INSIGHT-RADAR: Nachrichten aus der Branche
die GPHG-Jury 2026 steht fest, Nachwuchsförderung und Ballonfahrt
Im aktuellen INSIGHT-RADAR geht es um den Nachwuchs der unabhängigen Uhrmacherei, einen traditionsreichen Wettbewerb ohne festes Ziel und die 24 Persönlichkeiten, die über die wichtigsten Preise des Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2026 mitentscheiden.
24 Juroren entscheiden beim GPHG 2026
Der Grand Prix d’Horlogerie de Genève hat die Jury für 2026 vorgestellt. Unter dem Vorsitz von Wei Koh bewerten 24 Persönlichkeiten aus Uhrmacherei, Kunst, Medien und Sammlerszene die nominierten Uhren. Zwölf Juroren werden aus der GPHG Academy ausgelost, zwölf weitere vom Jurypräsidenten ausgewählt.

Die Jury-Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Bereichen der internationalen Uhrenwelt:
Wei Koh – President, Founder of Revolution and The Rake magazines, producer of Man of the Hour / Singapore
Adel Al-Rahmani, Mitgründer des Dubai Watch Club aus Dubai; Carla Chalouhi, Gründerin und Präsidentin von Arije aus Frankreich; Uhrmacher Rémy Cools aus Frankreich; der Schweizer Vermögensverwalter und Sammler Nicolas de Picciotto; der britische Sammler und Journalist Justin Hast; der US-amerikanische Sammler Michael Hickcox; Masayuki Hirota, Chefredakteur von Chronos Japan und webChronos; Raphaël Humard, Direktor von HUMARD Automation aus der Schweiz; der Schweizer Automatenbauer und Bildhauer François Junod; Mark Kauzlarich, Senior Editor von Hodinkee aus den USA; Gregory Kissling, CEO von Breguet, der Marke, die 2025 den „Aiguille d’Or“ Grand Prix gewann; Tim Lake, unabhängiger Branchenanalyst und Gründer von Pointless Complication aus Großbritannien; der US-amerikanische Künstler und Sammler Wes Lang; der australische Sammler Firmin Li; der US-amerikanische Horologe Nicholas Manousos; die japanische Autorin und Uhrenreporterin Naomi Maruyama; Tim Mosso, Media Director & Global SME bei The 1916 Company aus den USA; Pranav Shankar Saboo, CEO von Ethos Limited aus Indien; Pierre Salanitro, CEO von Salanitro aus der Schweiz; Hind Abdul Hamied Seddiqi, CEO der Dubai Watch Week; Michael Tay, Group Managing Director von The Hour Glass Limited aus Singapur; Tiffany To, Head of Sale und Senior International Specialist bei Phillips in der Schweiz; sowie Nicolas Wiederrecht, CEO und Mitinhaber von Agenhor aus der Schweiz.
Die Jury begutachtet die Uhren wenige Tage vor der Preisverleihung physisch und stimmt geheim unter notarieller Aufsicht ab. Zusätzlich beteiligt sich die mehr als 1.000 Mitglieder umfassende Academy digital; ihr Votum macht ein Drittel des Gesamtergebnisses aus.
Insgesamt werden 20 Auszeichnungen vergeben, darunter die „Aiguille d’Or“. Die Preisverleihung findet am 7. November 2026 im Bâtiment des Forces Motrices in Genf statt und wird online übertragen.
INDIES.NYC führt „1% for the Next Generation“ ein
Die New Yorker Plattform INDIES.NYC will künftig einen Teil ihrer Verkaufserlöse für die Ausbildung kommender Uhrmachergenerationen einsetzen. Ab dem Salon im Oktober fließt ein Prozent des Nettoerlöses jeder über die Veranstaltung verkauften Uhr an eine Uhrmacherschule.

Welche Schule unterstützt wird, entscheidet der jeweilige Uhrmacher selbst. Möglich sind die eigene Ausbildungsstätte, eine Institution in der Region oder eine Schule, deren Arbeit er fördern möchte. Einen zentralen Fonds oder ein übergeordnetes Vergabegremium gibt es nicht. Zum Start beteiligen sich 23 unabhängige Uhrmacher.
Das Modell verbindet den wachsenden Markt für unabhängige Uhrmacherei unmittelbar mit der Ausbildung. Sein Umfang hängt zwar von den tatsächlichen Verkäufen ab, bemerkenswert ist aber die dezentrale Struktur: Die beteiligten Uhrmacher bestimmen selbst, wo die Unterstützung ankommt.
Tutima misst die Zeit beim Gordon-Bennett-Cup
Tutima Glashütte begleitet erneut den Coupe Aéronautique Gordon Bennett als offizieller Zeitnehmer. Die 69. Ausgabe des traditionsreichen Langstreckenwettbewerbs für Gasballone startet am 28. August 2026 in Gladbeck. 26 Teams aus zwölf Ländern nehmen teil.

Das Ziel ist nicht vorgegeben: Gewonnen hat das Team, das allein durch die Nutzung unterschiedlicher Luftströmungen die größte Entfernung zum Startpunkt zurücklegt. Die Piloten verfügen weder über Motor noch Brenner. Höhe und Kurs beeinflussen sie durch das Abwerfen von Ballast und das Ablassen von Wasserstoff.
Tutima war bereits 2024 bei der Austragung in Münster offizieller Zeitnehmer. In diesem Jahr erhalten die beiden Mitglieder des siegreichen Teams jeweils eine Flieger T5. Die Verbindung zur Marke liegt in deren Fliegeruhren-Tradition, die bis zu den Glashütter Pilotenuhren der 1940er-Jahre zurückreicht.
„Wir freuen uns sehr, die 69. Auflage des Coupe Aéronautique Gordon Bennett als Offizieller Zeitnehmer zu begleiten. Nach unseren Engagements im Tennis und bei der Kieler Woche unterstreicht unsere Rolle hier, dass wir nicht nur an Land und auf dem Wasser, sondern auch hoch in der Luft zuhause sind. Wir wünschen den 26 Teams viel Erfolg, günstigen Wind und sind gespannt, wo die Sieger schließlich landen werden“,
erklärt Matthias Stotz, Geschäftsführer von Tutima Glashütte.







