Uhren-News kompakt: Von Dalí bis Samurai – vier außergewöhnliche Zeitmesser

Von surrealistischen Kunstwerken über nachhaltige Konzepte bis hin zu spektakulären Sammlerobjekten: Diese vier Neuheiten zeigen, wie unterschiedlich moderne Uhrmacherei interpretiert werden kann.

Wir stellen in diesen Uhren-News die Modelle von Exaequeo, ID Genève, MB&F und Roger Dubuis und ihre technischen Daten im Überblick vor.

(links: MB&F: Horological Machine N°12)


Exaequo: Salvador Dali Le Minuscule

Exaequo wurde Ende der 1980er-Jahre in der Schweiz gegründet und brachte 1990 die Softwatch beziehungsweise Melting Watch auf den Markt. Deren asymmetrisches, scheinbar „schmelzendes“ Gehäuse orientierte sich an Dalís berühmtem Gemälde „Die Beständigkeit der Erinnerung“ von 1931. Nach einer längeren Pause verschwand Exaequo vom Markt und wurde 2024 wiederbelebt. 2026 begann eine offizielle langfristige Partnerschaft mit der Fundació Gala-Salvador Dalí, der Stiftung, die heute die geistigen Eigentums- und Markenrechte an Dalís Werk verwaltet. Dadurch dürfen Exaequo-Uhren nun offiziell den Namen Salvador Dalí tragen und seine Bildsprache sowie seine Signatur verwenden. Die sieben Referenzen der jüngsten Kollektion „Le Minuscule“ gliedern sich in drei Modelle aus Edelstahl sowie vier Ausführungen aus gelbgoldfarben PVD-beschichtetem Edelstahl. exaequo-official.com

Modell: Salvador Dali Le Minuscule

Werk: Ronda 751, Quarz

Funktionen: Stunden, Minuten

Gehäuse: Edelstahl bzw. Edelstahl PVD, 26 x 40,5 x 9,5 mm, wasserdicht bis 3 bar

Zifferblatt: Weiß, schwarz, grün, blau, goldfarben

Armband: Leder, Dornschließe aus Edelstahl

Besonderheit: limitiert auf 329, 888 bzw. 1.931 Exemplare

UVP: 750 bzw. 780 €


ID Genève: Circular – Is it Choco-Too-Late?

Die Kampagne „Is it Choco-Too-Late?“ ist Teil der internationalen Klimainitiative „Save the Flavors“ von Climate Basecamp. Gemeinsam mit der Genfer Uhrenmarke ID Genève und dem Schweizer Eishersteller Paleta Loca soll sie auf die Folgen des Klimawandels für Lebensmittel aufmerksam machen – insbesondere für Kakao und damit für Schokolade. ID Genève hat eine limitierte Uhr mit dem Namen „Circular – Is it Choco-Too-Late?“ entwickelt. Das Modell greift das Thema gestalterisch mit einem Zifferblatt auf, dessen gehämmerte Oberfläche an langsam schmelzende Schokolade erinnert. Zehn Prozent des Verkaufserlöses fließen an Projekte von Climate Basecamp. Der Eishersteller Paleta Loca bringt außerdem spezielle Schokoladeneis-Editionen auf den Markt. Jede Portion enthält einen QR-Code. Wer ihn scannt, nimmt an einer Verlosung teil und kann eine der limitierten ID-Genève-Uhren gewinnen. Gleichzeitig wird über die Auswirkungen des Klimawandels auf Kakao informiert. Ein Teil der Einnahmen aus dem Eisverkauf unterstützt ebenfalls die Kampagne. idwatch.ch

Modell: Circular – Is it Choco-Too-Late?

Werk: ETA 2824, Automatik, 38 Stunden Gangreserve

Funktionen: Stunden, Minuten, zentrale Sekunde, Datum

Gehäuse: Edelstahl (100 % recycelt), 41 x 9,65 mm, wasserdicht bis 5 bar

Zifferblatt: Braun, handgehämmerter Optik, facettierte, diamantpolierte, farbige SLN-Indizes, Innenlünette mit Farbverlauf in Violett, Gelb und Orange

Armband: recycelte Maisresten bzw. recycelter Edelstahl, Dornschließe bzw. Faltschließe

Besonderheit: limitiert, Teil der Kampagne „Is it Choco-Too-Late?“

UVP: 5.200, 5.460 bzw.6.120 €


MB&F: Horological Machine N°12

Die „HM12 „The Guardian“ knüpft an die Science-Fiction-Atmosphäre früherer Horological Machines von MB&F an. Sie ist Teil eines mechanischen Duos, das aus der hochkomplexen Armbanduhr „HM12“ und dem Roboter „The Guardian“ besteht. Dieser ist ein imposanter, 38 Zentimeter großer, 15 Kilogramm schwerer und aus 755 Bauteilen gefertigter Roboter mit mechanischem Thermometer und integrierten Werkzeugen. Die „HM12“ bildet den Kopf des Roboters, dessen Zifferblatt zugleich als Gesicht dient.  Die Zeitanzeige wird zu den Augen. Die springende Stunde auf der linken und die laufende Minute auf der rechten Seite werden an einer festen Stelle abgelesen, während sich die Informationen auf rotierenden Scheiben weiterbewegen. Zusammen bestehen Uhr und Roboter aus nahezu 1.500 Bauteilen. Es werden insgesamt nur drei limitierte Auflagen in Grün, Blau und Violett zu je zwölf Exemplaren hergestellt. mbandf.com

Modell: Horological Machine N°12

Werk: Inhouse-Kaliber, Automatik, 84 Stunden Gangreserve

Funktionen: Fliegendes Tourbillon, springende Stunden, laufende Minuten, 84 Stunden Gangreserve

Gehäuse: Titan, 49,3 x 43,6 x 13,8 mm, bewegliche Bandanstöße bei 12 Uhr, feste Bandanstöße bei 6 Uhr

Armband: Textilband mit Klettverschluss

Besonderheit: Die Uhr bildet den Kopf der von L’Epée 1839 gefertigten Roboterfigur „The Guardian“.

UVP: 280.000 CHF (zzgl. Mehrwertsteuer)


Roger Dubuis: RDDBEX1139 – Excalibur The Kabuto Legacy

Mit der „Excalibur The Kabuto Legacy“ greift Roger Dubuis einen historischen Wendepunkt im Japan des 17. Jahrhunderts auf. Die Uhr erinnert an den Beginn einer mehr als 250 Jahre währenden Epoche des Friedens und des Wohlstands. Gestalterisch interpretiert sie die kulturellen Symbole dieser Zeit: die Burg Edo sowie zwölf Samurai-Kommandanten, dargestellt durch ihre Kabuto und Kamon – Helme und Wappen der Bushō. rogerdubuis.com

Modell: RDDBEX1139 – Excalibur The Kabuto Legacy

Werk: RD821, Automatik, 48 Stunden Gangreserve, 14 unterschiedliche Finissierungen

Funktionen: Stunden, Minuten

Gehäuse: Roségold, 45 x 16,87 mm, wasserdicht bis 3 bar

Zifferblatt: 17 Elemente bilden die Burg, veredelt mit vier unterschiedlichen Dekorationstechniken

Armband: Leder, Faltschließe aus Roségold, Schnellwechselsystem

Besonderheit: limitiert auf 28 Exemplare

UVP: auf Anfrage

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