Cartier Baignoire Clous de Paris: Gold trifft auf geometrische Struktur

Cartier überzieht seine ovale Baignoire erstmals vollständig mit dem Clous-de-Paris-Muster. Die neue Schmuckuhr verbindet ein 24,6 × 19,3 Millimeter großes Gehäuse mit einem fließend anschließenden Armreif aus Gelbgold. Neben der puren Goldversion erscheint eine zweite Ausführung mit insgesamt 271 Diamanten. Beide Modelle sollen ab November 2026 in den Cartier-Boutiquen erhältlich sein.

Titelbild: Cartier Baignoire Clous de Paris mit Diamantbesatz. Bild: Cartier

Clous de Paris als durchgängige Oberfläche

Das Clous-de-Paris-Dekor besteht aus regelmäßig angeordneten, pyramidenförmigen Erhebungen. Bei der neuen Baignoire bleibt es nicht auf das Zifferblatt oder einzelne Gehäuseteile beschränkt: Das Muster zieht sich über Armreif, Gehäuse und Zifferblatt. Dadurch trifft die strenge Geometrie des Dekors auf die weichen, ovalen Linien der Baignoire.

Die Umsetzung ist vor allem an den Übergängen anspruchsvoll. Das Muster muss den unterschiedlichen Krümmungen folgen, ohne dass seine Proportionen oder die geschlossene Form der Uhr verloren gehen. Cartier modelliert dafür das 750er Gelbgold und poliert die Oberflächen anschließend von Hand.

Zwei Ausführungen in Gelbgold

Bei der ersten Version bleibt das Gelbgold vollständig sichtbar. Die monochrome Gestaltung macht die Textur selbst zum wichtigsten Schmuckelement. Selbst das Zifferblatt verzichtet auf die für Cartier typischen römischen Ziffern und setzt stattdessen auf zwei schlichte goldfarbene Zeiger.

Die zweite Ausführung kombiniert das strukturierte Gold mit zwei unterschiedlichen Fassarten. Auf dem Zifferblatt sitzen 100 Diamanten im Brillantschliff in einer Snowsetting-Fassung. Weitere 171 umgekehrt gefasste Diamanten besetzen Gehäuse und Armreif. Der Besatz folgt damit nicht einfach einer gleichmäßigen Pavéfläche, sondern bildet einen Kontrast zwischen dem dichten Zifferblatt und den einzelnen Steinen auf der Clous-de-Paris-Struktur.

Cartier Baignoire Clous de Paris mit Diamanten
Die diamantbesetzte Cartier Baignoire Clous de Paris. Bild: Cartier

Baignoire: von der Formuhr zur Schmuckuhr

Die Ursprünge der Baignoire reichen in die 1920er-Jahre zurück; ihren heutigen Namen erhielt die Kollektion 1973. Er verweist auf die badewannenähnliche Kontur des ovalen Gehäuses. Über Jahrzehnte blieb diese Form die Konstante, während Cartier Proportionen, Armbänder und Besatz immer wieder veränderte.

Die 2023 vorgestellte Armreifversion rückte den Schmuckcharakter besonders deutlich in den Vordergrund. Die neue Clous-de-Paris-Ausführung führt diesen Ansatz weiter: Nicht das Uhrwerk oder eine zusätzliche Komplikation bestimmt die Neuheit, sondern die Art, wie Gehäuse, Zifferblatt und Armreif zu einer einzigen gestalteten Oberfläche werden.

Die technischen Daten

  • Gehäuse und Armreif: 750er Gelbgold
  • Maße: 24,6 × 19,3 Millimeter
  • Uhrwerk: Quarz
  • Wasserdichtigkeit: 3 bar
  • Dekor: Clous de Paris auf Armreif, Gehäuse und Zifferblatt
  • Diamantversion: 100 Brillanten auf dem Zifferblatt und 171 umgekehrt gefasste Diamanten auf Gehäuse und Armreif

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