Die Schmuckentdeckungen für den Herbst -Teil 1
Vom 28. bis 30. August 2026 trifft sich die Schmuckbranche zur INOVA COLLECTION im Messecenter Hofheim Rhein-Main. Zwischen etablierten Lieferanten, Goldschmieden, Designern und neuen Kollektionen liegt eine der Stärken der Messe darin, dass man auf Namen und Schmuckstücke trifft, die nicht in jedem Schaufenster stehen.
Eigenständige Gestaltung, besondere Materialien und Inspiration machen hier den Reiz der Entdeckung aus. Wir werfen einen Blick auf: Per Borup, Sabine Müller, UN_WEARABLE BY GÜZIN und Sanjoya. Diese zeigen sehr unterschiedliche Handschriften – von skulpturalen Formen über wandelbare Konzepte bis zu traditionsreichen Familiengeschichten.
Sabine Müller: Formen aus der Natur


Schmuck aus der Becherling – Kollektion von Sabine Müller
Bei Sabine Müller fällt vor allem die Becherling-Serie auf. Ihre charakteristischen Formen sind von kleinen Pilzen inspiriert, werden jedoch nicht naturgetreu übernommen, sondern zu eigenständigen Schmuckobjekten weiterentwickelt.
Die Stücke entstehen zunächst in Wachs und werden individuell modelliert. Organische Formen, unterschiedliche Oberflächen und der bewusste Einsatz von Farbe und Material geben der Serie ihre unverwechselbare Handschrift.
Schmuck, bei dem die Natur nicht als Dekor dient, sondern zum Ausgangspunkt der Gestaltung wird.
Per Borup: dänische Familiengeschichte mit neuen Linien


Seit 1962 steht Per Borup für Schmuck aus Dänemark. Heute führen Sohn Kell und Enkelin Julie Borup das Unternehmen weiter; gefertigt wird weiterhin in der eigenen Werkstatt im Raum Kopenhagen.
Aktuell fällt insbesondere die Kollektion Calligraphy mit ihren fließenden Linien auf.
Und dann gibt es noch Changeling: Ringe und andere Schmuckstücke, deren Edelsteine oder Perlen gewechselt werden können. Tradition und eine erstaunlich spielerische Produktidee liegen hier nah beieinander.
UN_WEARABLE BY GÜZIN: leicht, obwohl es nicht danach aussieht


un_wearable by Güzin: Schmuck aus der Lumina & Basics Kollektion
Güzin Deveci-Gröhs arbeitet von Wien aus an einer interessanten Grenze: Ihre Schmuckstücke dürfen Volumen haben, geometrisch und farbintensiv sein – sollen sich aber trotzdem leicht tragen lassen.
Basics 25 zeigt die zugänglichere Seite dieser Handschrift. Bei Lumina 25/26 wird sie reduzierter und skulpturaler. Ellipsen, offene Flächen und Licht werden zu wesentlichen Gestaltungselementen.
Sanjoya: eine kleine Reise in drei Schmuckwelten



Schmuck von Sanyoja
Barcelona, Prague Twisted und Athene könnten kaum unterschiedlicher sein.
Barcelona arbeitet mit unregelmäßig steinartigen Formen. Prag lebt vom Wechsel matter und polierter Flächen und von Bewegung. Athene kombiniert Glanz mit feinen, fast spitzenartigen Strukturen und transparent wirkenden Elementen.
Sanjoya zeigt damit, dass eine Marke nicht zwangsläufig auf eine einzige, sofort wiederholbare Designformel festgelegt sein muss.
Genau hinschauen lohnt sich
Nicht nur nach den großen Trends zu suchen, die am Ende überall zu sehen sind. Sondern nach einzelnen Ideen, Formen und Geschichten, an denen man hängen bleibt.
Manchmal beginnt eine Entdeckung eben mit einem Detail.





