Seiko Presage: Emaille, Urushi und Bonsai für die Classic Series

Seiko erweitert die Presage Classic Series um drei Modelle, die traditionelle japanische Handwerkskunst aus unterschiedlichen Perspektiven interpretieren. Zwei reguläre Craftsmanship-Ausführungen greifen mit Emaille und Urushi-Lack die Gestaltung der Laurel von 1913 auf. Eine auf 2.000 Exemplare limitierte Edition entstand gemeinsam mit TRADMAN’S BONSAI und überträgt die Farben und Strukturen einer japanischen Schwarzkiefer auf das Zifferblatt.

Titelbild: Seiko Presage TRADMAN’S BONSAI Limited Edition HCC009J1. Bild: Seiko

Zwei Zifferblätter, zwei japanische Handwerkstechniken

Die neuen Referenzen HCC005J1 und HCC006J1 teilen sich ein neu entwickeltes, 39,6 Millimeter großes Gehäuse, unterscheiden sich aber deutlich in Materialwirkung und Farbgebung. Ihr arabisches Ziffernlayout verweist auf die Laurel von 1913, Seikos erste Armbanduhr.

Bei der HCC005J1 fertigt Emaille-Meister Mitsuru Yokosawa ein weißes Zifferblatt, dessen ruhige Oberfläche einen klaren Kontrast zu den schwarzen arabischen Ziffern bildet. Das hartbeschichtete Edelstahlgehäuse und das dunkle Lederband halten die Gestaltung bewusst zurück. Die HCC006J1 setzt stattdessen auf ein tiefschwarzes Urushi-Lackzifferblatt von Isshu Tamura. Eine Goldauflage auf dem Gehäuse und farblich abgesetzte Nähte am Lederband geben dieser Ausführung einen wärmeren Charakter.

Emaille und Urushi entstehen in mehreren manuellen Arbeitsschritten. Kleine Abweichungen in Oberfläche und Tiefe gehören deshalb zum Charakter der Zifferblätter. Seiko verbindet diese handwerklichen Techniken mit der abgerundeten Formensprache der aktuellen Classic Series.

Kaliber 6R5H mit 24-Stundenanzeige

In beiden Uhren arbeitet das Automatikkaliber 6R5H. Es bietet mehr als 72 Stunden Gangreserve, Sekundenstopp und eine 24-Stundenanzeige. Durch den verschraubten Glasboden bleibt das Werk sichtbar. Doppelt gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas schützt die Zifferblätter; die Wasserdichtigkeit beträgt drei bar.

  • Referenzen: HCC005J1 und HCC006J1
  • Gehäuse: hartbeschichteter Edelstahl, HCC006J1 zusätzlich mit Goldauflage
  • Durchmesser: 39,6 Millimeter
  • Glas: doppelt gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas
  • Uhrwerk: Automatikkaliber 6R5H
  • Gangreserve: mehr als 72 Stunden
  • Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden, 24-Stundenanzeige
  • Wasserdichtigkeit: 3 bar

TRADMAN’S BONSAI: Schwarzkiefer im Mondlicht

Die dritte Neuheit, die Presage Classic Series TRADMAN’S BONSAI Limited Edition HCC009J1, entstand in Zusammenarbeit mit einem japanischen Kollektiv, das Bonsai-Kunst mit zeitgenössischer Kultur, Mode und Design verbindet. Als gestalterisches Motiv dient eine japanische Schwarzkiefer im Mondlicht.

Seiko Presage Classic Series TRADMAN'S BONSAI Limited Edition HCC009J1
Seiko Presage TRADMAN’S BONSAI Limited Edition HCC009J1. Bild: Seiko

Das gewölbte Zifferblatt trägt ein tiefes Matsuba-iro, ein traditionelles Kiefernnadelgrün. Seine strukturierte Oberfläche erinnert an die Rinde alter Kiefern. Ein Edelstahlgehäuse mit Goldauflage, goldfarbene Zeiger und Indizes sowie das entsprechend ausgeführte Metallband setzen warme Kontraste. Zum Lieferumfang gehört ein zusätzliches Lederband mit geprägtem Sanko-matsu-Motiv, das die Form von Kiefernnadeln aufgreift.

Auch hier arbeitet ein Automatikkaliber mit mehr als 72 Stunden Gangreserve. Das 6R51 verzichtet auf eine Datumsanzeige und konzentriert sich auf Stunden, Minuten und Sekunden. Die Uhr misst 38 Millimeter im Durchmesser, ist zehn bar wasserdicht und trägt ihre individuelle Nummer auf dem Gehäuseboden.

  • Referenz: HCC009J1
  • Limitierung: 2.000 Exemplare weltweit
  • Gehäuse: Edelstahl mit Goldauflage
  • Durchmesser: 38 Millimeter
  • Uhrwerk: Automatikkaliber 6R51
  • Gangreserve: mehr als 72 Stunden
  • Wasserdichtigkeit: 10 bar
  • Armbänder: Edelstahl mit Goldauflage sowie zusätzliches Lederband

Tradition als gestalterisches Material

Die drei Neuheiten zeigen unterschiedliche Wege, mit denen Seiko historische und kulturelle Referenzen in aktuelle Uhren überträgt. Emaille und Urushi knüpfen unmittelbar an traditionelle Werktechniken an, während die Bonsai-Edition eine alte Kunstform über Farbe, Textur und Kooperation neu interpretiert. Gemeinsam ist ihnen, dass das Zifferblatt nicht nur dekorative Fläche bleibt, sondern zum eigentlichen Träger der Geschichte wird.

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