INSIGHT-RADAR: Nachrichten aus der Branche
Motorsportmaterial, eine zeitkritische Onlineauktion und botanische Färbekunst: Der neue INSIGHT-RADAR verbindet drei Meldungen, die Uhrenkultur über das klassische Produkt hinaus betrachten: mit Lorige, Phillips und Blancpain × Sarasa Yoshioka
Lorige × Inter Europol Competition: Bremsen werden zum Uhrengehäuse
Lorige wird offizieller Zeitnehmer des Langstreckenteams Inter Europol Competition und übersetzt die Partnerschaft unmittelbar in Material. Für die BL-Evolution „Competition“ verarbeitet die Marke gebrauchte Carbon-Carbon-Bremsen der LMP2-Rennwagen mit den Startnummern 43 und 343 zu Monobloc-Gehäusen und Zifferblättern.

Das 50 × 42 Millimeter große Gehäuse kombiniert das Rennsportmaterial mit Lünette und Boden aus Titan Grade 5. Gelbe und grüne Akzente greifen die Teamfarben auf. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber LOR-DB03 mit zwei Federhäusern und sieben Tagen Gangreserve. Die Serie ist auf 50 Exemplare limitiert.
Phillips New York Sessions: knapp 90 Lose bis 9. Oktober
Phillips bündelt in seiner Onlineauktion „The New York Sessions, Fall 2026“ knapp 90 Sammleruhren. Gebote sind noch bis zum 9. Oktober möglich. Angeführt wird die Auswahl von einer Voutilainen 28Sport mit Onyxzentrum und blauem Guilloché-Stundenring, einem von nur acht Exemplaren in Edelstahl.

Weitere Schwerpunkte sind Patek Philippe, Rolex, F. P. Journe, A. Lange & Söhne und Jaeger-LeCoultre. Zu den hervorgehobenen Losen zählen eine Patek Philippe Ref. 5270J, eine Rolex Daytona Ref. 116506 in Platin und eine F. P. Journe Octa Quantième Perpétuel. Die Meldung ergänzt den laufenden Phillips-Auktionsherbst, ohne die bereits behandelten Genfer Themen zu wiederholen.
Blancpain × Sarasa Yoshioka: Farbe aus Pflanzen
Blancpain beginnt eine Zusammenarbeit mit Sarasa Yoshioka und dem Kyotoer Atelier Senshiyoshioka. Dort werden botanische Farbstoffe mit Techniken verarbeitet, deren Wurzeln bis in die Edo-Zeit reichen. Das Atelier steht damit für ein Handwerk, das historische Verfahren nicht museal konserviert, sondern in zeitgenössische Anwendungen überführt.

Mit der Ankündigung ist zunächst keine neue Uhr verbunden. Die Kooperation ist vor allem als Kultur- und Handwerksthema interessant: Beide Partner rücken langsame, manuelle Prozesse und den bewussten Umgang mit überliefertem Wissen in den Mittelpunkt.






