Schweizer Uhrenexporte legen im Juni deutlich zu – China verliert weiter an Bedeutung

Die Schweizer Uhrenexporte stiegen im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 11,2 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden CHF.

Kräftiger Juni stabilisiert das erste Halbjahr

Dank dieser positiven Dynamik blieb die kumulierte Bilanz der Schweizer Uhrenexporte in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 12,8 Milliarden CHF nahezu auf Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 ergibt sich lediglich ein Minus von 0,7 Prozent.

Bimetalluhren mit stärkstem Wachstum

Der Wert aller Kategorien nahm gegenüber Juni 2025 zu, insbesondere bei Uhren aus Edelmetall (+2,9 %), Stahl (+5,0 %) sowie bei Bimetallmodellen, deren Exportwert um 42,1 Prozent in die Höhe schnellte.

Dieser Trend spiegelte sich auch in steigenden Stückzahlen bei nahezu allen Materialkategorien wider. Besonders deutlich legten Uhren aus Stahl (+7,0 %) sowie Modelle aus der Kategorie „Sonstige Materialien“ (+21,9 %) zu. Insgesamt wurden im Juni 123.000 Uhren mehr exportiert als im Vorjahresmonat.

Mit Ausnahme der Uhren im Preissegment zwischen 500 und 3.000 CHF, die einen Rückgang von 4,7 Prozent verzeichneten, erzielten alle anderen Segmente ein deutliches Wachstum. Besonders stark entwickelte sich das Segment zwischen 200 und 500 CHF mit einem Plus von 54,1 Prozent, während Uhren mit einem Exportpreis von über 3.000 CHF um 14,2 Prozent zulegten.

China fällt aus den Top 6 der Exportmärkte

Die USA (+12,7 %), Japan (+8,8 %) und Hongkong (+6,9 %) verzeichneten im Juni ein starkes Wachstum, begünstigt durch einen positiven Basiseffekt. Die Ergebnisse für Frankreich (+103,5 %) spiegeln die tatsächliche Nachfrage in diesem Markt jedoch weiterhin nur eingeschränkt wider. Auch das Vereinigte Königreich (+12,2 %), Singapur (+6,7 %) und die Vereinigten Arabischen Emirate (+20,4 %) entwickelten sich positiv.

Demgegenüber standen deutliche Rückgänge in Deutschland (-10,6 %), Italien (-21,4 %) und China (-16,5 %). China zählt damit im Juni nicht mehr zu den sechs wichtigsten Exportmärkten für Schweizer Uhren, schaffte im ersten Halbjahr des laufenden Jahres jedoch noch auf Platz sechs. Auf Platz eins in den ersten sechs Monaten rangieren die USA, gefolgt von Frankreich und Japan.

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