Uhren-News kompakt: Aerowatch, Bianchet, Renaud Tixier und URWERK

Mondphase, Keramik-Tourbillon, Grand-Feu-Email und eine Taschenuhr für Jahrtausende

Vier Neuheiten zeigen, wie unterschiedlich unabhängige und spezialisierte Uhrenmarken derzeit arbeiten: Aerowatch setzt auf klassische Chronographen-Architektur mit Mondphase, Bianchet bringt sein ultraflaches Tonneau-Tourbillon in Keramik, Renaud Tixier schließt die Organica-Trilogie mit Black und Bordeaux ab, und URWERK verwandelt die UR-1001 Amadeus in ein graviertes Zeitobjekt.

Titelbild: URWERK: UR-1001 Amadeus

Aerowatch: Chronograph mit Mondphase

Aerowatch: Les Grandes Classiques Chrono Mondphase limited Edition

Aerowatch erweitert die Kollektion „Les Grandes Classiques Chrono Mondphase“ um eine auf 199 Exemplare limitierte Edition. Das Modell A 69989 AA05 kombiniert ein 44-Millimeter-Edelstahlgehäuse mit einem anthrazitfarbenen Zifferblatt, arabischen Ziffern, Chronographenanzeigen und einer Mondphase bei drei Uhr. Rote Akzente setzen der Chronographenzeiger und die wandernde Mondsichel.

Aerowatch: Les Grandes Classiques Chrono Mondphase limited Edition

Im Inneren arbeitet ein automatisches Valjoux-Chronographenwerk. Laut Aerowatch lassen sich Mondphase und Datumsanzeige über die Krone einstellen. Der transparente Gehäuseboden gibt den Blick auf das rhodinierte Werk mit gebläuten Schrauben, perlierten Brücken und Genfer Streifen frei. Die Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht und wird mit anthrazitfarbenem Lederarmband sowie Faltschließe angeboten. Der Preis liegt bei 3.280 Schweizer Franken beziehungsweise 4.200 Euro.

Bianchet: UltraFino Tonneau in Keramik

Bianchet: UltraFino Tonneau in Keramik

Bianchet stellt zur Geneva Watch Days zwei neue Varianten der UltraFino Tonneau vor. Die Modelle erscheinen in Deep Blue Ceramic mit schwarzen Akzenten sowie in White Ceramic mit kobaltblauen Details. Beide übertragen die integrierte Tonneau-Architektur der Kollektion auf Hightech-Keramik und verbinden Gehäuse und Armband zu einer durchgehenden Form.

Bianchet: UltraFino Tonneau in Keramik

Technisch bleibt das Manufakturkaliber UT01 im Zentrum: ein ultraflaches automatisches fliegendes Tourbillonwerk aus Grade-5-Titan, das in La Chaux-de-Fonds entwickelt, finissiert und montiert wird. Das Kaliber ist 3,85 Millimeter hoch, bietet 60 Stunden Gangreserve und ist laut Bianchet auf Stoßfestigkeit bis 5.000 G ausgelegt. Das Gehäuse misst 40 mal 47,5 Millimeter bei 8,9 Millimetern Höhe, der Preis liegt bei 72.500 Schweizer Franken exklusive Steuern.

Renaud Tixier: Monday Organica in Black und Bordeaux

Renaud Tixier: Monday Organica Black

Renaud Tixier schließt mit Monday Organica Black und Monday Organica Bordeaux eine Trilogie ab, die mit Monday Organica Blue begann. Beide neuen Versionen sind auf jeweils sieben Exemplare limitiert. Das Zifferblattmotiv versteht die Marke als organische Landschaft; seine Form geht zugleich auf Kurven von drei Komponenten des Kalibers RVI2023 zurück.

Renaud Tixier: Monday Organica in Black und Bordeaux

Die schwarze Variante erscheint in Platin und arbeitet mit schwarzem Grand-Feu-Email. Die Bordeaux-Version kombiniert 5N-Roségold mit einem tiefen Bordeaux-Ton, ebenfalls als Grand-Feu-Email. Beide Zifferblätter entstehen in Zusammenarbeit mit Ateliers Olivier Vaucher und verbinden Handgravur, Handziselierung und Emailarbeit. Technisch nutzt Renaud Tixier das Kaliber RVI2023 mit 274 Komponenten, 2,5 Hertz Frequenz, mindestens 60 Stunden Gangreserve und 187 Innenwinkeln.

URWERK: UR-1001 Amadeus

URWERK: UR-1001 Amadeus

URWERK präsentiert mit der UR-1001 Amadeus eine Einzelanfertigung innerhalb der „Special Projects“-Kollektion. Die Taschenuhr zeigt nicht nur Sekunden, Minuten und Stunden, sondern auch Tage, Nächte, Monate, Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende. Das Gehäuse aus Titan wurde von Florian Güllert graviert.

URWERK: UR-1001 Amadeus

Auf der Vorderseite kombiniert die UR-1001 unter anderem fliegende Satellitenstunden bei sechs Uhr, retrograde Minuten, einen Satelliten-Jahreskalender bei zwölf Uhr, eine Tag-Nacht-Anzeige und eine Gangreserve von 39 Stunden. Auf der Rückseite befinden sich ein „Oil Change“-Indikator, ein 100-Jahres-Zähler und ein linearer 1.000-Jahres-Indikator.
Die Gravur macht die UR-1001 Amadeus zugleich zu einem Objekt zwischen Mechanik und Handwerk. Florian Güllert arbeitete nach Angaben von URWERK rund 500 Stunden an dem Projekt, inklusive Designphase. Das Gehäuse misst 106 mal 62 mal 23 Millimeter und ist bis 3 ATM geprüft.

URWERK: UR-1001 Amadeus

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