Cartier Schmuckuhren: Grain de Café, Tank und Myst zwischen Gold und Bewegung

Bei Cartier kann eine Uhr ein Armband sein, dessen kostbarster Moment erst beim zweiten Hinsehen sichtbar wird. Grain de Café, die neuen Tank Schmuckuhren und Myst de Cartier zeigen drei unterschiedliche Wege dorthin: bewegliche Goldmotive, farbige Glieder und ein elastisch konstruiertes Schmuckband. Gemeinsam ist ihnen, dass die Zeitangabe Teil der Komposition wird.

Grain de Café, Tank Schmuckuhr © Cartier

Grain de Café: ein Motiv kommt ans Handgelenk

Das Kaffeebohnenmotiv gehört seit 1938 zum Schmuckrepertoire des Hauses und ist eng mit Jeanne Toussaints kreativer Leitung verbunden. Bereits 1947 entstand daraus eine Broschenuhr. Nun übersetzt Cartier das Motiv erstmals in eine Armbanduhr. Geriefte, plastisch gewölbte Elemente aus Gelbgold umgeben das kleine Zifferblatt und setzen sich im Armband fort. Einzelne Motive bleiben beweglich; ihre Wirkung verändert sich mit der Bewegung der Trägerin.

Weißgold bildet die Bühne für den Diamantbesatz. Insgesamt kommen 203 Diamanten im Brillantschliff und acht im Prinzessschliff zum Einsatz. Auf Gehäuse und Armband entfallen 145 Steine mit 3,31 Karat, auf das im Schneefassverfahren ausgeführte Zifferblatt weitere 66 mit 0,27 Karat. Die Uhr misst 41,5 mal 33,5 Millimeter und ist 9,3 Millimeter hoch. Ein Quarzwerk übernimmt die Zeitanzeige.

Tank Schmuckuhr: die klare Form bekommt Farbe

Die parallel verlaufenden Gehäuseseiten der Tank bleiben auch im Schmuckkleid erkennbar. Cartier führt ihre Geometrie jedoch in beweglichen Armbändern weiter: Zylindrische Glieder und diamantbesetzte Verbindungen bilden eine fließende Abfolge. Bei der Weißgoldausführung setzt schwarzer Onyx einen grafischen Gegenpol zum Licht der Diamanten. Gehäuse und Armband tragen 349 Steine mit 7,45 Karat, das Zifferblatt weitere 272 mit 0,73 Karat.

Tank Schmuckuhr © Cartier

Die Roségoldvariante verbindet rote Koralle mit einem Zifferblatt aus goldschimmerndem Obsidian. Die Farbflächen nehmen der strengen Rechteckform ihre Kühle. Hier nennt Cartier 804 Diamanten mit zusammen 13,78 Karat auf Gehäuse und Armband. Die Tank Schmuckuhren messen 31 mal 24,2 Millimeter bei 6,75 Millimetern Höhe und werden von Quarzwerken mit langer Batterielaufzeit angetrieben.

Myst de Cartier: ein Schmuckband ohne sichtbare Schließe

Myst de Cartier wirkt wie eine Folge plastischer, kostbarer Perlen. Tatsächlich steckt dahinter eine flexible Konstruktion, die sich ohne separate Schließe über das Handgelenk streifen lässt. Unterschiedliche Größen und Vierkornfassungen erzeugen einen Rhythmus; das kleine geometrische Zifferblatt fügt sich darin beinahe wie ein weiteres Schmuckelement ein.

Myst de Cartier: © Cartier

In Gelbgold kontrastiert von Hand aufgetragener schwarzer Lack mit den Diamanten. Die Weißgoldvariante konzentriert sich auf deren Helligkeit: Allein Gehäuse und Armband tragen 986 Brillanten mit 9,17 Karat, dazu kommen 45 Steine auf dem Zifferblatt. Für diese Ausführung nennt Cartier 112 Stunden Fassarbeit. Das Gehäuse misst 19,7 mal 15,4 Millimeter und ist 9,8 Millimeter hoch. Auch hier arbeitet ein Quarzwerk.

Alle drei Entwürfe sind bis 3 bar wasserdicht. Ihre eigentliche Gemeinsamkeit liegt allerdings in der Gestaltung: Cartier behandelt Gehäuse, Zifferblatt und Armband als zusammenhängendes Schmuckstück. Die Mechanik der beweglichen Elemente und die Arbeit der Goldschmiede und Edelsteinfasser bestimmen den Charakter ebenso sehr wie die Uhrzeit.

Suchbegriff eingeben und Enter drücken