam mit De-Bethune-Gründer Denis Flageollet wird er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben und die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen.

Denis Flageollet sagt: „Schon bei unseren ersten Gesprächen beeindruckte mich sein Verständnis für unsere Kultur, unsere Unabhängigkeit und unsere Vision der Uhrmacherkunst. Wir teilen dieselbe Überzeugung: die Essenz von De Bethune zu bewahren und dem Unternehmen gleichzeitig alle Möglichkeiten für weiteres Wachstum zu eröffnen.“

Antoine Pin ergänzt: „Denis möchte die Welt durch die Uhrmacherei verstehen und ihre Schönheit zum Ausdruck bringen. Diese Vision, gepaart mit einem kompromisslosen Anspruch an uhrmacherische Meisterschaft, hat etwas wahrhaft Einzigartiges hervorgebracht. Ich trete mit echter Demut und aufrichtiger Begeisterung in die Maison ein, um zu ihrer Entwicklung beizutragen, ihr Fundament zu stärken und ihre langfristige Zukunft zu sichern, ohne jemals das aufzugeben, was die Stärke und Identität von De Bethune ausmacht.“ debethune.ch


Jaeger-LeCoultre setzt „Made of Makers“ fort und übersetzt Uhrmacherei in Duft

Made of Makers ist ein Kultur- und Kreativprogramm von Jaeger-LeCoultre, mit dem die Manufaktur bewusst über die Uhrmacherei hinausgeht. Im Zentrum stehen Künstler, Designer und Handwerker aus anderen Disziplinen, deren Arbeit bestimmte Werte der Marke spiegelt: Kreativität, Präzision, Expertise, Materialverständnis und Handwerk.

Nun setzt die Manufaktur ihre Zusammenarbeit mit dem französischen Duftkünstler Nicolas Bonneville fort. Nach der ersten Serie von 2024 entstehen drei neue olfaktorische Signaturen exklusiv für Jaeger-LeCoultre:

The Adventure Spirit, The Dream Shaper und The Sound Maker.

The Adventure Spirit bezieht sich auf die Instrumenten- und Expeditionsuhren der Marke und ist holzig-würzig angelegt. The Dream Shaper nimmt Bezug auf Schmuckuhren, Miniaturisierung und Damenmodelle und verbindet florale mit ledrigen Noten. The Sound Maker greift die akustische Tradition der Manufaktur auf und übersetzt Schlagwerke und Klangkomplikationen in eine holzig-rosige Duftkomposition.

Die drei Duftsignaturen sollen künftig als besonderes Kundenerlebnis eingesetzt und in weitere Initiativen der Maison eingebunden werden.


IWC-Ausstellung: Zeitreise zwischen Präzision, Luftfahrt und Weltraum

Die IWC-Ausstellung vom 8. bis 12. Juli (ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum in Garching bei München) richtet sich an Technik- und Raumfahrtbegeisterte, Familien sowie alle, die sich für die Geschichte der Zeitmessung und die Geheimnisse des Universums interessieren. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung „Zeitreise zwischen Präzision, Luftfahrt und Weltraum“ verbindet historische Exponate mit modernen Inszenierungen und macht die Bedeutung präziser Zeitmessung für die Luft- und Raumfahrt erlebbar.

Besucherinnen und Besucher können die Entwicklung der IWC-Uhren über nahezu ein Jahrhundert hinweg nachvollziehen – von der ersten „Pilot’s Watch“ aus dem Jahr 1936 über die „Mark XI“, die 32 Jahre lang im Cockpit der Royal Air Force im Einsatz war, bis hin zu aktuellen Modellen wie der „Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar Le Petit Prince“.

Ein weiterer Höhepunkt ist die „Pilot’s Venturer Vertical Drive“. Sie wurde speziell für die Anforderungen der bemannten Raumfahrt und der präzisen Zeitmessung im All entwickelt. Das Modell hat alle für die Raumflugumgebung der Haven-1 sowie für den Einsatz durch die Crew erforderlichen Testkriterien erfolgreich erfüllt und erhielt damit eine offizielle Zertifizierung für den Einsatz im Weltraum durch Vast. iwc.com

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