Breguet ehrt die Geschichte des Tourbillons mit außergewöhnlichen Kreationen
Breguet feiert die Erfindung des Tourbillons, für die Abraham-Louis Breguet am 7. Messidor des Jahres IX – also am 26. Juni 1801 – sein historisches Patent erhielt, mit vier außergewöhnlichen Kreationen.

225 Jahre sind seitdem Breguet-Patent für das Tourbillon vergangen, in denen diese Komplikation nichts an ihrer Faszination verloren hat – obwohl, oder vermutlich gerade weil, sich ihr grundlegendes Prinzip bis heute kaum verändert hat.
Entwickelt wurde das Tourbillon – französisch für „Wirbelwind“ – einst, um den Einfluss der Schwerkraft auf das Regulierorgan von Taschenuhren auszugleichen. Durch die Unterbringung von Hemmung und Unruh in einem rotierenden Käfig sollten Positionsfehler reduziert werden.
Bei der Armbanduhr, die ihre Position am Handgelenk ständig verändert, ist dieser ursprüngliche Vorteil zwar weniger relevant. Seiner Faszination für Sammler hat das jedoch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Die Uhrenindustrie beweist immer wieder enorme Kreativität und technische Innovationskraft und hat inzwischen eine faszinierende Vielfalt unterschiedlichster Tourbillon-Konstruktionen hervorgebracht. breguet.com
Finden Sie hier mehr zur Funktionsweise des Tourbillons und einen Überblick über die aktuellen Modelle.
225 Jahre Tourbillon und vier Breguet-Neuheiten
Zum 225. Jahrestag des Tourbillon-Patents präsentiert Breguet vier neue Kreationen: die beiden Ausführungen der „Classique Tourbillon 7357“ mit dem neu entwickelten Kaliber 187B, die „Classique Tourbillon Sidéral 7255“ mit fliegendem und „mysteriösem“ Tourbillon, die „Tradition Tourbillon 7047“ mit Schnecke und Kette sowie die „Marine Tourbillon Équation Marchante 5887“ mit einer exakten Darstellung des Himmels über Paris am 26. Juni 1801.
Classique Tourbillon 7357
Die Classique Tourbillon 7357 tritt die Nachfolge der Referenz 3350 an, der ersten Tourbillon-Armbanduhr, die die moderne Breguet-Manufaktur 1989 fertigte. Sie basiert auf einer optimierten Version des berühmten Kalibers 558, das nun als Kaliber 187B bezeichnet wird. Zum 225. Jahrestag des Tourbillon-Patents ist die Uhr in Platin und Breguet-Gold erhältlich.
Die Bandanstöße wurden neu gestaltet, sodass sie sich besser an das Handgelenk anschmiegen. Auf dem Zifferblatt stehen die von Abraham-Louis Breguet bereits Ende des 18. Jahrhunderts eingeführten arabischen Ziffern sowie die für die Maison typischen Guilloche-Motive Clous de Paris und Grain d’Orge im Mittelpunkt.
Das bei 6 Uhr positionierte Tourbillon sitzt unmittelbar auf der Platine und wird von einer geschwungenen Doppelbrücke gehalten. Vier geschwungene Einsätze am Rand sind in „Bleu de France“ ausgeführt. Zwei untere Appliken erinnern mit den Gravuren „Brevet du 7 Messidor An 9“ und „Tourbillon 225e anniversaire“ an die Erfindung.



- Modell: Classique Tourbillon 7357
- Werk: Kaliber 187B, Handaufzug, 60 Stunden Gangreserve, Minutentourbillon
- Funktionen: dezentrale Stunden und Minuten, kleine Sekunde auf dem Tourbillonkäfig
- Gehäuse: Platin oder Breguet-Gold, 35 x 9,2 mm, wasserdicht bis 3 bar
- Zifferblatt: Breguet-Gold, anthrazit galvanisiert oder versilbert
- Armband: Leder mit Dreifach-Faltschließe
- UVP: 178.900 € bzw. 162.600 €
„Alles an dieser Kreation ist untrennbar mit der großen Geschichte des Tourbillons verbunden.“
Breguet-CEO Gregory Kissling

„Vor fast 40 Jahren hat sich die Manufaktur dazu entschlossen, diese Komplikation wieder in den Vordergrund zu rücken – eine mutige, eine wichtige Entscheidung, deren enorme Auswirkungen heute in der gesamten Branche spürbar sind. Unsere Sammlerinnen und Sammler gehören eigentlich nicht zu denen, die sich allein in Uhrwerksnummern ausdrücken, doch das Kaliber 558 bildet eine Ausnahme. Es handelt sich um ein Kaliber, das einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte des Tourbillons markiert. Ihm allein ist es zu verdanken, dass das Tourbillon im 20. Und 21. Jahrhundert sein spektakuläres Comeback in der Uhrmacherkunst feiern konnte.“
Classique Tourbillon Sidéral 7255
Die „Classique Tourbillon Sidéral 7255“ ist die erste Armbanduhr von Breguet mit einem fliegenden Tourbillon. Im Gegensatz zur klassischen Konstruktion verzichtet der Tourbillonkäfig auf eine obere Brücke und wird nur von unten getragen. Hinzu kommt eine sogenannte „mysteriöse“ Konstruktion, die bei Breguet seit fast 20 Jahren nicht mehr zum Einsatz gekommen war.
Bei diesem Prinzip scheint ein bewegliches Bauteil ohne sichtbare Verbindung zum Uhrwerk zu schweben. Bei der „7255“ wird dieser Effekt durch Saphirglas-Komponenten erzielt, die die Räderwerke, welche den Tourbillonkäfig mit dem übrigen Uhrwerk verbinden, nahezu unsichtbar machen.
Das Zifferblatt aus schwarzer Aventurin-Grand-Feu-Emaille greift den astronomischen Bezug des Modells auf. Die 7255 ist auf 50 Exemplare limitiert.



- Modell: Classique Tourbillon Sidéral 7255
- Werk: Kaliber 187M1, Handaufzug, 50 Stunden Gangreserve, Minutentourbillon
- Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden auf dem Tourbillonkäfig
- Gehäuse: Platin, 38 x 10,2 mm, wasserdicht bis 3 bar
- Zifferblatt: Grand-Feu-Emaille auf schwarzem Aventurin
- Armband: Alligatorleder mit Dreifachfaltschließe
- Besonderheit: limitiert auf 50 Exemplare
- UVP: 259.000 €
Tradition Tourbillon 7047
Die „Tradition Tourbillon 7047“ verbindet die Prinzipien des Tourbillons mit einem Schnecken- und Kettenwerk. Dieses dient dazu, die Kraftübertragung vom Federhaus zu regulieren und über einen möglichst großen Teil der Gangreserve ein gleichmäßigeres Drehmoment bereitzustellen. Letzteres Prinzip wurde erstmals von Leonardo da Vinci detailliert beschrieben und findet bis heute Anwendung in der Uhrmacherei.

Bei der „Tradition Tourbillon 7047“ sind die breiten Brücken von Kette und Schnecke zu beiden Seiten des Zifferblatts zu sehen.



- Modell: Tradition Tourbillon 7047
- Werk: Kaliber 569, Handaufzug, 55 Stunden Gangreserve, Tourbillon
- Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden auf dem Tourbillonkäfig
- Gehäuse: Platin, 41 x 16 mm, wasserdicht bis 3 bar
- Zifferblatt: Palladiumgold mit Grand-Feu-Emaille in „Bleu de France“
- Armband: Kautschuk mit Dreifachfaltschließe
- Besonderheit: viele Bauteile im Farbton „Bleu de France“ zum 250. Breguet-Jubiläum, limitiert auf 25 Exemplare.
- UVP: 286.000 €
Marine Tourbillon Équation Marchante 5887
Die „Marine Tourbillon Équation Marchante 5887“ ist die derzeit komplizierteste Armbanduhr der zeitgenössischen Breguet-Kollektion. Ihr Zifferblatt zeigt eine exakte, lumineszierende Darstellung des Himmels über Paris am 26. Juni 1801 – jenem Datum, an dem Abraham-Louis Breguet das Patent für sein Tourbillon erhielt.

Die Kollektion „Marine“ erinnert an Breguets Ernennung zum „Uhrmacher der königlichen Marine“ durch Ludwig XVIII. im Jahr 1815. Ihre Gestaltung greift die historische Navigation mithilfe von Himmel und Sonne auf.

Das zweiteilige Zifferblatt der „5887“ kombiniert ein Saphirelement mit handgemalter Miniaturmalerei in blauer Grand-Feu-Emaille und einen mit lumineszierender Emaille dargestellten Nachthimmel mit Sternbildern und Mond in ihren exakten Positionen über Paris am 26. Juni 1801.

Auch die Rückseite ist aufwendig gestaltet: Eine Handgravur zeigt das historische Schiff „Royal Louis“, ergänzt durch eine gravierte Windrose mit einer Lilie aus Breguet-Gold. Die periphere Platinschwungmasse ist mit dem Motiv „Quai de l’Horloge“, der historischen Adresse des Breguet-Ateliers in Paris, guillochiert und blau behandelt.


- Modell: Tourbillon Équation Marchante 5887
- Werk: Kaliber 581DPE, Automatik, 80 Stunden Gangreserve, Minutentourbillon
- Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden auf dem Tourbillonkäfig, ewiger Kalender, laufende Zeitgleichung
- Gehäuse: Platin, 43,9 x 11,8 mm, wasserdicht bis 10 bar
- Zifferblatt: Saphirglasmit blauer Grand-Feu-Emaille
- Armband: Kautschuk bzw. Platin mit Dreifach-Faltschließe
- Besonderheit: viele Bauteile im Farbton „Bleu de France“ zum 250. Breguet-Jubiläum, limitiert auf 25 Exemplare.
- UVP: 286.000 €
„Die ‚Marine Équation Marchante 5887‘, die wir heute vorstellen, ist die wohl größte Hommage, die wir dieser außergewöhnlichen Laufbahn je gewidmet haben“, betont Gregory Kissling.






