De Beers schließt Diamantmine in Südafrika
Noch vor wenigen Jahren erwirtschaftete De Beers operative Gewinne von weit über einer Milliarde US-Dollar. 2025 verzeichnete das Diamantenunternehmen hingegen einen operativen Verlust von 787 Millionen US-Dollar und kämpft mit einem strukturellen Wandel des Marktes.
Der hohe operative Verlust ist vor allem auf den anhaltenden Preisverfall bei Naturdiamanten, die schwache Nachfrage in China, die Konkurrenz durch Labordiamanten sowie die Auswirkungen neuer US-Zölle zurückzuführen.
Als Reaktion auf die schwache Nachfrage hat der Diamantenkonzern die Produktion deutlich reduziert, Investitionen zurückgefahren, Lagerbestände abgebaut, mehr als 100 Millionen US-Dollar an Kosten eingespart und einzelne Minenprojekte verschoben.
Unter anderem wird die Produktion der Venetia-Mine in Südafrika für zwei Jahre ausgesetzt. Die Mine steht für rund zehn Prozent der weltweiten De-Beers-Produktion und etwa 40 Prozent der südafrikanischen Diamantenförderung. De Beers begründet die Schließung, die auf den vorläufigen Stopp des Erweiterungsprojekts der Gahcho-Kué-Mine in Kanada folgt, mit Kostensenkungen und einer Neustrukturierung des Untertageprojekts.
Marketingoffensive für Naturdiamanten
Gleichzeitig hat De Beers erneut in das Marketing für Naturdiamanten investiert, um die Bemühungen der Branche zur Steigerung der Nachfrage zu unterstützen. Dafür wurden mehrere groß angelegte Kampagnen gestartet.
Diese scheinen Wirkung zu zeigen. So berichtet De Beers, dass die weltweite Verbrauchernachfrage nach Schmuck mit Naturdiamanten im Jahr 2025 wieder gestiegen sei. Haupttreiber waren hochwertige Diamanten sowie Modelle, die im Rahmen der De-Beers-Marketingkampagne „Desert Diamonds“ beworben wurden.

Al Cook, CEO der De Beers Group, erklärte: „Im Einklang mit unserem Bestreben, unser Geschäft zu fokussieren und zu optimieren, nehmen wir bei De Beers eine Reihe von Veränderungen vor, um die kurzfristige Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und gleichzeitig die langfristige Wertschöpfung zu fördern. Wir sind uns der anhaltenden Herausforderungen im sich wandelnden Diamantenmarkt bewusst, sehen aber ermutigende Anzeichen für eine steigende Verbrauchernachfrage in den USA und darüber hinaus, insbesondere nach hochwertigen Diamanten. Das weltweite Angebot an Rohdiamanten sinkt, was den Markt zusätzlich stützt. Die Veränderungen, die wir in unserem Unternehmen vornehmen, zielen darauf ab, unsere Effizienz heute und in Zukunft zu sichern und De Beers in seiner Führungsrolle optimal zu positionieren.“






