Uhren-News: Franck Muller, Hanhart, MING, UNIMATIC und Ikepod

Fünf Meldungen zeigen, wie weit die Uhrenwelt derzeit auseinanderliegt: von Künstlerzifferblättern und historischen Chronographenziffern über ungewöhnliche Zeitanzeigen bis zu kleinen Formuhren. Im Mittelpunkt stehen Franck Muller, Hanhart, MING, UNIMATIC und Ikepod.

Franck Muller × Amador Montes: Kunst auf der Vanguard Slim

Franck Muller × Amador Montes Vanguard Slim
Die Vanguard Slim von Franck Muller × Amador Montes entsteht in zwei Größen. © Franck Muller

Der mexikanische Künstler Amador Montes überträgt seine Bildsprache auf die Vanguard Slim. Das Zifferblatt nimmt ein feingliedriges Insektenmotiv auf; die Zeiger zitieren dessen Flügel. Damit wird die Zeitanzeige selbst Teil des Bildes. Der mikrosandgestrahlte, kamelfarbene Grund und rosafarbene Details geben der Zusammenarbeit einen eigenständigen, warmen Ton.

Franck Muller bietet zwei Gehäusegrößen an. Von der 41-mm-Ausführung entstehen 30 Uhren in Edelstahl und zehn in Roségold; die kleinere 35-mm-Version wird in 20 Exemplaren aus Roségold gefertigt. Insgesamt umfasst die Kooperation damit 60 Uhren. Die größere Variante ist 9,1 Millimeter hoch. Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber MVT FM 708 aus 136 Komponenten.

Franck Muller × Amador Montes Vanguard Slim
Amador Montes im Atelier: Seine Bildwelt bildet den Ausgangspunkt der Kooperation. © Franck Muller

Die Gestaltung steht hier im Vordergrund, ohne die mechanische Basis zu verdecken: Die Vanguard Slim bietet dem Künstler eine zusammenhängende, weich gerundete Fläche. Die Presseunterlagen nennen für die 41-mm-Stahlversion 14.800 Schweizer Franken und für die 35-mm-Roségoldversion 23.000 Schweizer Franken.

Hanhart 0260 × BAIT: radiale Ziffern und zwei Farbwelten

Hanhart 0260 × BAIT Chronograph mit schwarzem Zifferblatt
Die schwarze Hanhart 0260 × BAIT Edition ist auf 88 Exemplare begrenzt. © Hanhart

Hanhart verbindet seinen 417-ES-Chronographen mit den Sammlerwelten von Lex Borreros Lifestyle-Marke 0260 und Eric Peng Chengs BAIT. Die schmalen arabischen Ziffern richten sich zum Zentrum aus und greifen ein Detail aus dem Hanhart-Katalog der 1930er-Jahre auf. Die schwarze Version erhält cremefarbene Totalisatoren und rote Akzente, die cremefarbene braune Hilfszifferblätter.

Das Edelstahlgehäuse misst 39 Millimeter im Durchmesser, 46 Millimeter über die Bandanstöße und 13,3 Millimeter in der Höhe einschließlich des gewölbten Saphirglases. Die kannelierte Lünette mit rotem Einsatz ist beidseitig drehbar. Die Wasserdichtheit beträgt 10 bar. Das Handaufzugskaliber Sellita SW510 M arbeitet mit vier Hertz, bietet eine kleine Sekunde und einen 30-Minuten-Zähler; die Pressemitteilung nennt mindestens 48 Stunden Gangreserve.

Beide Varianten sind auf jeweils 88 Uhren begrenzt. Sattellederbänder mit 20 Millimetern Anstoßbreite stehen in Schwarz, Hellbraun und Dunkelbraun zur Wahl. Der Preis beträgt 2.890 Euro. Nach dem zeitlich begrenzten Chrono24-Start verweist Hanhart inzwischen für die Verfügbarkeit auf seine Händler; der eigene Direktvertrieb meldet die Edition als ausverkauft.

MING × Massena LAB 57.09 Secret Honey: Zeit aus drei Scheiben

MING × Massena LAB 57.09 Secret Honey
MING × Massena LAB 57.09 Secret Honey: Die Zeit wird über drei Saphirscheiben angezeigt. © MING / Massena LAB

Fünf Jahre nach der ersten „Honey“-Kooperation greifen MING und Massena LAB das Thema neu auf. Die 57.09 Secret Honey arbeitet mit drei rotierenden Saphirscheiben für 24 Stunden, zwölf Stunden und 60 Minuten. Ihre überlagerten Strukturen erzeugen einen sich verändernden optischen Effekt, den MING als „Dynamic Guilloché“ bezeichnet. Gemeint ist hier ein Zusammenspiel transparenter Ebenen, keine klassisch von Hand geschnittene Guillochierung.

Ein dunkelbrauner, lackierter Grund mit Sonnenschliff bildet den Hintergrund. Orangefarbene Super-LumiNova und weiß leuchtende Markierungen unterstützen die Orientierung. Die markanten Bandanstöße setzen sich aus neun Titanteilen zusammen; gelbliche und roséfarbene Beschichtungen kontrastieren mit naturfarbenem Titan. Das Gehäuse aus Titan Grad 5 misst 40 mal 10,17 Millimeter und 47,8 Millimeter über die Bandanstöße. Es ist bis 100 Meter wasserdicht.

MING × Massena LAB 57.09 Secret Honey
Rückansicht der MING 57.09 Secret Honey. © MING / Massena LAB

Das automatische Kaliber 330.M2 auf Sellita-Basis bietet rund 50 Stunden Gangreserve bei vier Hertz. Die Edition umfasst 125 Exemplare. Zum Preis von 7.250 Schweizer Franken ohne Steuern gehören ein Lederband von Jean Rousseau Paris und ein schwarzes FKM-Band mit Feinverstellung.

UNIMATIC Langhe Collection: vier Formen, drei herbstliche Töne

UNIMATIC Langhe Collection
Die UNIMATIC Langhe Collection überträgt die Farbstimmung der piemontesischen Landschaft auf vier Modellfamilien. © UNIMATIC

Moos, Nebel und Trüffel geben der Langhe Collection ihre Farben. UNIMATIC verbindet vier Gehäusefamilien mit jeweils drei Farbvarianten und kommt so auf zwölf Modelle. Die Zifferblätter in Moss, Fog und Truffle werden mit Hirschlederbändern in abgestimmten Grün-, Grau- und Brauntönen kombiniert. Der Bezug zur piemontesischen Wein- und Hügellandschaft bleibt dabei atmosphärisch.

Die Kollektion umfasst die U1S mit drehbarer Taucherlünette, die kompakte U2S, die militärisch geprägte U4S und die 36-mm-U5S. Gemeinsam sind ihnen Edelstahlgehäuse, automatische Sellita-SW200-1b-Werke und eine Wasserdichtheit bis 300 Meter. Das Werk arbeitet mit vier Hertz; die Gangreserve beträgt mindestens 38 Stunden.

UNIMATIC Langhe Collection
Moss, Fog und Truffle: die drei Farbwelten der Langhe Collection. © UNIMATIC

Jede einzelne Referenz ist auf 200 Exemplare begrenzt. Die Preise liegen bei 1.280 Euro für die U1S und jeweils 1.160 Euro für U2S, U4S und U5S. Die Serie erweitert die Farbpalette der Marke, während ihre bewusst reduzierte Gestaltung und die funktionelle Grundausstattung erhalten bleiben.

Ikepod Minipod: die Formuhr im kleinen Format

Ikepod Minipod Volta
Ikepod Minipod Volta mit schwarzem Band und grafischer Zeitanzeige. © Ikepod

Ikepod ist vor allem für seine runden, scheibenartigen Uhren bekannt. Mit der Minipod kehrt eine andere Linie in den Blick: die kompakte Formuhr mit weich gerundetem Rechteckgehäuse. Das Konzept knüpft an die 2001 eingeführte Manatee an und übersetzt es in ein kleineres, farbiges Modell.

Das Edelstahlgehäuse misst 38,3 mal 33,3 Millimeter. Ein Miyota-2036-Quarzwerk übernimmt die Zeitanzeige; dazu kommt ein FKM-Band. Die Minipod ist bis 5 atm wasserdicht und kostet 690 Euro. Die Form und die stark grafische Anzeige bestimmen den Charakter.

Ikepod Minipod am Handgelenk
Die Minipod am Handgelenk: weich gerundetes Rechteck statt der bekannten runden Ikepod-Silhouette. © Ikepod

Zur Serie gehören mehrere Farben, darunter Schwarz und Weiß, Blau und Orange. Einzelne Varianten sind zusätzlich begrenzt: Lamantino und Calusa auf jeweils 25 Exemplare, Robin Egg Blue auf 50. Damit bietet die kleine Formuhr neben der regulären Auswahl auch eng limitierte Farbversionen.

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